Codex Diplomaticus Prussicus.
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urkunden⸗Sammlung zur ältern Geſchichte Preuſſens
aus dem Königl. Geheimen Archiv zu Königsberg,
nebſt KRigeſten
herausgegeben don
Johannes Voigt,
Königl. Geheimen Regierungs-Natb, ordentl. Profeſſor der Geſchichte, Director des geheimen Archivs zu Königsberg. Nitter des rothen Adler ⸗Ordens Ir Cl. m. d. Schl. und des Dannebrog⸗Ordens, Mitglied der Academien der Wiſſenſchaften zu Berlin, München, Wien, Kopenhagen und mehrer gelehrten Geſellſchaften.
Fünfter Band.
Königsberg 1857. In Commiſſion bei Wilheln Koch.
Regesten
oder
Chronologisches Verzeichniss der bereits gedruckten Urkunden zur ältern Geschichte Preussens, von 1213 — 1399.
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Papst Innocenz IIL schreibt an sämmtliche auf dem General-Kapitel der Cistercienser 1213 versammelte Aebte, dass die Cistercienser-Mönche Christian und Philipp nebst ihren Gefährten, welche unter päpstlicher Bewilligung den heidnischen Preussen das Evan- gelium mit glücklichem Erfolg predigten, gleichwohl von einigen Cistercienser-Klöstern jener Gegend feindselig aufgenommen wurden, dass er daher den Erzbischof von Gne- sen beauftragt habe, solche Prediger genau zu prüfen, die als gut bewährten aber den Cisterciensern in Pommerellen und Polen angelegentlich zu empfehlen; weshalb die sämmtlichen Cistercienser-Aebte angewieren würden, den vom Erzbischof von Gnesen empfohlenen Predigern durchaus kein Hinderniss in den Weg zu legen. Dat. Signie IV. Idus Augusti p. a. XV. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 226—327. Voigt Cod. diplomat. I. p. 1.
Papst Innocenz III. schreibt den Herzogen von Polen und Pommern, er habe 1213 vernommen, dass einige von ihnen aus Eigennutz den vor kurzem in Preussen zum Christenthum Bekehrten schwere Dienste auflegten, so dass dadurch manche andere verhindert würden, den christlichen Glauben anzunehmen; deshalb verordne er, dass solche Neubekehrte durchaus nicht bedrückt werden sollen und habe den Erzbischof von Gnesen beauftragt, die dieser Verordnung zuwider handelnden durch die censura ecclesiastica zum Gehorsam zu bringen.
Dat. Signie Idibus Augusti p. a. XV.
Kose garten Cod. Pomeran. I. p. 228. Voigt Cod. diploma. I. p. 1.
Papst Honorius III. fordert diejenigen Christen Polens und Pommerns, welebe an 1218 dem Kreuzzuge zur Unterstützeng des heil, Landes Theil zu nehmen nicht beabsich- tigen, zum Heeresdienst für die Vertheidigung der getauften Preussen gegen die An-
griffe ihrer heidnischen Nachbarn auf und verheisst dafür sowohl denen, welche die 4
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Waffen führen, wie denen, welche Bewaffnete auf ihre Kosten ausrüsten oder Geld zur Ausrüstung beitragen, nach Verhältniss der geleisteten Hülfe denselben Sünden- Erlass, welcher den nach Jerusalem ziehenden gewährt wird. Dat. Rome III. Non. Maii p. a. II. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 266. Voigt Cod. diplomat. I. ar. 2.
1218 Papst Honorius III. erinnert die Kreuzfahrer Deutschland’s, Böhmens, Mährens, Daciens, Polens und Pommerns, welche zur Vertheidigung der getauften Preussen aufbrechen, dass sie die Waffen nur zur Beschützung des Preussischen Bischofs und der getauften Preussen, nicht aber aus Eigennutz zur Unterjochung der heidnischen Preussen führen sollen, da diese Heiden sonst ron der Bekehrung abgeschreckt wer- den könnten und dass die Kreuzfahrer demnach nicht ohne Frlaubniss des Preus- sischen Bischofs in die Länder der gedachten Völker eindringen dürften ; für den Fall, dass die Kreuzfahrer dies Gebot überträten, sei der Preussische Bischof beaufiragt, sie durch die censura ecclesiasıica zu zügeln.
Dat. Rome XVII. Kalend. Junii p. a. II. Kosegarten Cod. Pomersn. I. p. 2509. Cf. Voigt Cod. diplom. I. p. 8.
1218 Bulle des Papst Honorius III. gleiches Inhalts wie die vorstehende, an den Bi- schof Christian von Preussen gerichtet,
Dat. Rome IV. Idus Maii p. a. II. Kosegarten Cod. Poweran. I. P 268. Voigt Cod diplom. I. p. It
1224 Papst IIonorius III. meldet den Bewohnern Livland's und Preussens, dass er den Bischof Wilhelm von Modena zu ihnen abgesandt habe, damit er bei ihnen, sowie auf den Inseln Bornholm, Rügen und Gothland das Evangelium ausbreite und fordert alle dortige Befehlshaber auf, deinselben die gehührende Achtung und Unterstützung an- gedeihen zu lassen.
Dat. Laterani II. Kal. Januar. p. a. IX. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 31.
1226 Swantepolk Herzog von Pommern thut kund, dass er dem neugestiſteten Ritter- oder
1227 Orden von Dobrin (militibus Christi) in seinem Lande überall volle Freiheit verlieben
habe und befiehlt daher seinen Unterthanen, dass niemand sich unterfangen solle, jenen Rittern zu Lande oder zu Wasser zu schaden. Ohne Datum. Kosegarten Cod. Pomeran. I p. 372. Voigt Cod. Diplomat. I. p. tv. 1230 Sambor von Liubesow und Swantepolk von Danzig, Herzoge von Pommern, thun kund, dass sie für das Heil der Seelen ihres verstorbenen Bruders Wartislaw und
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ihrer Mutter dem Kloster Oliva die Landschaft Gymev, d. i. die nordwestliche Nach- harschaft der Stadt Mewe, nebst der gesammten Wansca und den durch diese Gegend hindurchfliessenden Strom Verissa oder Ferse, mit allen Nutzungen auf ewig verlie- hen haben. Dat. in castro de Liuhesow VI. Cal. Januar. anno 1230, Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 4190.
Papst Gregorius IX. giebt den Brüdern des Prediger-Ordens in Magdeburg, Bre- 1230 men, Polen, Pommern, Mähren, Sorabien, Holstein und Gothland den Auftrag, dass sie die in den genannten Landen wohnenden Christen auffordern sollen, die Waffen zu ergreifen, um dem Herzog Konrad von Masovien und dem Orden Beistand zu lei- sten gegen die heidnischen Preussen, Dat. Anagnie XV. Kal. Octob. p. a. IV.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 416. Voigt Cod. diplomat. I. uro. 24.
Papst Gregorius IX. ermabnt die Brüder des Prediger-Ordens in Pommern und 1231 Gothland, die in den genannten Ländern wohnenden Christen aufzufordern, die Waffen zu ergreifen, um dem Bischof von Preussen und dem D. Orden Beistand wider die heidnischen Preussen zu leisten. Dat. Reate XV. Kal. Augusti p. a. V. Kosegsrten Cod. Pomeran. I. p. 423. Voigt Cod. diplomat. I, nro. 20.
Michael Bischof von Cujavien thut kund, dass, da der D. Orden für die Zehnten 1232 des Dorfes Orlow an die Kirche zu Wissegrad jährlich drei Mark zu zahten verspro- chen und Herzog Swantepolk diese Zahlung genehmigt habe, nunmehr er, der Bischof, solchen Vertrag gleichfalls bestätige.
Act. Visegrad in festo b. Katherine VII. Calend, Decembr. an. 1232.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 447. Voigt.Cod. diplomat. I. y. VI.
Papst Gregorius IX. thut kund, dass er das Kloster Oliva, sammt allen bisher 1233 erworbenen und noch rechtmässig zu erwerbenden Gütern unter den Schutz des heil. Petrus und des päpstlichen Stuhles nehme und dem Kloster seine Zehnten und alle sonstigen Besitzungen bestätige.
Dat. Laterani Idus Junii p. a. VII. Ledebur, Neues Archiv II. 201—202. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 433.
Michael Bischof von Cujavien thut kund, dass, da der D. Orden für die Zehnten 1236 des Dorfes Zedlitz an die Kirche zu Wissegrad jährlich drei Mark zu zahlen verspro- U 4
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chen, und Herzog Swantepolk diese Zahlung genehmigt habe, nunmehr er, der Bischof, solchen Vertrag ebenfalls bestätige. Dat. XVI. Kal. April. 1236. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 314. Voigt Cod. diplomat. I. p. VII.
1237 Herzog Konrad von Masovien und Cujavien schenkt mit Zustimmung seiner Söhne Boleslaw, Herzog von Masovien und Casimir, Herzog von Cujavien, sowie seiner jun- gern Söhne Semovit und Ziewomysl, dem Meister und den Brüdern des ehemaligen Dohriner- Orden das castrum Drochiein am Flusse Bug, nebst dem daran stosenden Lande bis an die Gränze der Rassen.
Dat. in Gambin VIII. Idus Martii 1237. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 556. Voigt Geschichte Preuss. II. 188189.
1238 Herzog Swantepolk von Pommern verspricht dem D. Orden, dass er und seine Leute den Orden nicht verletzen wollen, dass Gränzstreitigkeiten zwischen ihm und dem Orden durch gütliche Besprechung an der Gränze beigelegt werden sollen, und dass er ohne den Orden keinen Waffenstillstand oder Frieden mit den heidnischen Preussen abschliessen wolle.
Dat. apud Swecz III. Idus Junii 1238 Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 581. Voigt Cod. diplomat. I. p. VII. x
1239 Bischof Wilhelm von Modena, päpstlicher Legat, fordert die christlichen Bewoh- ner der Insel Gothland auf, zum Wiederaufbau des von den heidnischen Preussen ver- brannten Klosters Ollva Geldheisteuern zu geben und bewilligt den Gebern dafür vier- zig Tage Ablass von auſerlegter Kirchenbusse.
Dat. in Gdanze XV. Kal. Martii an. 1239. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 580. Ledebur, Neues Magazis für Geschichtekunde II. 203.
1243 Przemislaw und Boleslaw Herzoge von Gnesen, Posen und Kalisch, Söhne des Herzogs Wladislaw Odoniez, sammt ihrer Mutter Hedwig, Schwester des Herzogs Swantepolk von Danzig, befreien die Brüder des D. Ordens vom Zoll und bestimmen, welche Zollsätze von den Kaufleuten des Ordens erhoben werden sollen.
Dat. in Gnezna XI. Kal. April. an. 1243. Kosegorten Cod. Pomeran. I. p. 686. Voigt Cod. diplomst. I. p. 8.
1243 Heinrich von Wida, Landmeister des Ordens in Preussen, thut kund, dass der D.-Orden sich gegen den Herzog Swantepolk eidlich verbündet habe mit dem Herzog Casimir von Cujavien und mit Swantepolks beiden Brüdern, den Herzogen Sambor und
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Ratibor, und dass dieses Bündnies dauern solle, so lange bis Swantepolk entweder ver- jagt sei oder vermöge des Vertrages von seinen Feindseligkeiten ablasse.
Dat. in Jureni Wladizlavria V. Kal. Septemb, anno 1243.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 700. ef. Voigt Cod. diploma. I. p. VIII.
Papst Innocenz IV. meldet den Prioren und Brüdern des Prediger-Ordens, welche 1243 gegen die Heiden Livlands und Preussens predigen, dass alle Gläubigen aus Deutsch- land, Dänemark, Polen, Pommern, Gothland, Norwegen und Schweden, welche, mit dem Kreuze bezeichnet, wider die gedachten Heiden ausziehen würden, denselben Schutz und Ablass, wie die nach Jerusalem ziehenden empfangen sollen, und giebt deshalb dem Prediger-Orden auf, keine Behelligung jener Kreuzfahrer zu dulden.
Dat. Anagnie Kalend. Octobr. p. a. I.
Kosegarten Cod. Pomeraa. I. p. 702. Voigt Cod. diptomat. I. p. 53.
Papst Innocenz IV. ermahnt den Herzog Swantepolk von Pommerellen, dass er 1245 aufhören möge, in Gemeinschaft mit den heidnischen Litthauern und Preussen, den D. Orden zu befeinden und das Werk des Glaubens in Preussen zu hindern.
Dat. Lugduni Kal. Februar. p. a. II.
Koaegarten Cod. Pomeran. I. p. 723. Turxenew Histories Ruesise Monumenta T. Ii. p. 346.
Papst Innocenz IV. befiehlt dem Erzbischof von Gnesen und dessen Suffragan- 1245 Bischöfen, innerhalb vierzehn Tagen nach Empfang dieses Schreibens den Herzog Swantepolk von Pommerellen von der Befeindung des D. Ordens abzumahnen und wenn er nicht Folge leiste, ihn in allen Kirchen öffentlich mit dem Bann zu belegen, auch wenn er halsstarrig bleibe, die weltliche Macht zu seiner Bekämpfang aufzurufen.
Dat. Lugdani Kalend. Februar. p. a. II.
Konegarten Cod. Pomeran. I. p. 724. Cr. Voigt Cod. diplomat. I. p. IX.
Papst Innocenz IV. fordert die Herzoge von Polen auf, wegen der den Christen 1245 im Kulmerlande und in Preussen drohenden Gefahr, dem D. Orden wider seine Be- dränger nachdrücklichen Beistand zu leisten.
Dat. Lugduni Kal. Februar. p. n. II.
Kosegartan Cod. Pomeran. I. p. 725. Cf. Voigt Cod. diplom. I. p. IX.
Papst Innocenz IV. fordert den D.-Orden auf, seine Widersacher, welche nur dem 1245 Namen nach Christen seien, und in Verein mit den Litthauern und Preussen dem Orden sein Land wieder zu entreissen suchen, mit mächtigem Arme zu unterdrücken, damit die christliche Kirche sich dort behaupten könne.
Dat. Lugduni Kalend. Fehruar. p. a. II.
Kosegarten I. p. 726. Cf. Voigt Cod. diplomat I p. IX.
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1245 Papst Innocenz IV. beauftragt den Abt des Klosters Mezanum in Italien, sich nach Preussen zu begeben und dem D. Orden und dem Herzog Swantepolk von Pon- merellen anzukündigen, dass sie einen Waffenstillstand zu beobachten hätten, bis vom päpstlichen Stuhle eine Entscheidung über ihren Sıreit ergangen sein werde.
Dat. Lugduni V. Idus Octobr. p. a, III. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p 733.
1245 Papst Innocenz IV. beauftragt den Abt des Klosters Mezanum, sich nach Preus- sen zu begeben, daselbst die Eintracht zwischen dem NM. Orden und Herzog Swante- polk von Pommerellen wiederherzustellen und falls ihm dies nicht gelänge, genau über die Ursache des Streites zwischen jenen nach Rom zu berichten.
Dat. Lugduni II. Idus Octohr. p. a. III. Kosegarten Cod Pomeran. I p. 730. Voigt Cod. diplom. I. p. IX.—X!
1246 Papst Innocenz IV, heaufiragı den Erzbischof von Preussen, Livland und Esth- land dahin, dass er den verdienten Prediger-Mönch, Bruder Warnerus, welcher dem Römischen Könige vertraut sei, innerhalb sechs Monaten entweder zum Bischof von Pomesanien oder zum Bischof von Ermland ernennen solle,
Dat. Lugduni II. Non. Octob. p. a. IV. Koaegarten Cod. Pomeran, I. p. 733. Voigt Cod. dipiomat, I. nro. 70.
1247 Der Erzbischof Fulko von Gnesen nnd der Bischof Heidenreich von Kulm, als erwählte Schiedsrichter in dem Streite zwischen Herzog Swantepolk und dem D. Or- den bestimmen, wie es zur Sıreitbeilegung in Betreff der streitigen Punkte gehalten werden solle, nämlich in Betreff des Besitzes der Nering, des Zolles auf der Weich- sel, des Besitzes der Dörfer bei der Stadt Kulm, der Loslassung der Gefangenen und der Freigebung des Sohnes des Herzogs.
Act. in insula fabri VIII. Cal. Novemb, 1247. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 769. Cf. Voigt Cod. diplom. T. I. nro. 71.
1248 Papst Innocenz IV. beauftragt die drei Bischöfe von Camin, Lebus und Kulm, die bisber durch Sachwalter zu Rom verhandelte, zwischen dem Herzog Swantepolk und dem D. Orden obschwebende Streitsache, da die Beibringung der erforderlichen Beweis- mittel in Rom schwierig und kostbar sei, durch einen Urtheilsspruch zu entscheiden und dessen Vollstreckung durch die Kirchenstrafen zu erzwingen.
Dat. Lugduni III. Cal. Junii p. a. V. Kosegarten Cod. Pomeran, I. p. 786. Cf. Voigt Cod. diptomat. T. I. p. X.
1248 Swantepolk Herzog von Pommern bezeugt, dass er geschworen habe, den über seinen Streit mit dem D. Orden vom Gnesenschen Erzbischof und dem Kulmischen
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Bischof im verflossenen Jahre ergangenen Schiedsspruch zu erfüllen, sobald ihm sein Sohn vom D. Orden herausgegeben sein werde. . Aetum in insula fabri feria IV. post nativitat. Marise 1248. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 789. Cf. Voigt Cod. diplomat. T. I. aro. 73.
Swantepolk Herzog von Pommern thut kund, dass er und sein Bruder Sambor 1248 über den zwischen ihnen vorhandenen Streit zu Schiedsrichtern erwählt haben die Herren Nicolaus und Johannes von Cassubien, Brüder der Gattin Sainbors und den Landmeister des D. Ordens Heinrich von Widn.
Dat. in Calmine sahbato proximo post nativitat. Mariae 1248.
Kosegarten Cod. Pomeran. T. I. p. 7901. Cf. Voigt Cod. diplomet. T. I. p. X.
Jacob Archidiaconus von Lüttich und päpstlicher Legat in Polen, Preussen und 1248 Pommern, thut kund, dass er vom Papst Innocenz IV. zur Friedensstiftung zwischen dem Herzog Swantepolk und dem D. Orden beauftragt, endlich nach mancherlei Ver- handlungen zwischen den beiden streitenden Parteien einen freundschaftlichen Vertrag zu Stande gebracht babe und macht die dabei verabredeten Bedingungen bekannt.
Act, in herena iuxta Insulam fabri feria III. post festunı Clementis 1248.
Kosegerten Cod. Pomeran. I. p. 705. Cf. Voigt Cod. diplom. I. p. XI.
Der Landmeister des D. Ordens Heinrich von Wida, sammt den Brüdern des 1248 D.-Ordens einer Seits und Swantepolk Herzog von Pommern anderer Seits thun kund, dass sie unter Vermittelung des päpstlichen Legaten Jacob Archidiaconus von Lüttich einen freundlichen Vertrag geschlossen und beschworen haben und machen die dabei verabredeten Bedingungen bekannı.
Dat. iuxta Insulam fabri mense Novemb. 1248.
Kosegarten Cod. Pomeran, I. p. 799. Cf. Voigt Cod. diplom. I. p. X—XI.
Jacob Archidiaconus von Lüttich und päpstlicher Legat in Polen, Preussen und 1248 Pommern thut kund, dass er, nach dem er lange sich vergeblich bemüht habe, den Herzog Swantepolk dahin zu bringen, dass er seinen Brüdern Sambor und Ratibor ihr Land und ihre Freiheit wiedergebe, nunmehr den Herzog Swantepolk wegen sei- nes Ungehorsams mit der Excommunication helege, und vom Schoosse der christlichen Kirche ausschliesse.
Act. feria III. post festam b. Nicolai 1248.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 803. Cf. Voigt Cod. diplomat. I. p. XI.
Michael, Bischof von Cnjavien und Heidenreich, Bischof von Kulm thun kund, 1248
dass auf dem, dem Herzog Swantepolk von Pommern in der Streitsache mit seinen
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Brüdern am 7. December in der Stadt Thorn angeseisten Termin, Swantepolks Capel- lan Marolus den papstlichen Legaten Jacob ein Schreiben Swantepolks und eine Ver- theidigung desselben eingereicht habe, ıheilen den Inhalt dieset beiden Schriften mit, und bemerken, dass darauf dieser Inhalı für ungültig, und Swantepolk vom Legaten für contumax erklärt worden sei. Act. feria III. post ſestum b. Nicolai 1248. Kosegarten Cod. dipl. Pomeren. I. p. 806. Ct. Voigt Cod. dipl. I. ar. 76
1249 Papst Innocenz IV. meldet dem Deutschen Orden in Preussen, dass er den durch den päpstlichen Legaten Jacob, Archidineonus von Lüttich, zwischen dem Orden und den: Herzog Swaniepolk von Pommerellen abgeschlossenen Frieden aus npostolischer Beſugniss bestätige. b
Dat. Lugdun. XI. Kal. Movemb. p. a. VII. Kosrgarten Cod. Pomeran I. p. 881. Ct. Voigt Cod diplom. I. p. XI. 2
1249 Papst Innocenz IV. beauftragt den Bischof Heidenreich von Kulm, diejenigen, welche dem Deutschen Orden in Preussen an seinen Besitzungen und Gütern Schaden zufügen, durch die censura ecclesiastica zum Ablassen von solchem Beginnen zu brin- gen; welcher Aufırag für den Bischof mindestens fünf Jahre dauern solle.
Dat. Lugdun. V. Kal. Novembr. p. a. VII. Konegarten Cod. Pomeraa. I. 82. Ct. voigi Cod. dipt. Pruss. I. vr. 9.
1250 Papst Innocenz IV. beauftragt den Erzbischof Albert von Preussen und L. irland, den Herzog Swantepolk dazu anzuhalten, dass er dem Kloster Oliva die demselben entzogenen Güter in der Landschaft Oxire oder Oxhöft zurückgebe.
Dat. Lugdun. V. Cal. Aug. p. a. VIII. Kosegsrten Cod. Pomeren. I. p. 900.
1254 Christian, erster Bischof von Litthauen, erlässt dem D. Orden in Livland den Blschofs- Zehnten in denjenigen Landen, die ihm der Litthauische König Myndowe geschenkt, damit derselbe ihn und sein neues Bisthum beschirmen solle.
Dat. Riga a. d. 1254 octavo Idus April. Rsczynski Cod. Litikuen. p. 16. Voigt Cod. diplomst. I. p. XIV.
1254 Papst Innocenz IV. bestätigt die vom Könige Myndowe in Litthauen dem D. Or- den in Livland gemachte Schenkung der Lande Wangen und Carsow, nebst halb Day- nowe und Rassione.
Dat. Assisi XII. Cal. Septembr. p. a. XI. Raesyneki Cod. Lischusa. p. 7. Voigt Cod. diptomei. I. p. XIV.
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Myndewe König von Litthasen achenkt dem D. Orden io Livland das Land Se- 1255 len, damit dieser ihm gegen die Ungläubigen nod in der Behauptung seiner Königs- würde beistehen möge.
Dat. a. d. 1255 mensis Octobr.
Raezyneki Cod. Lietbusn. p. II. Voigt Cod. diplomat. I. y. XV.
Papsı Alexander IV. bestätigt die vom Könige Myndowe von Litthauen dem D. Or- 1257 den gemachte Schenkung des Landes Selen. Dat. Viterbii III. Idus Julii p. a. III. Raezyneki Cod. Liichusn. p. 13.
Myndowe König von Litihanen schenkt dem D. Orden in Livland verschiedene 1257 Länder für seinen Beistand gegen die Heiden und andere Feinde des Königs. Dat. a. d. 1257, Racosynaki Cod. Litihuan. p. 12. Vaigt Cod. diplomat. I. p. XVI.
Der Röm. König Richard hestätigt dem D. Orden seine Freiheiten, Rechte und 1257 alle seine Besitzungen. ’ Dat. Nussiae VIII. Nov. 1287. Gercken Cod. diplom. Brand. VII. ar. 90.
Myndowe König in Litthauen schenkt dem Orden in Livland die Gebiete von 1259 Schaloven, Sameiten u. a., damit er ihm gegen seine Feinde beistehe. Dat. Septimo Idus Augusti 1259, Racsyneki Cad. Litikuan, p. 13. Voigı Cod. diplomat. I. p. XVII.
Myndowe vermacht sein ganzes Königreich Litihauen dem D. Orden in Livland, 1260 sofern er ohne Erben sterbe. Dat. Littovie in curia nostra a. d. 1260 in medio mensis Junii. Bsczynaki Cod. Linhusn. p. 10. Voigt Cod. dipiomat. I. p. XVIII.
Der Hochmeister Burchard von Schwenden bestätigt den Theilungs vertrag der Land- 1289 meister von Preussen und Livland über die den Litihauern enırissenen Landgebiete Schalwen, Karsau, Twerkiten u. a.
Dat. Rome septimo Idns Februar. 1289,
Racxynaki Cod. Litihusn. p. 0. Voigt Cod. diplomat. II. Nro. X X. p. 24.
Privilegium der Stadt Löbe nichi-Königeberg über ihre Stadifreiheiten. 1300 Dat. Königsberg am T. der 10,000 Märtyrer 1300. Erläut. Preuss. Bd. IV, 8, 3.
Eu. 23
1310 Friedrich von Alvensleben nimmt die erste Hälfte der 10,000 Mark Silber in Empfang, wofür der Markgraf Waldemar von Brandenburg dem Orden die Rechte des Hauses Brandenburg an den Schlössern Danzig, Dirschau und Schwez verkauft hatte.
Dat. in Stolp Idas Junii an. 1310. Wohlbrück, Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht von Alvensleben Bd. I. S. 133.
1315 Peter von Neuenburg vertauscht mit Otto von Elnitz ein bei Rügenwalde liegen- des Dorf gegen das Dorf Bandyzin bei Danzig mit allen Gerechtsamen und verpflich- tet ihn zum Kriegsdienst in Preussen.
Dat. in die S. Viti et Modesti 1318. Voigt Cod. diplom. T. V. nr. I. p. I.
1323 Papst Johann XXII. ermahnt den Hochmeister und D. Orden, den König Gedimin von Litthauen nach Empfang der Taufe fortan nicht mehr zu hefehden und hinfort friedlich mit ihm zu leben.
= Dat. Avinion. Kal. Junii a, VIII. Raczyneki Cod. Litthnan. p. 23. Voigt Cod. diplomat. II. nro. CIX. p. 142.
1323 Schreiben des Königes Gedimin von Litthauen an die Obersten des Prediger- Ordens, besonders in Sachsen, an den Orden der Minoriten und an die Seestädte Lü- beck, Rostock u. a., worin er sie auffordert, ihm Geistliche, Kriegsleute, Handwerker, Ackerleute u. s. w. zuzusenden, mit Verheissung von allerlei Rechten und Freiheiten.
Dat. Vilne ipso die Corpor. Christi a. d. 1323. Recsynaki Cod. Litthuan. p 27. Cf. Voigt Cod. diplomat. II. p. XVI.
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1323 Friedens - Instrument zwischen dem König Gedimin von Litihauen und den Städten Esthlands, Livlands und Kurlands,
Dat. Vilna Sonntag nach Michaelis 1323. Raezynaki Cod. Litthuan. p. 39.
1323 Papst Johann XXII. befiehlt dem Hochmeister des D. Ordens den zwischen dem König Gedimin von Litthauen und den Stadien Esthlands, Livlands und Kurlands geschlossenen Frieden aufrecht zu halten.
(1323). Reczynaki Cod. Litthuan. p. 33.
1324 Papst Johann XXII. empfiehlt dem Clerus u dem Hochmeister des N. Ordens seine nach Litthauen und Russland abgesandten Nuntien.
Dat. Avinion, Kal. Junii p. a. VIII. (1324). Raczyuaki Cod. Litthuan. p. 41. Voigt Cod. dipiomat. II. ate. Civ. p. 135.
= =
Bruderbrief für den Herzog Bolealav von Brieg zur Aufnahme in die Brüder- 1329 Gemeinschaft des D. Ordens. Ohne Datum. Reiträge zur Kunde Preuss. B. VII. 8. 187.
Schiedsspruch des Bischofs Johannes von Samland in einer Ehebruchssache. 1332 Dat. 1332. Voigt Cod. diplomat. T. V. aro. II. p. 2.
Der Bischof Berthold von Pomesanien befreit die Stadt Gardzey (Garnsee) von 1334 Zinsleistung, vermehrt ihr ländliches Besitzthum und begabt sie mit mehren Rechten. Dat. Marienwerder in die Franeisci 1334. Voigt Cod. diplom. T. v. uro. III. p. 2. 2
Der Bischof Johannes von Samland bestätigt den Kauf einiger Huben Landes 1335 zwischen den alten Stammpreussen Kariote und Neglande mit Bestimmung der Dienste und des Wehrgeldes für den letztern. Dat. Bischofswerder III. Non. Septemb. 1338. Voigt Cod. diplomat. T. V. aro. IV. p. 3.
Kaiser Ludwig IV. beschenkt und belehnt den D. Orden mit ganz Litthauen. 1337 Dat. Monaci XVII. Non. Decembr. anno Dom. 1337. RAsonynski Cod. Litthbuan, p. 42. Cf. Volgt Cod. diplomat. II. p. XXVII.
Der Bischof Berthold von Pomesanien bestimmt für die Bürger und Bauern zu 1338 Gardzey (Garnsee) die von ihrer Feldmark zu leistenden Dienste und Abgaben. Dat. in Nova Curia dominica proxima ante festum S. Mathiae 1338. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. V. 5. 4.
Demetrius Dedko, Hauptmann der Russischen Provinz Gallicien, verspricht den 1341 nach Lemberg Handel treibenden Kaufleuten aus Thorn völlige Sicherheit und freies Besitzihum bei ihrer dortigen Niederlassung.
Dat. in Lemburg a, (1341).
Voigt Cod. diplom. T. v. aro. VI. p. 8.
Der Bischof Johannes von Samland verleiht seinem Dolmetscher Heinrich für 1343 geleistete Dienste drei Huben Landes bei Medenau und bestimmt dessen Verpflich- tungen und Gerechtsame.
Dat. XIV. Kal. Septembr. 1343.
Voigt Cod. diplom. T. V. oro. IX. p. 7.
ERBE „|
1343 Der Bischof Hermann und des Domlimpitel von Krmland überweisen ihrer Cathe- dral-Kirche zu ihren Bau das Dorf Santock mit allen dessen Kinkünften und Rechten. Dat. Wormdit die penultima Mensis Octobr. 1343. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. VII. p. 6. N 1343 Der Bischof Hermann von Ermland erklärt, wozu nach Uehereinkunft mit seinem Domcapitel die Gesammt - Einkünfte des Capitels für die Domherren verwendet wer- den sollen, Dat. in Frauenburg XII. mensis Novembr. 1343. Voigt Cod. diplom. T. V. uro. VIII. p. 7. 1354 Der Bischof Jacob von Samland begründet das Dorf Gilgenau hei Georgenburg und bestimmt dessen Verpflichtungen und Gerechisame. Dat. Fischhausen ferin V. ebdomade Paschae 1354. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. X. p. 8.
1360 Uebereinkommen der Rathmanne der Alt-Stadt Königsberg mit den Domherren des Samländischen Stifts über die Hofstatt des alten Doms. Dat. 1360. j Hagen, Beschreib. der Domkirche zu Königsberg II. 8. 40. 1363 Der Ritter Jachant von Clement macht bekannt, in welcher Weise der Grosskom-
thar Wolfram von Baldersheim einen zwischen ihm und dem Capitel zu Marienwerder entstandenen Streit wegen einer Mühle in Lamprechtsdorf entschieden habe. Dat. Riesenburg Sonnab. vor Laetare 1363. Voigt Cod. diplom T. V. are. XI. p. 10.
1363 Der Bischof Nicolaus von Pomesanien spricht den Ritter Jachant und dessen Söhne auf Fürbitte einiger Ordensgebietiger von den wegen vernachlässigter Dienste gegen die Kirche verhängten Strafen frei und versichert ihn ‚seines ferneren Schutzes.
Dat. (1363). Voigt Cod. diplom. T. V. oro. XII. p. 11. 8 —
1370 Klagarıikel Englischer Kaufleute üher den ihnen von Prenssen vielfältig zugefüg-
1385 ten Schaden.
Ohne Datun. 1370— 1385. Voigt, Cod. diplom T. V. bro XIII. p. 11.
1370 Der Hochmeister Winrich von Kniprode empfiehlt dem Papst Gregorius XI. den zum Abt des Klosters Pelplin erhobenen Mönch p. zur Bestätigung.
Ohne Dat. (13707) de Voigt: Cod. diplom. T. V. uro. XIV. p. 16.
— XIII —
Der Bischof Nicolaus von Pomesanien bekundet, in welcher Weise sein Streit mit 1371 seinem Domkapitel über die Fischerei im See Teupil ausgeglichen sei. Dat. Marienwerder in die S. Valentini (14. Fehr.) 1371. Voigt Cod. diplom. T. V. are. XV. p. 17.
Papst Gregorius XI. ermahnt den Herzog von Masorien, seinen Unterthanen die 1371 Begünstigung der Litthauer und anderer Ungläubigen gegen den D. Orden streng zu verbieten. Dat. Avinione IX. Kal. Decemhr p. a. I. (1371). Beczyuski Cod Litihuan. p. 43, Voigt Cod. diplomst. III. Nro. CI. 5. 138.
Vollmacht für zwei Visitatoren zur allgemeinen Visitation der Ordenshäuser im 1374 ganzen Orden. Dat. in Marienburg XX die mensis Maji 1371. Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. XVI. p. 18.
Die Rathsherren der Städte Preussens geben den Hansestädten ihre Zustimmung 1375 zur Sendung einer Botschaft an den König von Norwegen in Betreff der Ausgleichung ihres durch ihn erlittenen Schadens.
Dat. Marienburg in die b. Dominici 137%.
Veigt Cod. diplem. T. V. nro. X VII. p. 20.
Notariatsinstrument über die Streitsache zwischen dem Bischof Nicolaus von Po. 1376 mesanien und den Erben des Opezko von Brise in Betreff des Schultheisen-Anıts in Riesenburg.
Dat. Riesenburg IX. die Februar. 1376.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. XVIII. p. 20.
Schreiben des Karwansherrn in Mewe an Peter Romanus von Wencglau, die na- 1377 mentliche Anführung der deutschen Herzoge, Fürsten, Grafen und Ritter enthaltend, welche im vergangenen Jahre am Feldzuge in Preussen Theil genommen haben.
Dat. in Mewa in vigilin Epiphaniae s. a. (13779)
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XtX. p. 22. Handfeste der Stadt Danzig, vom HM. Winrich von Kniprode erneuert. 1378
Dat. Marienburg am T. Processi und Martiniani 1378. |
Preuss. BammlL I. Al., ’
Geleitsbrief des Herzogs Albrecht von Meklenburg für die zur Tagfahrt nach Lü- 1378 beck ziehenden Rathsleute und Sendboten aus Preussen und Liefland.
Dat. ipso die Dionysii 1378. Voigt Cod. diplom. T. V. bro. XX. p. 22.
— XIV —
1380 Der Hochmeister Winrich von Kniprode ersucht einen Bischof, dass auch in sei- nem Gebiete gleiches Landmanss gehalten werde.
Dat. in Marienburg am Dienstag vor Thomae (1380). Voigt Cod. diplom. T. V. sro. XXI. p. 23.
1381 Der Cardinal Pileus wiederruft und annullirt alle seine gegen die Bischöfe in Preussen erhobenen Streitigkeiten in Betreff der Procurationen und verspricht, sie nicht ferner zu belästigen.
Dat. Pragae VI. Kal. Januar. 1381. Voigt Cod. diplom. T. V. are. XXII. p. B. 1381 Fundation der Königsbergischen Caihedral-Schule. Dat. am T. Nativitat. Mariae 1381. Erläut. Preuss. B. III. 353. 8. Cod. diplom. Pruss. T. III. Regest. p. XXIV. 1382 Visitationsbrief des HM. Konrad Zölner von Rotenstein zur Visitation der Ordens- 1350 häuser in Preussen. Ohne Datum (1382— 1390). Voigt Cod. diplom. T. V. oro. XXIII. p. 21.
1383 Die Lübecker melden dem Rath von Danzig, dass der König von Schweden den Kaufmann der Hanse seiner Freiheiten zu berauben suche und bitten um sein Gut- achten wegen der gegen ihn zu ergreifenden Manssregeln.
Dat. die s. Margarethae 1383, = Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XXIV. p. 23.
1384 Der Bischof Heinrich und das Domkapitel von Ermland bestimmen, wie es unter den Domherren mit Abhaltung des Gottesdienstes, mit den von ihnen zu leistenden Beisteuern zu kirchlichen Zwecken, mit der Zahl der Vicare u. s. w. gehalten wer- den solle.
Dat. apud ecclesiam Warmiensem XIII. die mensis Januar. 1384. Voigt Cod. diplom. T. V. gro. XXVI. p. 27.
1384 Der HM. Konrad Zölner von Rotenstein erneuert den Prediger-Mönchen zu Dan-
zig das ihnen vom HM. Heinrich Dusemer von Arfberg verliehene Privilegium. Dat. Danzig Dienst. vor Fastnacht 1381. Preuss. Samml. I. S. 432— 436.
{384 Herzog Warzislaw von Stettin ersucht die Rathsherren von Danzig, den Hoch- meister zu bewegen, seinen Unterthanen in dem ihnen zugefügten Unrecht Recht wi- derfahren zu lassen. ;
Dat. in castro Rugenwalde in dominica Estomihi (1384), Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XXV. p. 26.
BR . TE
Der Hochmeister trägt dem Hauskomthur 20 Danzig nuf, einige Streitsachen zwi- 1384 schen dem Rath von Danzig und einigen Frauen nach Laut eines ihm übersandten Briefs der Rathsmänner za Kulm auszugleichen.
Dat. Althaus Montag nach division. Apostol. 1384.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. XXVII. p. 20.
König Richard II. von England ersucht den Hochmeister um Aufhebung der Ver- 1385 ordnung, nach welcher die Engländer ihre Tuche und andere Handelswaren statt nach Danzig nach Elbing zum Verkauf hringen sollten.
Dat. apud Palatium Westmonasterii X. die mensis Februar. 1386.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. XXVIII. p. 31.
Rede der Gesandten Konrads Zölner v. Rotenstein an Känig Richard II. Sie 1385 erinnern an die alten Freundschaftsbeziehungen zwischen dem Orden und England besonders unter Eduard III., beschweren sich über die Belästigung der preussischen Kaufleute in England, in Folge deren der Hochmeister Beschlag auf englische Waa- ren gelegt und die Verhaftung der englischen Kaufleute in Preussen verfügt hat. Sie schlagen dem Könige vor, dass er gegen Freilassung der Letzteren den Beschwerden der preussischen Kaufleute Abhülfe gewähre.
Ohne Zeitbestimmung.
Haklayt pag. 148130.
Beschwerden der Sendboten des Königs Richard von England über den Handels- 1385 verkehr Englischer Kaufleute in Preussen. Ohne Datum 13857) Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XXIX. p. 32.
Präliminarien eines Handelstraciats zwischen England und Preussen und Angabe 1385 der Beschwerden der Engländer über Handelsbedrückungen von Seiten des Hochmei- sters und der Stadt Danzig.
Ohne Datum (13857)
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XXX. p. 34.
Präliminar-Artikel zum Abschluss eines Handelsvertrags zwischen dem König von 1385 England und dem IIochmeister in Preussen. Ohne Datum (13857) Voigt Cod. diplomat. T. v. uro. X XXI. p. 36.
— XVI —
1386 Die Sendhuten Gerhard von Thorn und Heinrich Hitfeld siatıen den Rathsherren der Städte in Preussen Bericht ub von ihrer Sendung nach Lübeck. Dat. Lübeck am Montag nach Qussimodogen. 1386. Voigt Cod. diplomet. T. V. nro. XXXII. p. 28.
1386 König Richard II. von England antwortet dem Hochmeister Konrad Zölner in Folge der an ihn abgefertigten Gesandtschaft in Betreff der gegenseitigen Handels- beschwerden ihrer Untertbanen.
Ohne Datum (1386). Voigt Cod. diplomat. T. V. aro. XXXIII. p. 40.
1388 Der Rath von Danzig ersucht den Rath des Känigs Richard II. von England da- (1389) hin zu wirken, dass den Danziger Kaufleuten der von Engländern zugefügte Schaden ersetzt und ein freandliches Handelsverhältniss wieder hergestellt werde. Obne Datum (1388?) Veigs Cod. diplomat. T. V. are. XXXIV. p. 42.
1389 Der Hochmeister ersucht die Hansestädte Lübeck, Rostock, Wismar u. a., mit dem Herzog Philipp von Burgund zum Besten des Handelsverkehrs eine friedliche Ausgleichung zu bewirken.
Dat. Stum ipso die Philippi et Jacobi (1389). Voigt Cod. diptomat. T. V. nro. XXXVIII. p. 47.
1389 Der Hochmeister meldet dem Herzog von Burgund, er werde sich in den ihm mitgetheilten, den gemeinen Kaufmann der Hanse betreffenden bankien nach den von den Hansestädten zu erwartenden Bestimmungen verhalıen.
Dat. Sıumis prima Maji (1389). Voigı Cod. diplomat. T. V. nro XXXVIII. p. 46.
1389 Der HM Konrad Zölner von Rotenste in erlauhı den Prediger-Mönchen zu Dan- zig einen Thurm zu bauen. Dat. Danzig am Domin. nach Cantate 1389. Preuss. Samml. I. 8. 329-330,
1389 Der Hochmeister erhietet sich dem Herzog von Stolpe, ihm in ihrer Streitsache durch schiedsrichterlichen Spruch Recht widerfahren zu lassen, weshalb er nicht nöthig habe, vor Fürsten über ihn zu klagen.
Dat. Slochau Montag nach Jacohi (1389). Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. XLI. p. 30.
— XVII —
Der Hochmeister meldet dem Herzog von Geldern, wie es mit der Abfübrung der 1389 Gefangenen gen Falkenburg gehalten werden möchte, im Fall er von seiner Gefangen- schaft nicht befreit werde.
Dat. Schweiz am T. S. Sixti (1389).
Voigt Cod. diplom. T. V. are. XLII. p. 81.
Bürgermeister und Rath der Stadt Kampen beschweren sich beim Hochmeister, 1389 dass man in einigen seiner Städte von ihren Mitbürgern widerrechtlich Pfundgeld gefordert habe und bitten um Wiedererstattung desselben und um Abstellung solches Missbrauchs.
Dat. am letzten Juli (1389).
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XLIV. p. 33.
Die Herzoge Wartislav und Bogislav von Stettin beschweren sich über den plötz- 1389 lichen Einfall eines Ordensheeres in ihr Land, die verübten Verheerungen und fordern den Rath zu Danzig zum Einlager nach Stargard anf. Dat. Treptow am Tage nach Mathäi (1389). Voigt Cod. diplomar. T. V. are. XXXV. p. 44.
Der Hochmeister versichert der Königin von Norwegen seine freundschaftliche und 1389 friedliche Gesinnung und bittet sie, zu bewirken, dass das seinen Schaffern und Unter- ıhanen genommene Gut wieder erstattet werde.
Dat. Brathian Donnerstag nach Mathaei (1389 oder 1390).
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XL. p. EN.
Der Rath von Danzig antwortet dem Herzog von Stettin in Betreff seiner an ihn 1389 erlassenen Aufforderung zum Einlager in Stargard.
Dat. Sonntag vor Simon und Jada (1389)
Voigt Cod. diplomat. T. V. sro. XXXVI. p. 43.
Bericht an die Stadt Kampen, dass ihren Kaufleuten der Handel nach Preussen (389 unter Beobachtnng der von den Seestädten getroffenen Anordnung gestattet sein solle.
O. D. (1389).
Voigt Cod. diplomat. T. V. pre. XLIII. p. 9.
Beschlüsse der Rathsmänner der Städte Preussens in Betreff der Verhandlungen 1389
mit den Flamländern, mit den Russen wegen des Pfnndgeldes. 1389. Voigt Cod. diplomat. T. v. aro. XXXIX. p. 48.
Antwort des Ordens - Statthalter an den Herzog Johann von Görlitz und dessen 1390 Gesuch wegen Hülfeleistung in einem Krieg mit Polen.
Dat. Stumis proxima ferie VI. post Aegidii (1390).
Voigt Ced. diplomet. T. V. aro, XLV. y. 54.
— XVII —
1391 Friedens-Verhandlung zwischen den bevollmächtigten Unterhändlern des D. Or- dens und denen des Königs von Polen zu Marienburg.
Dat. Marienburg prox. die Sabbati post festum b. Ambrosii 1391. Rackyaski Cod. Lichuan. p. 76. Voigt Cel. dipiom. IV. gro. XCL p. 120.
1391 Sandiwogius, Palatinus von Kalisch und andere Grossen Polens erklären, dass zwischen dem Könige von Polen und dem . Orden zu Marienburg ein Friede ab- geschlossen sei,
Dat. in enstro Marienburg sabate post corp. Christi 131. Raezyaskı Cod. L.iıhnan. p. 73.
1391 Der Ritter Wysel Zambor und sein Bruder Heinrich Zambor bekennen, vom Hoch- meister von Wallenrod 100 Schock Böhm. Groschen geliehen zu haben und verspre- ehen deren Rückzahlung binnen zwei Jahren.
Dat. Marienburg Montag nach Johannis Bapt. 1891. Voigt Cod. diplomat. T. V. are. XLVI. p. 34.
1391 Vertrag zwischen den englischen und preussischen Gesandten zur wechselseiti- gen Abstellung der Beschwerden über die Bedrückung des Handels in beiden Ländern, bewätigt von König Richard II. und seinem Geheimrathe.
Dat. Westminster, d. 22. Octob. 1391. Hakluyt p. 150-138. 1391 Einige Nachrichten über verschiedene Veränderungen und Begebenheiten beireffend 80 das Domenpitel zu Marienwerder. Ohne Darum. Voigt Cod. diplom. T. V. are. XLVII p. 33.
1392 Die geistlichen und weltlichen Grossen Polens erklären dem Hochmeister und dem Orden in Preussen, dest ihre Bemühungen zur Eintracht und Versöhnung mit ihren Schritten im Dobriner-Land in Widerspruch ständen und senden zu weitern Verhand- lungen einen Bevollmächtigten.
Dat. Peircovie die b. Stanislai martyr. 1392. Raczynski Cod. Lithuae. p. 79. Voigt Cod. diplomat. IV. nro. CXI. p. 189.
1393 Schiedsspruch über den Streit zwischen dem Domespitel zu Pomesanien und dem Rath und der Gemeinde zu Marienwerder wegen einiger Punkte der Handſeste der Stadt.
Dat. Marienwerder XIII. die mensis Januar. 1393, Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XI. VIII. pag. 37.
— Zi 4
Der Bischof Johannes von Pomesanien bestätigt dem Domkapitel zu Marienwer- 1393 der das Besitzrecht über eine dem letstern durch Schiedsrichter zuerkannte Hafstäte an der Kathedralkirche. Dat. Riesenburg proxima feria VI. ante purifient. Mariae 1393. Voigt Cod. diplomat. T. V. are. XI IX. p. 61. N
Notariats-Instrument über die Unterredung des Hochmeisters Konrad von Wallen- 1393 rod mit dem päpstlichen Legaten Bischof Johannes von Messina in Betreff der Ahreise des erstern von dem Verhandlungstage zu Thors. Dat. Thora XVII. mensis Maji 1393. Voigt Cod. diplom. T. V. pre. L. p. 61.
König Wladislav von Polen nimmt den vom päpstl. Nuntius bestimmten Termin 1393 und Ort zur Friedensunterhandlung mit dem Hochmeister und dem Meister von Liv- land während eines Waffenstillstands von 4 Wochen an. Dat. Posnaniae ferin III. post dominic, Palmar. 1393, Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. I. II. p. 83.
König Wladislaus von Polen erklärt, dass er eine Friedensverhandlung mit dem 1993 Hochmeister an bestimmten Orten annehmen wolle. Dat. Posnaniae feria III. proxima post domi. Palmar. 1303. Recsyneki Cod. Litbuss. p. 80.
Laurenz, Merten und Dirske Koske von Koneschau und von Mutterin verpflichten 1393 sich dem Orden getreu zu sein. Dat. Lemberg am T. der Geburt Marise 1393. Voigt Cod. dipl. T. V. ar. LI. p. G8. Schreiben der Städte Preussens an den Rath von Lübeck und Hamburg in Betreff 1393 einer Gesandtschaft nach Holland in Handelsangelegenheiten. Ohne Datum. (1393). Voigt Cod. diplom. T. v. are. LIII. p. 64. Vorschrifi des Hochmeisters, wie die Einwohner des Dorfs Wolz die Damme und 1394 Haupte im Werder machen und in Stand halten sollen. Dat. Graudenz in vigilia purificat. Marise 1394, Voigı Cod. dipl. T. v. nro. LIV. p. 65. Bericht des Deutsehmeisters Johann von Ketse über die Beschaffenheit der deut- 1394 schen Ordens-Balleien in Folge einer von ihm angeordneten Visitation derselben. Dat. Brotfelden Montag nach Jadiea 1394,
Voigt Cod. diplomat. T. V. nre, LV. p. 66. c
5
1394 Vertrag zwischen dem Herzog Johann von Meklenburg und den Städten Rostock
and Wismar und dem Hochmeister Konrad von Jungingen. Dat. Rostock am T. Johannis des Täufers 1394. Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. LVI. p. 68
1394 Der HM. Konrad von Jungingen dankt dem Herzog Philipp für den ihm zugesand- ten Wein und für die ihm geschickten Bogenschützen, und meldet ihm, wie es mit der Kriegsfahrt künftiges Jahr stehe.
Dat, Marienburg 20. Octbr. (1394). Voigt Cod. diplom. T. V. oro. I. VII. p. 70.
1394 Der HM. Konrad von Jungingen fordert den Herzog Wartislav den Jüngern. von Stolpe auf, seine nach Dänemark bestimmten Sendboten, die er gefangen genommen, frei zu lassen.
Dat. Montau am T. Martini (1394). Voigt Cod. diplomat. T. v. nro. LVIII. p. 71.
1394 Der Bischof Johannes von Pomesanien thut an den Bürger Heinrich Fuchs aus Marienwerder ein Ackerstück zu Garten auf Zinsleistung aus.
Dat. Riesenburg Freitag vor Luciä 1394. Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. LIX. p. 73
1394 Der Hochmeister verspricht dem Markgrafen Jobst von Mähren, die ihm vom Her- zog Johann von Görlitz zum Verkauf oder Pfand angebotene Neumark nicht annehmen zu wollen.
Dai. Marienburg Donnerstag vor Barbara 1394. Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LX. p. 72
1395 Der Hochmeister erklärt dem Herzog Wladislav von Oppeln, dass er sich auf den
Ankauf des Dobriner Landes nicht einlassen könne. Dat. Marienhurg am T. Stanislai 1395. Voigt Cod. diplom. T. v. nro. LX XVI. p. 93.
1395 Der Hochmeister rechtfertigt sich gegen den Herzog Barnim von Stettin, wegen der neuen Besetzung des erzbischöflichen Stuhls zu Riga.
Dat. Marienburg am Dienstag nach Palmar. 1393. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. LXXIX. p. 98.
1395 Der Hochmeister erklärt sich gegen den Herzog Ruprecht von Baiern zur Wider-
legung falscher Angaben über sein und des Ordens Verhältniss zum Erzstift Riga. Dat. Marienburg Donnerstag vor Ostern 1395. Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXXXI. p. 100.
— EA —
Der Hochmeister theilt dem: Herzog Stephan von Baiern mit, wie es sich mit der 1395 Ernennung des neuen Erzbischofs von Riga durch den Papst verhalte. Dat. Marienburg Donnerstag vor Ostern 1305. Voigt Cos. diplom. T. V. pro. I. XXVIII. p. 9.
Der Hochmeister verweist es dem Bischof von Hildesheim, dass er den Orden 1395 wegen Besetzung der erzbischöflichen Güter des Erzstifts von Riga, ohne genau davon unterrichtet zu sein, am päpstlichen Hofe berüchtige.
Dat. in der Marterwoche 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. sro. LXXV. b. 92.
Vollmacht des Hochmeisters Konrad von Jangingen für die an die Königin Mar- 1395 garethe von Dänemark abgefertigten Gesandten Grafen Albrecht von Schwarzburg und den Grossschäffer von Marienburg. Dat. Marienburg dominica palmar. 1306. im Voigt Cod. dipiom. T. V. are. LXXIV. 5. 91.
Der Hochmeister Konrad von Jungingen dankt der Königin Margarethe von Däne- 1305 mark, für die gütige Aufnahme seiner Gesandten, für die überschiekten Geschenke eines Ringes und Gemäldes und kündigt ihr neue Gesandten an.
Dat. Marienburg dominien palmar, 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. are. LXXIII. p. 900.
Der Bischof Johannes von Pomesanien verleiht allen denen, welche beim Besuch 1395 der Ordenskapellen bei den von ihm genannten Gebeten und Gesängen die Kniee beugen, oder den Kopf senken, einen Ablass von 40 Tagen.
Dat. Marienburg prima die mensis Augusti 1393.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. LXX. p. 87.
Der Hochmeister rechtfertigt sich gegen die Herzoge Barnim und Wartislav von 1395 Stettin in Betreff seines ‚Verhaltens gegen den Herzog Otto von Stettin und den vom Papst ernannten Erzbischof von Riga.
Dat. Marienburg am T. Laurenti 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. LXXVIE. p. n.
Der Hochmeister dankt der Königin Margarethe von Dänemark für die gütige 1395 Aufnahme seiner Gesandten, kündigt ihr eine neue Gesandtschaft an, und sichert allen ihren Unterthanen sicheres Geleit zu.
Dat. Marienburg Sonnt. vor Bartholomäs 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. are. LXXI. v. 88.
—
1395 Der Hochmeister bittet den Papst um die Canonisation der wunderthätigen ver- storbenen Wittwe Dorothea.
Dat, Marienburg XI. die Septembr. 1395. Voigt Cod. diplem. T. V. nro. LXVI. p. Bl.
1395 Der Hochmeister Konrad von Jungingen rühmt dem Papst die Wittwe Dorothea und ersucht ihn um ihre Canonisation.
Dat. Marienburg XI. die Septembr. 1395. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. I. XV. p. 0.
1395 Die Domherren von Pomesanien, Johannes Marienwerder und Johannes Rymann
statten dem Papst Bericht ab über die heil. Dorothea. Dat. 1395. Veigıt Cod. diplom. T. V. nro. LXII. p. 74.
1395 Die Domberren von Pomenanien, Johannes Marienwerder und Johannes Rymann
berichten dem Papst über die Wittwe Dorothea und beantragen ihre Heiligsprechung. Dat. 1395, Voigt Cod. diplom. T. V. oro, LXIII. p. 76.
1395 Erstes Gesuch des Hochmeisters Konrad von Jungingen an den Papst Bonifacius IX. und an das Cordinal- Collegium wegen Heiligsprechang der verstorbenen Wiltwe Dorothea.
Dat. 1396. Voigt Cod. diplom. T. V. are, LXIV. p. 78.
1395 Bericht an den Ordenaprocurstor in Rom über das Leben der verstorbenen Wittwe Dorothea, um beim Papsı deren Heiligsprechung zu bewirken. Ohne Dat. Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXVII. p. 52.
1395 Gesuch einer Anzahl von Doctoren und Magister der freien Künste an den f'ap-t
wegen Heiligsprechung der verstorbenen Dorothea von Marienwerder Ohne Datum. Voigt Cod. diplom T. V. nro. l. XVIII. p. Bi.
1395 Der Bischof Johnunes von Pomesanien investirt anf Bitten seines Kapitels den Rector der Parochial-Kirche zu Holland, Magister Bartholomäus zu einer Vicarie oder einem Beneficium von zehn Mark.
Dat. Marienwerder XV. die Septemhr. 139%. Voigt Cod. diplom. T. V. oro. LXXXII. p. 102.
— XXIII —
Der Hochmeister meldet der Königin Margarethe von Schweden, was von Preus- 1395 sen aus zur Bekämpfung der Seeräuber geschehen werde. Dat. Marienburg Montag nach Barbara 1395. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. LXI. p. 73.
Der Hochmeister Konrad von Jungingen nimmt den Herzog Albrecht III. von 1395 Oesterreich in die Brüderschaft des deutschen Ordens auf.
Dat. Marienburg (Ohne Dat.)
Voigt Cod. diplom. T. V. nre. LXIX. p. 87.
Der Hochmeister fordert den Herzog Wartislav den Jüngern von Stolpe auf, seine 1395 gefangenen Gesandten frei zu lassen, und erbietet sich, ihm Recht zu stehen.
Ohne Datum.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXXII. p. 9.
Der Hochmeister bewilligt dem Herzog von Stolpe, dass dessen Bürgen wegen der 1395 Schuld, die er dem Orden schuldig sei, eine längere Frist zum Elnrelten nach Konitz haben sollten.
Dat. Marienburg. Ohne Dat. (1395).
Voigt Cod. diplom. T. V. „o. LXXX. p. 100.
Uebergabe des Hospitals zum heil, Geist in der Altstadt Königsberg von Seiten 1395 des Samländischen Domkapitels an das Ordensbaus zu Königsberg.
Dat. in der Hauptkirche in Samland im J. 1395.
Hagen, Beschreibung der Domkirche zu Königsberg II. 8. 41.
Entwurf eines Waffenstillstandes zwischen dem Hochmeister und dem Grossfür- 1396 sten Witowd zur Abhaltung eines Verhandlungstages auf der Dobissa. Dat. Auf der Dobissa Freitag nach Jacobi 1396. Veigt Cod. diplom. T. V. nro. LXXXIII. p. 103.
Der Hochmeister bezeugt der Königin von Dänemark, wie leid ihm die feindselige 1396 Behandlung der Kalmarer von Seiten seiner ausgesandten Friedeschiffe thue, und ver- sichert sie, dass sich die Sache genügend aufklären werde.
Dat. Roggenhausen Donnerst. vor Dionysii 1396.
Voigt Cod. dipiom. T. V. nro. I. XXXIV. p. 108.
Bericht des Hochmeisters an den Ordensprocurator in Rom über die feindseligen 1396 Anschläge des Königs von Polen und des Grossfürsten Witowd gegen den Orden und den neuen Erzbischof von Riga.
Dat. Marienburg Dienstag vor Laurentii 1396.
Voigt Cod. dipiom. T. V. nro. LXXXVII. p. 107.
— XXIV —
1396 Bericht über einen Kriegszug des Konthurs von Rhein nach Litthauen, an den Ordensmarschall gerichtet. . Dat. Lötzen Montag vor Natisitat. Maria 1396. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. LXXXVI. p. 106.
1396 Der Hochmeister versichert der Königin von Dänemark, dass alles geschehen werde, um die feindselige Behnndlung der Kalmarer van Seiten der Friedeschiffe gütlich aus- zugleichen.
Dat. Marienburg Sonnab. nach Assunition. Mariä 1396. Voigt Cod. diplom. T. V. uro. X Cl. p. 118.
1396 Der Hochmeister übersendet dem Hauptmann Johann von Wartenberg, Verwal- tungs - Verweser der Neumark, einen Brief an den Adel und die Städte derselben, worin er sie auffordert, ihn gegen etwanige Gewaltthätigkeiten zu schützen.
Dat. Schönsee Montag vor DMathäi 1396. Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXXXIX. p. 113.
1396 Der Hochmeister Konrad von Jungingen fordert die Ordensgebietiger und Ordens brüder in Deutschland zur Aufnahme und zum Gehorsam gegen den von ihm bestätig- ten Deutschmeister Konrad von Eglofstein auf.
Dat. Marienburg Sonntag vor Galli 1396. Voigt Cod. diplom. T. V. ure. LXXXVIII. p. 112.
1396 Der Hochmeister Konrad von Jungingen erlässt dem Deutschmeister Konrad von Eglofstein von der früher dem deutschen Gebiet dargeliebenen Summe von 60,000 Gol- den 50,000 Gulden, 30 dass die Ballei Elsass noch für 10,000 dem Hochmeister ver- pfändet bleibt.
Dat. am Sonntag vor S. Barbara 1396. Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXXXV. p. 108.
1396 Eidesformel für den Grossfürsten Witowd und seine Bojaren. Ohne Datum (1396). Voigt Cod. diplom. T. V. ro. XC. p. 114.
1397 Der Hochmeister giebt dem Ordens-Procurator in Rom Rath, wie er den Orden gegen die Beschwernisse des Papstes zu verwahren sachen solle. Dat. Marienburg Sonntag nach Parificat. Marine 1397. Voigt Cod diplom. T. V. are. XCII. p. 116.
= XXV —
Schreiben des Hochmeisters db den König von Schweden über den Streit des 1397 Ordens mit dem Bischof von Dorpat in Betreff des N nig. af Dat. Marienburg Sonntag vor Valentini 1397. Voigt Cod. diplom. T. v. are. XCIII. p. 118,
Der Hochmeister stellt den Herzogen Johann und Ulrich von Meklenburg vor, 1397 dass sie mit Unrecht dem Orden entsagt hätten. Dat. Marienburg Sonntsg vor Valentini 1397. Veigt Cod. diplom. T. V. ore. XCIV. p. 120.
Papst Bonifacius IX. verleiht allen denen, welche am Festiage Philippi und Ja- 1397 cobi die Kapelle zu Marienburg. an welchen Tage die dortigen Reliquien ausgestellt werden, besuchen, dieselbe Indulgenz, wie denjenigen, welche in der Octava der Him- melfahrt Mariae die Ermländische Kirche (zu Frauenburg) besuchen.
Dat. Romae VII, Idus (Aprilis) p. a. VIIL
Lindenblatt 8. 46.
Der Hochmeister erklärt sich gegen die Königin von Polen, wie er sich in Rück- 1397 sicht des an ihn verpfändeten Dobriner-Landes gegen den Herzog von Oppeln ver- halten werde. I le:
Dat. Marienburg in vigilia Corporis Christi 1397.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XCVi. p. 122.
Der Hochmeister benachrichtigt die Königin Hedwig von Polen, dass er den Herzog 1397 Ladislaus von Oppeln aufgefordert habe, das Dobriner- Land wieder an sich zu nehmen.
Dot. In eastro Marienburg in vigilia Corpor. Christi 1397.
Raczynski Cod. Lithuan. p. 81.
Der Hochmeister erklärt dem Könige von Ungarn seine Geneigtheit zum Frieden 1397 mit dem Könige von Polen und dem Grosafürsten Witowd. Dat. Stargart Donnerstag nach vincula Petri 1397. Voigt Cod. dipiom. T. V. doro. XCV. p. 120.
Der Hochmeister ersucht den Herzog vom Sund, ferner nicht zu gestatten, dass 1397 die Victunlienhräder in seinem Tief und bei seinen Schlössern und Städten Schuiz fünden.
Dat. Marienbarg Mittwoch aach Martini (1397).
Voigt Cod. diplomat. T. V. are. XCVitl. p. 123.
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1397 Der Hochmeister ersucht die Stadt Sund, ferner nicht zu gestatten, dass die See- räuber ihr geraubtes Gut in ihrem Hafen und bei ihr zum Verkauf bringen dürften. Dat. Marienburg Mittwoch nach Martini 1397. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XC VIII. p. 123. 1397 Klage des Hochmeisters an die Kurfürsten über das Verhalten des Königs von Polen gegen den Orden. Dat. Stahm Donnerstag infra octavas Paschae 1397. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XCIX. p. 24. 1397 Der Hochmeister beschwert sich beim Könige von last über die Verletzung der den Kaufleuten aus Preussen zugestandenen Handels-Freiheiten. 3 Marienburg. ferin quintn post festum Urbani 1397. Voigt Cod diplom. Tom. V. nro. C p. 130 1397 Sicherer Geleitsbrief des Hochmeisters für die Königin Hedwig von Polen zu ihrer Reise nach Alt-Leslau. Dat. Bebern, am Pfingst-Abende. 1397. -dsufl m Welgri€od. diplomat.! Tom. V. are, CI. * 131.
1397 Der Hochmeister ersucht den Herzog von Oppeln, den Orden in den an das ihm verpfändere Land Dobrin von der Königin von Polen se. e zu ver- treten. na? *
Dat. Marienburg, Sonnab. nach Corporis Christi. 1397.
Voigt Cod. diptom. P. V. are. CM. p. 132.
1398 Brief Konrads von Jungingen an König Richard von England, worin er die Er- neuerung des zwischen England und dem Orden geschlossenen Vertrages fordert, da wieder grosse Belästigungen der Preussischen Kauflente vorgefallen seien.
Dat. Marienhurg, d. 22. Febr. 1398. Haklugt, T. I. Peg 153-154
1398 Von dem Lande Gotland und der stad Wisby 225 is dem orden zu n Hand
gesaczt ist. - Ohne Dat, j „ Vaigt God. diplom, T, V. ara, ,CHll, 1134. %%
1398 Der Hochmeister kündigt dem Könige Richard ton England den von seinem Vor- gänger mit ihm geschlossenen ante Je adf. Dat. Marienburg, Cathedra Petri 13981 Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CIV. p. 138.
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Herzog Johann von Meklenburg übergiebt dem Deutschen Orden und den von den 1398 Vitalienbrädern beranhten Kaufleuten der Hanse die Stadt Wisby, deren Hafen und die ganze Insel Gotbland zur Führung eines Krieges gegen die Seeräuber unter ge- wissen Bedingungen, . Dat. Wisbue, an dem nächsten guten Freitage vor Ostern 1398. Veigt Cod. diplom. T. V. are, CV. p 139.
Der Hochmeister beschwert zich bei der Königin Hedwig von Polen über die 1398 neuen Belästigungen seiner Kaufleute in Krakau und bittet um freien Handelsverkehr in Polen. Det. Marienburg, Sabbato ante dominicam Quasimodogeniti (1398). Yoigt, Cod, diptem. T. V. uro. CVI. p. 141.
"Waffenstillstand zwischen dem Llochmeister und dem Grossfürsten Witowd von 1398 Litchauen. Dat. Marienburg, Dienstag nach dem Palmtage. 1398. Voigt Cod. dipiom. T. V. nro. CVII. p. 142.
Der Hochmeister bittet den Papst, den Bischof Nieolans von Kulm zu ess 1398 in sein verlassenes Bisthum zurückzukehren. Dat. Marienburg, 13. die Aprilis 1398, Voigt cod. diplom. T. V. aro. CvIII. b. 143.
Der Hochmeister verspricht dem Rath und der Gemeinde von Brügge, ihren Kla- 1398 gen über die Bernsteinsendung des Grossschäffers von Königsberg ahzahelfen. Dat. Marienburg, Donnerstag vor Palmen. (1398). Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CIX. p. 144,
Der Hochmeister stellt dem Rath von Wisby vor, was von Seiten der Stadt an 1398 Beihülfe zu ihrem Besten zur gänzlichen Vertilgung der Seeräuber gescheben müsse. Dat. Mittwoch in den Pfingsbeiligen-Tagen. 1398. Voigt Cod. diplom T. V. nro. CX. p. 14.
Die Königin Margaretha von Schweden ersucht den Hochmeister Konrad von Jun- 1398 gingen, zu bewirken, duss die von den Friedeschiffen bei Gothland festgehaltenen Ritter Andreas Jacobson, Hans Nielesson und mehre Colmarer frei gelassen würden.
Dat. in civitate Upsaliensi erastino S. Petri ad vincula (1398).
Preuss. Lieferung. B. 134.
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1398 Markgraf Jobst von Brandenburg giebt seine Einwilligung zur Verpfändung der Neumark an den Deutschen Orden.
Dat. zu Brunen Sonntag vor dem heil. Anfertage 1398. Gereken Cod. diplowat. Brandenb. V. nro. 136.
1398 Die Königin Margarethe von Dänemark genehmigt and bestätigt den von ihrem Sohn dem Könige Erich von Dänemark den Hansestädten, namentlich auch den Prenssi- schen ertheilten Bestätigungs-Brief über ihre von Königen von Norwegen verliehenen Privilegien.
Dat. Kopenhagen am T. Johennis Bapt. 1308. 8ubm Historie af Danmark XIV. 646-647.
1398 Die Königin Margarethe von Dänemark genehmigt nnd bestätigt den von ihrem Sohn dem Könige Erich von Dänemark den Hangestädten, namentlich auch den Städten Kuli, Thorn, Elbing, Danzig, Königsberg und Braunsherg ertheilien Bestätigungs- Brief über ihre von Königen von Dänemark verliehenen Privilegien.
Dat. Kopenhagen feria IV. post diem Bartholom. 1398. Suhm Historie af Daumark XIV. 614-645.
1398 Die Sendboten von Lübeck, vom Sund und Preussen bezeugen, dass König Erich und die Königin Margarethe von Dänemark den Hansestädten die ihnen von ihren Vorfahren verliehenen Privilegien bestätigt haben, mit Ausnahme Rostocks, Wismars und der übrigen Städte in Meklenburg, nuch Wisbys, bis sich diese mit ihnen aus- geglichen haben würden.
Dat. Am T. decullation. Johannis Bapt. 1398. Suhm Historie af Danmark XIV. 647.
1398 Der Grossfürst Witowd von Littbauen verspricht, dem Hochmeister zum Aufbau zweier Hänser an der Gränze binnen zwei Jahren behülflich zu sein und ihm freie Jagd zu erlauben.
Dat. Kauen Mont. vor S. Galli 1398. Beiträge zur Kunde Preuss. II. 418410.
1398 Rede der Gesandten des Hochmeisters an König Richard II. von England, worin sie an die alten Freundschaftsbeziehungen zwischen dem Orden und England, beson- ders unter Eduard III. erinnern, und sich über die Belästigung der Preussischen Kaufleute in England beschweren, in Folge deren der Hochmeister Beschlag auf Eng- liche Waaren gelegt und die Verhaftung der Englischen Kaufleute in Preussen ver-
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fügt hat. Sie schlagen dem Könige vor, dass er gegen Freilassung der Letzieren den Beschwerden der Preussischen Kaufleute Ahhülle gewähre. Ohne Zeithestimmung. Raktuyt. I. p. 148-150.
Der Hochmeister und der Orden in Preussen un Livland schliessen mit dem 1399 Könige Erich von Dänemark, Schweden und Norwegen ein ewiges Freundschafts-Bünd- nıss und stellen den Unterihanen des nordischen Reichs und des Ordensgebiets den Handel frei. Dat. Marienburg, an S. Johannis Tage des Täufers. 1399. Voigt Cod. diplom. T V. nro. CXI. p. 146
Der Hochmeister verspricht den Bewohnern der Sıadı Wishy alle ihre alten Rechte 1399 und Privilegien bestätigen zu wollen. Dat. Marienburg. Freitag vor Nativitatis Marine. 1399. Voigt Cod. diptom. T. V. gro. CxII. p. 148.
König Albrecht von Schweden und Herzog Johann von Meklenburg verpfünden 1399 dem Hochmeister Konrad von Jungingen und dem Deutschen Orden die Insel Gothländ und die Stadt Wisby für 30,000 Nobeln. Dat. Ziwan, an der heiligen Dreifaltigkeit Tag. 1399. Voigt Cod. diplomat. T. v. nro. CXIII. p. 149.
König Heinrich IV. von England erklärt. wenn die Englischen Kaufleute in Deutsch- 1399 Iand dieselben Rechte als die Deutschen in England haben würden, wenn der Hoch- meister, die Städte Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswalde und deren An- hänger vor dem Tage der Geburt Johannis des Täufers persönlich oder durch Abgeord- nete vor des Königs Rath die Klagen der Englischen Kaufleute beantworten und erle- digen würden, wenn die Hanseaten keinen Fremden an ihren Privilegien Theil neh- men liessen; wenn jeder, der ihre Privilegien beanspruche, durch authentische Briefe beweisen würde; — falls gegen eine dieser Bedingungen verstossen würde, wolle der König den Freibrief der Hansenten für immer aufheben.
Dat. apud Westmonasterium, d. 6. Dechr. 1399.
Ry mer, Foedera. Tom. (Il. p. 172.
Der Bischof Heinrich von Samland verleiht dem Jekil von Wykow zu seiner Ta- 1399 berne nnch drei Hufen Land gegen Zinsleistung. Dat. decima sexta mensis Februnr. 1399.
Voigt Cod. diplom. T. V. ro. CXIV, p. 134.
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1399 Friedensschluss zwischen dem Könige Erich von Dänemark, Schweden und Nor- wegen und dem HM. Konrad von Jungingen und ihren beiderseitigen Landen. Dat. Marienburg am T. S. Johannis des Täuf. 1399.
Kotzebue Gesch, Preussens III. 325-328. (Fehlerbafter Abdruck.) Suhm Historie af Danmark XIV. 648 — 630 mit dem Dat. Kopenbagen die a Egidii 1398. (Vgl. Voigt Geschichte Preues VI. 128.)
N
1399 Aufnahme eines Verhandlungstages zwischen Sendhoten aus Preussen und mehren Hansestädten einer, und den Kalmarern u. a. anderer Seits zur Ausgleichung verschie- dener ohwaltender Streitigkeiten.
Dat. am T. Michaelis 1:99. Sohm Historie af Daumark XIV. 655-655. Voigt Preuss Geschichte VI. 176.
1400 Der Bischof Johannes von Pomesanien beauftragt den Domherrn Gerhard mit der Visitation in mehren Städten und Dörfern, Dat. Riesenburg in crastino s. Mathaei 1400. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXV. p. 154.
1400 Der Bischof Johannes von Pomesanlen bestätigt die Stiftung der Brüderschaft des heil. Leichnams zu Riesenburg. O. D. i Beiträge zur Kunde Preuss. V. 313.
1401 Der Hochmeister meldet dem Herzog von Burgund das hinterlistige und feindselige Benebmen des Grossfürsten Witowd. Dat. Marienburg XXIV die mensis Maii 1401. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXVI. p. 133. 136.
1401 Der König von England ersucht den Hochmeister Konrad von Jungingen, den Arrest, welcher auf die in Preussen weilender Englischen Lieger und Güter gelegt worden, wieder aufzuhehen, weil der Preussische Kauffahrer von den Scholten genom- men und erst später bei den häufig sich wiederholenden Seekämpfen durch Engländer aus der Stadt Lenne den Schoiten wieder abgenommen worden sei.
Dat. in Palatio Regis Westm. 8. Juni 1401, Rymer, Foedera ete. Tom. IV. p. 7. 5
1401 Der Röm. König Wenceslaus genehmigt den durch seinen Bruder König Sigismund geschehenen Verkauf der Städte und ihrer Landgebiete in der Neumark an den D. Orden und verzichtet auf alle seine Ansprüche. Dat. Prag am S. Lorenz-Abend 1401. Baczko Geschichte Preuss. B. II. 39%.
Soldhrief des Maızke Borke Herrn auf Sıramel und des Wilke Manteuffel auf 1401 Colzin bei ihrem dem Deutschen Orden gegen den König von Polen zu leistenden Kriegsdienst.
Dat. Slochow Sonnabend vor S. Laurentii 1401.
Voigt Cad. diplom. T. V. uro. CXX. p. 139-1861.
Schuldbrief des Matzke Borke zu Sıramel und Wilke Nastüffel zu Colzin über 1401 400 Mark an den Hochmeister binnen 10 Jahren zu bezahlen.
Del. Slochow Sonntag vor 3. Laurentii 1401.
Voigt Cod. diplom. T. V. bro. CXIX. y. 138— 130.
. 4
Menning von Wedel zu Meln verpflichtet sich dem HM. Konrad von Jungingen 140“ für den Sold zu dienen, wie er ihn andern seinen Mannen und Dienstpflichtigen im Lande zu Dramburg giebt. Dat. Slochow Sonntag vor S. Laurentii 1401. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXVIII. p. 137.
Der Röm. König Wenceslaus, König von Böhmen, willigt in den von seinem Bru- 1401 der Sigismund, König von Ungarn, vorgenommenen Verkauf der Städte der Neumark an den Deutschen Orden.
Dat. Prag am S. Lorenz-Abend 1401.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. CXVII. p. 156—157. Baczko II. 384.
Gerhard von Dewis und Georg von Wedel verpflichten sich, dem Orden zehn 1401 Jahre gegen. den König von Polen zu dienen.
Dai. Marienburg Donnerst. nach Bartholomäi 1401.
Ledebur Allgem. Archiv für Geschichtekunde Preuss. B. VII. 3. 8. 286.
Gerhard von Dewis und Georg von Wedel verpflichten sich zur Abzahlung einer 1401 vom Orden geliehenen Summe von 200 Schock Böhm. Groschen und zur Kriegshülfe für den Orden auf zehn Jahre gegen Polen.
Dat. Marienburg Donnerstng nach S. Bartholomaei 1401.
Voigt Cod. diplom T. V. uro. CXXI. p. 161—163. Ledebur Allgem. Archiv für die Geschichte des Preuss. Siaats VII. 286—239.
Der Hochmeister meldet dem Papst, dem Cardinal- Collegium, dem Könige von 1401 Frankreich u. a. das verrätherische und feindselige Benehmen des Grossfürsten Witowd gegen den Orden.
Dat. Marienburg III. Septembr. 1401.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXXII. p. 163-165.
— XAXI —
1401 Schreiben des Ordens-Marschalle an den Hochmeister über das Büchsen- Giessen. Unt. Königsberg Donnerst. nach Aller Heilig. 1401. Voigt Geschichte Marienhurgs B. Al. 1401 König Heinrich IV. von England bitter dem HM. Konrad von Jungingen, er möge den Schotten, welche zum Einkauf von Waaren und Vietualien nach Preussen segelten, weder Schutz noch Gunst beweisen.
Dat. Westmonnsterii VII. Decembr. (1401). Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXXIII. p. 1635—168.
1402 Papst Bonifacius IX. übergiebt dem vom Bisthum Kulm zum Bisthum Leslau transſerirten Bischof Johann das Bisthum Kalm zur Verwaltung und empfiehlt ihn dem Orden.
Dat. Romae VII. Cal. Februar. p. a. XIII. Lindenblatt 1464-143
1402 Vertrag zwischen dem Fürsten Boleslaus, anders Switrigal von Litthauen und dem Hochmeister Konrad von Jungingen.
Dat. Marienburg 2. März 1402. Kotzebue Bwierigal S. 164.
1402 Bundesbrief zwischen dem Fürsten Switrigal von Litthauen und dem HM. Konrad
von Jungingen. Dat. Marienburg am II. März 1402. Voigt Cod. diplom. T. V. are. CXXV. p. 157-170.
1402 Switrigal, Fürst von Litthauen, verspricht dem Deutschen Orden Pleskow ab- zutreten.
Dat. in Castro S. Mariae II. die Martii 1402. Voigt Cod. diplom. T. v. gro. CXXIV. p. 106. 1402 Des Herzogs Semovit von Masovien Einlösungs - Brief über das Haus und Gebiet
Weze. Dat. Thorn Sonniag Exurge 1402. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXXVI. p. 170—171ʃ.
1402 Die Ritterschaft aus Dänemark stellt ein Zeugnis aus über den Tod des Königs Olav, Sohn des Königs Hako und erklärt den in Preussen sich aufhaltenden und sich König Olav nennenden Menschen für einen Buben und Verräther.
Dat. Zulversborg 17. Juni 1402. Voigı Cod. dipiom. T. V. uro. CXXVIII. p. 172-173.
%
— XXXIII —
Stibor, vormaliger Woiwode in Siebenbürgen, quittirt dem Hochmeister über ver- 1402 schiedene erhaltene Zahlungen von der Kaufsumme für die Neumark und stellt fest, wie es mit dem Gut Zandek gehalten werden solle. Dat. Marienburg am T. Jacobi 1402. Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXXVIL, p. 171—172.
Huldigungs-Brief der Ritterschaft, des Adels und der Städte der Neumark bei ihrer 1402 Uebergabe an den Deutschen Orden. Dat. Arnswalde am Abend S. Laurentii 1402.
Voigt Cod. diplomat. T. V. nro, CXXIX. p. 174-173. Ludewig Reliqu. Mss. IX. 339. I. edebur Allgem. Archiv u. a. w. VI. 1. G.
Der Bischof Johannes von Lesluu bestätigt die Anordnung des HM. Konrad von 1402 Jungingen in Betreff des Streits zwischen dem Brigitten - Kloster and der St. Katha- rinen-Kirche zu Danzig wegen gewisser Einkünfte.
Dat. in curia Sabkaw die ultima Augusti 1402.
Voigt Cod. diplom. T. V. are, CXXX. p. 175.
Schreiben des Raths von Lübeck an den Hochmeister in Betreff seines Streits mit 1402 der Königin von Dänemark wegen Gothland. Dat. am Tage Aegidii 1402. Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. CXXXI. p. 176.
Verkaufsbrief des Königs Sigismund von Ungarn über die Neumark an den 1402 D. Orden. Dat. Pressburg am S. Michaelis-Tage 1402.
Baozko II. 384— 388, Gercken Cod. diplomst. V. 246,
Der Röm. König Ruprecht erklärt alle von ihm aus Unkunde und Vergessenheit 1402 oder vom König Wenceslaus gegebenen, den Privilegien und Freiheiten des Ordens widerstreitenden Briefe und Begnadigungen für nichtig und kraftlos.
Dat. Nürnberg Freitag am Tage nach Aller Heilig. 1402.
Histor. diplomst. Unterriebt u. 6 w. Nro. 19.
— XXXIV —
1402 Der Hochmeister erklärt dem Markgrafen Wilhelm von Meissen, wie Küstrin in den Ordens Besitz gekommen und dass er zu einer Verbindung mit ihm geneigt sei. Dat. Sıuhm am Montag nach Aller Heiligen 1402. Voigt Cod. diplomat V. uro. CXXXII p. 176.
1402 Der Hochmeister erklärt dem Markgrafen Jobst von Mähren, auf welche Weise der Orden zum Besitz der Neumark gekommen sei und welches Recht er auf Küstrin habe.
Dat. Stuhm am Montag nach Catharinä 1402. Voigt Cod. diptom. V. uro. CXXXIII. p. 178.
1402 Der Hochmeister Konrad von Jungingen bestätigt den Prälaten, Edelleuten und Städten der Neumark ihre Privilegien. Dat. Marienburg am T. des Apostels Johannes 1402.
Gereken Fragments Marchien I. 8. 87. Ludewig Religu. MS. T. IX. p. 561 (mit dem Dat. am 8. Jaoobs-Tage 1402).
1403 Der Hochmeister widerlegt in einem Schreiben an den Herzog von Liegnitz die Klagen des Königs von Polen über ihn und rechtfertigt sein Verhalten gegen diesen. Dat, Marienburg Donnerstag nach Epiphania 1403. Voigt Cod. diplom. V. aro. CXXXIV. p. 179-181.
1403 Rechtfertigung des Hochmeisters gegen die Anklagen des Königes von Polen bei dem Könige von Frankreich und den Reichsfürsten. Dat. In castro S. Mariae 23. April 1403. Voigt Cod. diplom. V. nro. CXXXV. p. 181.
1403 Der Marschall des Woiwoden Stibor von Siebenbürgen quittirt über 18,250 Ung. Gulden, die er vom Grossschäffer des D. Ordens von der Verkaufssumme der Neu- mark erhalten hat.
Dat. Thorn Montag nach Invoenvit 1403. Voigt Cod. diplom. V. nro. CXXXVI. p. 150.
1403 Der Hochmeister Konrad von Jungingen schreibt dem Könige von England, dass er seinem Vorschlage gemäss zar Beilegung der auf der See vorgefallenen Beschädi- gungen Preussischer Kaufleute durch Engländer bevollmächtigte Gesandte an ihn sen-
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den werde, in der Hoffnung dass der König die gerechten Klagen der Preussischen Kaufleute erhören werde. Dat. Marienburg, den 16. Juni 1403. Itymer Foed. IV. p. 46.
Der Röm. König Ruprecht bestätigt dem D. Orden alle seine Privilegien, Frei- 1403 heiten und Rechte und vermehrt dieselben mit mehren neuen Begnadigungen. Dat. Heidelberg Sonnt. nach Mariä Himmelfahrt 1403.
Histor. diplomat, Unterricht u. s. w. Nro. 20.
Vergleich zwischen Konrad von Jungingen und Heinrich IV. von England, abge- 1403 schlossen durch den Lordschatzineister Robs und den Lordkanzler von England, Bischof Heinrich von Lincoln, mit den Preussischen Gesandten Godeck und Monek über die commerciellen Beziehungen beider Länder auf dem Fusse der Reciprocität.
Dat. London, am St. Michaelsiage 1403.
Hakluyt. pag. 157158.
Brief vom Lordkanzler, Schatzmeister und andern Geheimräthen Englands an Kon- 1403 rad von Jungingen über den Abschluss des Vertrages vom St. Michaels-Tag. Dat. London, den 5. October 1403. Hakluyt pag. 138—139.
Der König von England befiehlt dem Vicegrafen von Kent, den am 3. October 1403 zwischen seinen und des Hochmeisters Konrad von Jungingen Abgeordneten geschlosse- nen Verirag, wonach bis zum nächsten Osterfeste die Engländer nach Preussen und die Preussen nach England frei hin- und zurückfahren, auch ihre Güter unbehindert fortführen können, falls sie keinen Handel damit im fremden Lande treiben, sofort in seiner Grafschaft zu publiciren.
Dat. apud Westmonasterium, d. 12. October 1403.
Rymer, Foedera. Tom. IV. p. 57.
Appellation des Hochmeisters Konrad von Jungingen wegen des Befehls des Papsts 1403 Bonifacius IX., keinen Krieg mit den Litthauern zu führen. Dal. In praeurbio castri Marienburg X. Decembr. 1403. Voigt Cod. diplomat. V. bro. CXXXVII. p. 186—192,
König Wladislaw von Polen und Grossfürst Witold von Litthauen beklagen sich 1403 bei dem Römischen Könige Ruprecht, dass der Deutsche Orden seine Feindseligkeiten
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nicht einstelle und sie daher gezwungen wären, ihn mit Krieg zu überziehen. Nach- theiligen Berichten über ihr Verhalten von Seiten des Ordens möge er keinen Glau- ben schenken. Ohne Ort und Jahr. v. d. Hardı, Coaeil. Constant. Tom. III. P 1. p. 8.
1403 Gesandtschafts-Bericht von Joh. Kington und William Esturmy, welche in Preussen 18 und den Hansestädten gereist sind zur Ausgleichung der obschwebenden Streitfragen. Daran schliesst sich ein ähnlicher Bericht über Livland. Aus den Jahren 1403 1406. Haklu yt. peg. 134— 156.
VI.
Peter von Neuenburg vertauſcht mit Otto von Einig ein bei Rügenwalbe liegendes Dorf gegen das Dorf Bandyzin bei Danzig mit allen Gerechtſamen und verpflichtet ihn zum Kriegsdlenſt in Preu⸗ fm — 1315.
In nomine domini omen. Quoniam es que fiunt in tempore per temparis nlapsum a memoria defluunt hominum, nisi en voce testinm ac scripture testimonio perhennentur., Hine est quod nos Petrus de Nuwenburg notum esse cupimus universis presencium in- spectoribus, quia nos communi accedente consentu ac voluntate fratrum nostrorum. vi- delicet. domini Jesconis et Laurencii. Ottoni dicto de Elnitz, villam unam nomine Domazlowicz cırca Ruenwaidis dederam ob sus fidelia servicis. quam sibi dum ibidem inconveniens esset mutavimus cum alia villa nostra circa Danczik sitam, Bandyzin di- etam, quam eternaliter cum suis heredibus libere possidebit cum omni jure ac utilita- tibus que in graniciis predicte hereditatis sunt et fieri possunt. scilicet pratis, paladi- bus, molendinis, mellificiis, piscacionibus, ac simpliciter omnibus proventibus qui sunt et fieri possunt, sicut eam nobis pater noster bone memorie hereditavit, videlicet abs- que epactione porcorum vaccarım et omnium eorum que epactionis nomine extorqueri solent a villis Item omnem questum iudicialem cum malori et minori iudicio sicut sunt vite privacio, membrorum truncacio et quecanque pene fuerint corporales libere inper- petuum possidebit. Tali interiecta condicione, quod idem Otto, nobis de predicta villa, quociens necessitas ingrnerit, super expenens nostras et dampnum cum dextrario serviat falerato, Si vero aliquo dierum domipis nostris terre Pruscie serviremus, tune nos, sicut alii vasalli nostri et homines sequeretur, eciam super expensas nostras et dampnum. Item ad extraneas terras, nisi bons voluerit voluntate, nobis servire minime est astri- etus, et si aliquod dampnum in nostro servicio susceperit, iune nobis zervire non tene- 1
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bitur, nisi sibi prias de eodem dampno fuerit satisfactum, Quod protestamur ista pa- gina nostro sigillo firmiter roborata. Testes autem buius facti sunt Dominus Paulus de Kossow, dominus Kozzemirus, dominus Woyslaus de Rusosyn, milites, Swantike de Beschow, Henrieus de Pene et Jacobus dictus Tasiz. et alii quam plures fidedigni cam quibus hec probabiliter sunt finita, sub anno domini. MCCCXV. in die saneto- rum Viti et Modesti martirum beatorum.
Original⸗Urkunde im Geheim. Archiv Schiebl. XC. Nro. 31.
W II. Schledsſpruch des Biſchofs Johannes von Samland in einer Edebruchsſache.— 1332.
Sententia divortii super adulterio.
In nomine domini amen. Nos frater Johannes dei gracia et apostolice sedis providen- cia Sambiensis Ecclesie Episcopus Judex ordinarius in causa que vertitur inter Petrum sutorem parte ex una et Gesam uxorem ipsius parte ex altera auditis et diligenter exa- minatis hincinde in iudieio productis coram nobis quia constitit et constat per proba- ciones luce clariores et per famam probatam prefatam Gesen fuisse et esse adulteram manifestam et idem P. induci non possit ad reconciliandum sibi uxorem eandem sed ipso cum instancia sentenciam divortii postulante Nos solam deum habentes pre oculis ipsiusque nomine invocato de consilio peritorum inter eos senteneiam divortii qua ad thorum celebramus et ferimus in hiis seriptis utrique eoram continencinm vivente altero indicentes et ne ad secunda vota se transferant nisi altero eoram mortuo prohi- bemus. Datum etc. (1332.)
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Matriculne Vischus. p. XXXII.
WM III.
Der Biſchof Berthold von Pomeſanten befreit die Stadt Gardjen (Garnſee) von Zinsleiſtung, vermehrt ihr ländliches Beſitzthum und begabt fie mit mehren Rechten. — 1334.
In nomine domini Amen. Ab humana memoria negocia mundi facilius elabuntur que nee scripto nee sigillorum robore nee voto testium veridicorum eternantur. Hinc est quod nos frater Bertoldus dei gracia et apostolice sedis providencia Pomezaniensis eccle- sie Episcopus prehabita mera deliberacione cum nostro Capitulo salubreque consilio ac consensu benevolo seu maturo dedimus et volumus Civitati nostre Gardzey vulgariter diete de aliquo libertatis beneficio providere ut per illam libertatem dicta Civitas maio-
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rem tibi attrahat utilitatem et maiore gaudest incremento, que quidem Civitas prius fuerat censualis nune autem eandem Civitatem liberam dimittimas et ab omni censu absolutam universis Civibus ac Incolis Civitatis ibidem damus tradimus et donamus VI mansos pro communi utilitate Civitatis inperpetuum libere tenendos habendos et possi- deudos necnon lacum Civitatem eircumquaqne defluentem et communia paseua pro pe- coribus suis cum Rustieis ville ibidem adiacentis similiter libere possidebunt Insuper unam silvam Ilil® mansos continentem ipsis Civibus liberam deputamus tali siquidem condicione interiecta quod ipsi Cives Civitatis eiusdem de silva iam expressa nobis et ecclesie nostre singulis annis in festo sancti Martini I}, marcas usualis monete necnon VI. denarios de qualibet Curia in Civitate ibidem sita solvere sint astrieti. Damus ita- que predicte Civitati medietatem census de maccellis carnium et baucis panum et suto- rum qui nunc ibi est et in futurum provenire potest, reliquam vero medietatem nobis et ecclesie nostre reservamus. Item medietatem census sinbe balnearis Ci vitatis eiusdem Cives predicti optinebunt, reliquam vero medietatem Scultetus ibidem et sui successo- res legitimi possidebunt. Hee autem omnia et singula Cives predieti Jure Culmensi . perpetuis temporibus possidebunt. In cuius rei testimonium et tutelam pleniorem pre- seutes litteras scribi iussimus et aigilli nostri Capitulique nostri appensionihus fecimus commuuiri Presentibus honorabilibus viris et dominis infrascriptis videlicet domino Jo- hanne de Elbingo preposito domino Alberto de Strasburg decano domino Johanne de Postelin vicepreposito etc. Datum et actum in Castro nostro Merginwerdir sub anno domini 1334 in die sancti Fraucisci confessoris.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pemesan. ecolesise p. XXXVI.
MIV.
Der Biſchof Johannes von Samland deſtätigt den Kauf einiger Huben Landes zwiſchen ben alten Stammpreußen Kariote und Naglande mit Beſtimmung der Dienſte und des Wehrgeldes für den letztern. — 1336.
Ia nomine domini amen. Nos frater Johannes dei gracia et apostolice sedis providen- cia Sambieusis Ecelesie Episcopus recognoscimus tenore presencium et notum facimns omnibus moderni temporis et futari presentem litteram inspecturis. Quod cum Kariote sudowita feodalis Tres uncos cum pratis pascuis et aliis suis pertinenciis ab antiquo liberos ex permutacione olim facta cum Gaudiken feodali et eius heredibus in eampis ville nostre Campayn aliquamdiu pacifice possedisset. Idem Kariote partem dictorum uncorum permutavit cum Pellinen et Nawellen fratribus de Sabenow aliquam partem 1*
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diotorum uncorum sibi reservando. Naglande vere quondam Camerarius in Girmow cum suis filiis Nicolao et Hertwico predictos tres ancos cum pratis paseuis et ommibes suis pertineneiis de consensu et bona voluntate nostra pro parata pecania a prefatis Ka- rioten. Pellinen et Nawellen ae eorum haredibus iustis empeionis et vendicionis inter- venientibus titulls comparavit. Nos iıague recepta resignaciune dietorum bonorum a dietis Karioten. Pellinen et Nawellen pro se et eorum heredibus libere in manibus no- stris facta empeionem huiusmodi ratam habentes approbavimus meniorates tres uncos eum pratis pascuis et aliis suis pertineneiis sicut predietus Kariote ex permutaeione premissa hactenus eosdem uocos possederat, memorato Naglanden et suis filiis Nicolan et Hertwiee ac eorum heredibus contulimus et presentibus conferimus a deeimis et allis honeribus (sic) rusticalibus liberen perpetuo possidendos. Ita sane quod idem Naglande et aui filii predicti et eorum heredes de bonis iam dictis cum equo et arınis secundum terre consuetudinem, ad edificacionemque novoram castrorum seu municionum quandoeungue requisiti fueriot nobis et nostris successoribas servire fideliter tenen ntur. In recagnicio- nem quoque dominii unum tnlentum cere quod vulgariter dieitur Matephunt et unum denarium coloniensem aut quinque denarios prutehicales singulis annis in festo sancti Martini presentare nobis et nostris successoribus sint astrieti. Concedimus eciam ex speciali gracia et donamus Nicolao et Hertwico filiis Naglanden predictis et eorum heredibus. si forte quod absit aliquem ipsorum oceidi vel alium occeidere continge- ret, qaod huiusmodi iudicium ad triginta marcas denariorum usualiam se extendat. In enius rei testimonium presentem dedimus litteram sigilli nostri appensione munitam. presentibus fratre Johanne et fratre Helmico canonicis nostris fratre Johanne de Rin- kemberg advocato nostro fratre Johanne Bohemo socio eius Johanne notario Curie no- stre et aliis fide dignis. Datum in eastro nostro Bischoveshusen IiI. nonss Septembris anno domini MCCCXXXV.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiss. Matric. Vischus. p. XL.
MV.
Der Biſchof Berthold von Pomeſanien beſtimmt für die Bürger und Bauern zu Gardzey (Garnſet) die von ihrer Feldmark zu leiſtenden Dienſte und Abgaben. — 1338.
Neverint universi presentes litteras inspeeturi Quod nos frater Bertoldus dei graein ei apostolice sedis providencia Episcopus Ecclesie Pomezan., post varias et certas agri- mensuras inter nos et dilectos Cives et Rusticos nostres in Gardzey habitas tandem concorditer una cum ipsis convenimus quod ia universo habent ia suis graniciis CX XIII
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mansos de quorum quolibet nobis ac successoribur nostris XV scotos denarioram usua- um in festo beati Martini annis singulis nomine oensus solvere tenehantur et qui (?) in dictis CXXIII manais aliqni mansi inveniuntur modice ntilitatis propter quod volentes prefatis Civibns ac Rusticis nostris pro aliquali saltim consolacione et recompenta spe- cinlis favoris ac henevolencie graciam exhibere, ipsis gratiose concedimus, ut exaccio- nes vecturas labores et alla onera que bonis nostris impunere consuevimus censualibus de C tantum mansis sabire teneantur Residuos mansos supradictos ab omni exaccionis Inboris vecturarum onere favorabiliter absolutos volumus esse ut plebano qui pro tem- pore fnerit memorati Cives ac Rustici nostri de C mansis tantummodo missales anno- nas solvere teneantar. In quorum omninm testimonium et certitudinen pleniorem pre- sentes eis dedimus litteras sigilli uostri sppensione roboratas. Datum in Nova Curia nostra anno domini 1338 dominica proxima ante festum sancti Mathie apostoli Presen- tibas Religiosis et honorabilibus viris fratribus nostris Heurico Ernesti Advocato Nieo- lao vicecommendatore insule sancte Marie Domino Nicolao de Ottula Milite Tyle- nıanno de Krikussyn feudalihns nostris Domino Henrico viceplebano ac Wernhero pro- consule et communitate consulum de Gardzey et aliis quampluribus testibns fidedignis.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privllegla Pomesan. eoolesie p. XX XVI.
N VI.
Demetrius Dedko, Hauptmann der Ruſſiſchen Provinz Galllelen verſpricht den nach Lemberg Handel trei⸗ benden Kaufleuten aus Thorn völlige Sicherheit und freies Beſitzthum bei ihrer dortigen Nleder⸗ laſſung. — 1341
— viris ac fidedignis. Proconsulibus. Consulibus. Mercatoribus, totique communitati in Thorun existentibus Demetrius, Dedko, provisor. ceu Capitanens terre Ras ie, salu- tem in domino sempiternam. Viri pacifici quouiam ipsi possidebunt terram, huius sacri eloquii grande misterium attendentes discordiam a dyabolica suggestione seminatam in- ter dominum Kazimirum Regem Polonie et nos ex inspiracione almi pneumatis poster- gantes temptatorem humannm concordie inivimus, Eatenus scire volumus universos ter- ram Rusie visitare eupientes. quod secnndum iura nostrorum predecessorum cum mer- cimoniis neminem pertimescentes, Lemburgum secure poterint subiutrare. Qui vero ad conımansionem ibidem venire proposuerint. hereditatem liberam concedimus et donamus prout pristini exaccionem nobis annnatim neenon alia inra solum sint tribuentes, Dampna vero post obitum domini uostri felicis memorie Dneis Rusie qnicunque Lembnrgensibus intulerunt duntaxat excipimus litteris in aliis et in istis. In signum autem huius com-
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promisslonis. et ut fides nobis poterit adbiberi. banc paginam nostro munimine iussimus roborari. Datum in Lemburg. anno in presenti. (1341.)
Original mit dem eingebrüdten Siegel im Geh. Archiv Schiebl. 88. Nro. 13- Voigt B. Iv. S. 580.
W VII.
Der Biſchof Hermann und das Domcapitel von Ermland überweiſen ihrer Kathedral⸗Kirche zu ihtem Bau das Dorf Santock mit allen deſſen Einkünften und Rechten. — 1343.
In nomine domini Amen. Ad perpetuam rei memoriam Noverint universi presentem litteram inspecturi Quod anno domini Millesimo CCCXLIII. die penultima Mensis Oc- tobris Nos Hermannus dei gracia Episcopus Johnnnes prepositus Johannes decanus Jo- hannes Custos Nicolaus Cantar totumque capitulum ecclesie Warmiensis, ad honorem dei et Salvatoris domini nostri ihesu christi et gloriose virginis marie matris eius, do- navimus fabrice nostre ecclesie kathedralis et ipsi Ecclesie de bonis nostris communi- bus villam sancti Jodoci*) cum sexaginta mansis ad eandem villam pertinentibus cum jadiciis maioribus et minoribus ad collum et ad manum se extendentibus jure Culmensi cum omni utilitate et nsu fructu pratis. pascuis. silvis. rubetis agris cultis et incultis aquarum decursionibus molendinis construendis piscacionibus cum omni genere recium in bonis supradicıis venacionibus, ita quod omnia supradicta predicte fabrice libere per- petuo contulimus possidenda, Volumus autem ut dominus custos qui pro tempore fuerit ex quo provisor predicie fabrice nostre Ecelesie kathedralis censetur, habeat in dieta villa ius patronatus Cui eciam gubernacionem dicte ville quoad utilitatem predicte fa- brice et ecclesie commisimus Iia tamen ut in premissa gubernacione et census dispen- sacione nosiri Capituli consilium requiratur. In signum autem recognicionis dominii dietus Custos nomine predicte fabrice et Ecclesie unum Talentum cere duarunı mar- carum ponderis quod vulgariter Marchphunt dicitur et unum Coloniensem denarium vel sex Culmenses semper in festo beati Martini singulis annis Nobis et nostris successo- ribas tenebitur erogare et rustici ac Incole predictorum mansornm ad serviendum uili- ıati terre debeant esse obligati quemadmodum nostri in villis nostris videlicet eeclesie et Capituli rustici commorantes In quorum omnium memoriam et certitudinem ae robur perpetue firmitatis presentes litteras appensione sigillorum videlicet Episcopalis et Ca- pituli Warmiensis duximus roborandas Datum Wurmdit Anno Mense et die supradictis.
Abſchrift im Diplomatar. Warmien. p. 38 im Geh. Archiv Schiebl. LI. Nra. 54.
) Santop am Rand geſchrieben.
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M VIII.
Der Biſchof Hermann von Ermland erklärt, wozu nach Uebereintunft mit feinem Domcapltel die Ge ſammt⸗Einkünfte des Capltels für die Domherren verwendet werden follen. — 1343.
In nomine domini Amen. Nos Hermanus dei et apostolice sedis gracia Episcopus Warmieusis Notum esse volumus unirersis preseutem litteram inspecturis, Quod Anue domini Me CCC' XLIII XII die mensis Novembris in Vronuenburg per venerabiles fratres nostros domiuos Preposiium decanum, Custodem Cantorem, ac ceteros canoni- cos Warmiense Capitulum celebrantes Previo nostro cousilio et asseusn diligeuti trac- tatu et deliberacioue prehabitis, fuit per eos uuanimiter ordiuatum, ut bona que sin- gulariter dicuntur communia capituli Warmiensia, videlicet pecuuia custodialis anuona deeimalis scilicet de uncis Pruthenorum et de aratris theutunicorum et de aunonis mo- leudinorum proveuieucia deservient tautummodo dominis Canonicis residentibus pro rata iemporis quo quilibet resederit ant residens debuerit reputari utputa si aliquis causa infirmitalis ad medicos vel ad aerem sibi congruum seu ad sacre theologie aut sacro- ram canouum vel alind oportunum studium, seu peregrinacionis iutuitu ad limina sancto- rum aut pro commuui utilitate ecclesie ad romanam curiam, seu aliter se coutulerit, vel prout de iure commuui competit in Curia Episcopali servierit, aut pro necessitati- bus Episcopalis meuse vel capituli absens fuerit seu inteuderit Sic tamen ut in quoli- bet premissorum vel aliorum casuum denuo in capitulo Episcopalis liceneia requiratar ac eciam habeatnr Nos autem Hermanuus Episcopus prenotatus prefatam ordinacionem deuuo in capitulo nobiscum in Wurmdit secundo die mensis decembris cum nostris fratribus sollemniter celebrato, coram uobis et eis repetitis vicibus lectam et unanimi- ier per fratres nostros omnes et singulos approbatam, eciam nos gratam habeutes et bonam tamquam iustam et canonicam approbavimus coufirmautes et uus cum eis in Statutum perpetuum redigentes Acıa sunt hec Anno mensibus et diebus ac locis prout supra Presentibus appensione sigillorum nostrorum in testimonium roboratis.
Abſchrift im Diplomatar. Warmien. p. 35 im Geh. Archld Schiebl. LI. Nro. 54.
NIX. Der Biſchof Johannes von Samland verleiht feinem Dolmetſcher Heinrich für geleiſtete Dienſte drei Ha⸗ ben Landes bei Medenau und beſtimmt deſſen Verpflichtungen und Gerechtſame. — 1343.
In nomine domiui amen. Nos frater Johannes dei gratia et apostolice sedis providencia Sambiensis Episcopus tenore preseneium recognoscimus et notum facimus omnibus pre-
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sentibus et futuris hanc litteram insperturis quod tres ancos ab antiquo liberos ad nos et Ecclesiam nostram legitime devolutos in territorio nostro Medenow in campo Pa- labiten siios a decimis et aliis quibuslibet oneribus rusticalibus liberos cum pratis pas- cuis nemorihus et aliis suis pertinenciis neenon iudiciis maloribus et minoribus que in bonis eisdem ab eorum incolis contingunt. Henrico interpreti nostro et suis heredibus propter sua servicia nobis et advocatis nostris iamdadum exhibita et inantea domino volente devocius exhibenda contulimus et donavimur et tenore presencium conferimus et donamus lihere ac pacifice perpetuo possidendos. Ita sane quod idem Henricus et sul heredes de eisdem tribus ancis cum equo et armis secundum terre consuetudinem ad expediciones et terre defensiones et ad edificaciones castrorum sen municionum quanto- cunque requisiti fuerint nobis ei Ecclesie nostre serrire fideliter tenenntur. In recog- nieionem quoque dominii unam lihram cere que marcphunt nominatur et unum dena- rium coloniensem aut pro eo quinque denarios pratenicales singulis annis in festo beati martini nobis nostrisque successoribus dare et exhibere perpetuo sunt astrieti. Eo eciam adiecto. si ipsum henricum aut aliquem de suis heredibus occidi contingeret quod absit quod extune hulusmodi indiefum secundum communem consuetudinem feodalium terre simile ius habencium firmiter observetur. Concedimus insuper eidem henrico ex gracia speciali, ut si ipsum sine heredibus ab hae luce decedere contingeret. extunc Metza eius coniux legitima dietos tres uncos libere possideat temporibus vite sue et ipsa de- functa sine heredibus a prefato henrico procreatis, memorati tres unci cum suis pertineneiis ad nostram Eeclesiam lihere revertentur. In quorum omnium testimoniam presentem dedimus litteram nostri sigilli appensione munitam. Datum XIIII. Kal. Septembris anno domini Me. CCC“. XLIII'. presentibus fratre Johanne et fratre Helmico Canoni- cis nostris. fratre Johanne de Lonsteyn ndvocatn nostro fratre Alberto de Queravord soein suo. Johanne notario nostro et aliis fide dignis.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Matriculae Vischusianae p. LIX. Voigt B. Iv. S. 507.
MX. Der Biſchof Jacob von Samland begründet das Dorf Gilgenau bei Georgenburg und deſtimmt deſſen Verpflichtungen und Gerechtſame. — 1364 Ir nomine domini amen. Cum hominum acta in oblivionem transire videantur conti-
nue si non seripto prohorumque testimonio virorum ad perpetuam rei memoriam ſuerint stabilita, Kapropter nos frater Jacobug dei et apestolice sedis gracia Episcopus Ecclesie
Sambiensis notum esse volumns tam presentibus quam futuris ad quos pervenerit pre- sens scriptum Quod nos ob Eeclesie nostre fructum et utilitatem ampliorem quandam villam Theutunicalem Gylgenew nominatam de quinquaginta mansis sub Jure Culmensi locavimus iuxta novum Castrum nostrum Gürgenburge intra granicias infrascrip- tas, Prima quidem granicia posita est in valle iuxta viam existente ex opposito horrei Interum prope Castrum, De qua per quinquaginta funiculos procedendum est directe viam publicam versus latum Japideum ultra custodiam terre que Lantwer vulgariter no- minatur usque ad graniciam positam et aignatam ubi latitudo bonorum predicte ville ter- minatur Ab eadem prima granicia in valle prehabita situnta secundum rectum angulum per nhonsginta funiculos directe eundum est versus Ragniten usque ad Graniciam ubi terminatur bonorum predictorum longitudo. De hiis quinquaginta mansis Quinque Man- sos honestis viris videlicet Johanni et Henrico dicte ville Gylgenow locatoribus et eorum heredibus ac legitimis successoribus dedimus assignavimus et tenore presencium conferimus liberos ab omni iugo rusticali perpetuo possidendos Confereutes eisdem Jo- hanni et Henrico et eorum heredibus ac successoribus quos Judices et Seultetos pre- dicte ville Gylgenow constituimur facimus et ordinamus tercium denarium tam de Ju- diciis maioribus quam minoribus duobus nobis et snccessoribus nostris reservatis De reliquis vero mansis inhabitatores ville iam dicte post quindecim annos infra quos ipsos de solucione census liberos habere volumus in sexto decimo anno locacionis et singu- lis annis sequentibus ad festum Purificacionis beate marie semper virginis, nobis ac nostris successoribus de quolibet manso singillatim dimidiam Marcam et duos pullos pro censu ac nomine census perpetuo solvere teneantur, Sane tamen si prediete ville Incole intra Granicias bonorum predictorum apes invenerint seu educaverint, mediam partem ad nos et mediam ad eos cum fructu inde derivante volumus pertinere, Insuper si prop- ter commune bonum procedenti tempore super Rivulo Gylge dicio per bons ville pre- incte transeunte nos aut successores nostri Molendinum decreverimus fabricare, idem inhabitatores ville sepedicte locum pro piscina ad molendinum nobis dare sint nstrieti, In cujus nichilominus loci resiaurum tantum quantum aque prefate piscine inundaverint in longo latere bonorum ville pretacte versus Ragniten ipsis sepetactis villanis debe- mus redonare, Item si prelibati villani plebanum apud se in villa voluerint habere, do- tem cum ecclesia construendi et quatuor mansos ad dotem donandi liberam habeant facaltatem. In cnius rei testimonium sigillum nostrum presentibus est appensum, Da- tum in Castro nostro Vischusen anno domini Me. CCC. LIIII. feria quinta ebdomade Pasche presentibus honorahilibus viris fratre Peczoldo de Kürwicz nadvocato nostro,
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fratre Alberto de querenvurt socio suo, fratre Henrico Styre provisore castri nostri Gur- genburg, domino Johanne plebano in Tyrberg et aliis viris fidedignis.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Matriculae Vischus. p. XCIV,
M XI.
Der Ritter Jachant von Clement macht bekannt, in welcher Weiſe der Großkomthur Wolfram von Bal⸗ dersheim einen zwiſchen ihm und dem Capitel zu Marienwerder entſtandenen Streit wegen einer Mühle in Lamprechtsdorf entſchleden habe. — 1363.
Ich Jachant ritter von Clement und myne Söne Nicolaus und Cazimir und ander myne erben tun kunt und offenbaren allen den dy disen keygen wertigen brief anseen adir horen lesen, daz eyn krig wart ezwischen den erbaren heren hern Nicolaus dem Pro- biste und dem ganczen Capitel der kirchen czn Merginwerder nnd ezwischen uns um eyne mole, dy wir von nnes gebuyt hatten in unserm dorfe Lamprechsdorf uf dem wasser daz geheysen ist Lyve, des kriges czu berichten koren wir beyde teyl den erbarn herren hern Wulvram von Beldirsheym Groskumpthur Dutsches ordens nnd gaben ym gancz und volkommene macht allis daz her berichte spreche adir heyse dar wir daz genczlichen nnd ewiclichen halden welden nnd weder syne berichtunge nicht cza tun noch czu sprechen mit worten adir mit werken Nn bekenne wyr dax yn de- sen keygenwertigen brive daz der selbige erwerdige herre der Groskumptur czwischen uns vorgenanten teilen berichtet haet mit rate erbarer herren und wyser luete daz wir dy selbe vorgenante mol brechen sullen nnd ich noch myne erben noch myne mete- erben noch myne nachkomelynge yn den guten Lamprechsdorf und Brockow uf dem vorgenanten wasser lybe geheyseu ewiclichen keyne mol sollen bnwen nnd do vor ist uns also vil gegeben von den Tumherren das uns gennget Nu gelobe ich Ja- chant mit mynen erben nnd mit mynen myterben nnd mit mynen nachkomelyngen unvorschedelich dy berichtunge dy do redelich von den erbarn herren dem Grosknmp- tur gemacht ist do uns an genüget das wir dy halden wellen stete ewiclich und nn- esubrochen und do nymir weder komen wellen mit vorderunge noch mit rechte Zu eyner ewiger besteticheit dirrer berichtunge habe wir desen keygenwertigen brief ge- geben und unser Ingesegil daran gehangen, Des sint gecznc dy erbern herren Peczold von Korbis kumptur czu dem Redin Bruder Johann von Wichholcz voyt czu Roghu- sen etc. Geschen und gegeben an dem Sonnabende vor Letare czu Resinbnrg yn nn- sers herren Jarczal Tasunt drihnndirt ym dry nnd sechezigsten Jar.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. occlesise p. XXI.
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N XI.
Der Biſchof Nicolaus von Pomeſanien ſpricht den Ritter Jachand und deſſen Söhne auf Fürbitte einiger Ordensgebietiger von den wegen vernachläſſigter Dienſte gegen die Kirche verhängten Strafen frei und verſichert ihn ſeines ferneren Schutzes. — 1363.
Nos frater I Nicolaus dei et apostolice sedis providencia Pomesan. ecclesie Episcopus Notum esse volumus universis tam presentibus quam futuris presentem litteram inspee- turis Quod ad instanciam et peticionem honorabilium virorum fratris Walverami de Beldirsheim Magnicommendatoris ordinis beate Marie domus Teuth. fratris Peczoldi de Korwicz commendatoris in Redino fratris Johannis de Wischholez advocati in Rohusen (sic) et aliorum plurimorum spectabilium virorum communicato super hoc consilio et obtento consensu fratrum nostrorum fratris Ni. prepositi ac omnium canonicorum de Capitulo nostre Pomesan. ecclesie Jachandum Militem Nicolaum et Coczmirum filios eius et omnes heredes et coheredes et successores eorum de omni negligencia serviciorum que retroactis temporibus facere nobis et ecclesie debuerant usque in presens de bonis seu villis Lamprechstorf et Brokow nominatis absolvimus et eisdem penas et mulctas quas propter hoc incurrerant remittimus eosque a dictis penis et mulctis absolutos a no- bis et successoribus nostris esse volumus et quitatos ulterius nobis debita servicia fa- cient et alia jura ecclesie ad que racione predictorum bonorum seu villarum nobis et nostre eeclesie sunt astricti promittimus insuper omnes supradictos in iuribus et liber- tatibus, que vel quas ostendere suis privilegiis poterunt conservare. In cuius rei tes- timonium presentes litteras nostri nostrique Capituli sigillorum appensionibus fecimus coramuniri, (1363).
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. ecclesine p. XXI.
W XIII. Klagartikel Engliſcher Kaufleute über den ihnen von Preußen vielfältig zugefügten Schaden. — 1370— 1385.
Coram Serenissimi Principis et domini sui metuendissimi domini Regis Anglie ete. Concilio venerando proponunt ligei Mercatores sui de Civitatibus et villis suis infra- scriptis se graviter conquerentes de multimodis dampnis gravaminibus et iniuriis per gentes de Prussia sibi factis, ut inferius continetur, unde supplicant sibi de remedio debito provideri cum iusticie complemento, Inprimis conqueruntur dieti mercatores de eo quod anno gracie Millesimo CCC LXXXVe ubicungue sus bona et mercimonia re-
periebantur enormiter et subito absque suis demeritis fuerunt srrestata et appreciata ad 2*
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multo minus precium quam volebent unde magna pars eorum bonorum et mercimonio- rum perdita fuerat ad non modicum dispendium conquerencium predietorum.
Conquerentes eciam dicti Mercatores non modicum admirantur. quomodo presi- dentes in Prussia pro timore dei cnius defensores populi se pretendunt am premissa gravamina, quam que continentur inferius cum sepius inde fuerant requisiti, negligunt emendare, set ipsa dissimulantes querelas qualescunque sui sabditi sibi fingunt versus anglicos promovent sive fovent demandantes hic inde sibi fieri iusticie complementum.
Primo quia deceret eos qui de ordine beate Marie virginis president in Prucia in humilitate. paciencia, pietate. iusticia necnon ceteris virtutibus choruscando precipue sequi ipsum, tum quia propter signum crucis quod gestant exterins memoriam christi passionis continue intrinsecus retinerent Qui cum dicit. si quis volt post me venire, ab- neget semetipsum et tollat crucem suam notanter subiungit, et sequatur me. insinuans per hoc, quod Religiosi cruciferi christum potissime sequerentur, Tum quia propter ha- bitus sui candorem qui vite munditiam ei morum puritatem signanı, humilitateni et be- nignitatem sue patrone virginis gloriose cuius ordinis nuncupantur. tenentur pre ceteris imitari, unde sibi vicinos infideles adeo vel magis zue sancte conversacionis exemplo quam gladio materiali ad christi fidem convertere niterentur. Non igitur permitterent sibi subditos aut ministros in christianos et precipue in anglicos qui sibi pre ceteris nacionibus semper fuerunt favorabiles et amici, tot et tantas iniurias exercere, Cum dicat scriptura, quod secundum indecem populi sic et ministri eius et qualis est rector Civitatis tales et inhabitantes in ea, Sed pocius eos tam rigide swadente insticia casti- garent, ut dampnis et iniuriis quales fecerant prout equitas postulant undique refor- matis districte punicionis exemplo tollatur ceteris inposterum presumpcio vel audacia taliter deliquendi, Recolerent insuper qui president in prucia, quociens et quantis cor- porum laboribus et expensis domini Milites et armigeri de anglia contra litwanorum perfidos exercitus et incursus Pruthenis auxilinm personaliter impendebant. Recolerent secundo quam favorabiliter semper hactenus in Anglia tractabantur Prutheni pre cete- ris mundi nacionibus et quanta comoda per adventum eorum in anglia in suam patriam reportarunt. Recolerent insuper tercio maximas libertates et privilegia a divis Anglie regibus eis data et noviter tempore domini Regis nunc superstitis confirmata in qui- bus frequenter suis ligeis miercatoribus ad ipsius Regis incommodum non mudicum pre- feruntur, dum minus quam dieti ligei sibi solvunt de suis mercimoniis pro costuma, ut ipsimet noverant satis bene. Quapropter se a fictis querimoniis versus anglicos absti- nerent nee occasiones discordie quererent ullo modo.
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Hec sunt gravamina sive dampna, que Prutheni communiter inferunt mercatorihus Anglicanis.
Inprimis per ipsos de Prussia graviter iniuste communiter Anglici mercatores in eo quod adherent et favent inimicis Regis et Regni tam gallicis quam Scotis et Flandren- sibus eisdem arma victualia et omnimoda subsidia cum suo navigio deferentes ymo quod deterius est ipsorum inimicorum bona et eciam ipsos inimicos in suis navibus pro- tegentes et deſendentes quod manifeste patuit sput Skone flandrie Anno gracie Mille- simo CCC°. octogesimo quinto sicut ex relacione et probscione procerum militum et aliorum fidedignorum qui tune preseutes ibi fuerant est compertum.
Item ubi mercatores Anglie quondam liberi fuerunt ad intrandum et exeundum terre Prussie cum mercandizis suis sicut ipsi Prutheui in Anglia nuper ordinatum est ibidem ne quis de Prussia sub pena forisfacture vite et omuium bonorum nec alterius nacionis sub pena exilii Auglicorum bons. navigio ducat in Angliam de Prussia.
Item quod ubi mercatores de Anglia liberi erant ubilibet in Prussia ad libere vendendum nmiercandyzas suns modo In preiudicium et dampnum eorum nuper ordiuatum est sub gravissima forisfactura, ne quis Anglicus vendat ınercimonia sua in Prucia in Elbingo per quam ordinacionem de mercatoribus Eborum et Hull nuper perdita fuerunt bonn ad valencinm Ve. Ii. sterlingorum et ampline.
Item in preindicium mercatorum Anglicorum nuper ordinatum est. quod cum ad. duxerint mercendysas suas ad Elbinge sub forisfuctura, non reducant aa ipsa extra dietam villam ubi prius liberi erant ad introducendum et educendum sua mercimonia solutis Custumis conswetis, per quam ordinacionem Johanni de Brandon de lume foris- facti fuerunt duo fardelli pannorum et serviens suus edens Scot exulatus fuit ad dampna ipsius Johannis qusdraginta libras sterlingorum.
Item ubi fuerunt consweti mercatores Anglici vendere unum pannum integrum pro XLII ulnis de Prussia nuper ordinatum est sub peun forisfacture quod pannus in- teger non minus continent quam XLIIII ulnas ad dampnum mercatorum per aunnm Mille marc. et amplius, £
Item ubi conswete sunt omnes naciones que iuvabant ad couquerendum Skone salire allec ibi et illud adducere secum libere quocunque plaeuerit eis et ubi merca- tores anglici iuvabant ad ipsum locum de Skene primitus conquerendum sicat plures alie oaciones nichilominus eo impediuntur et hactenus Angliei fuersnt impediti per illos de Prussia et eorum complices ad saliendum ihi allec et ibidem in pessimo loco hospitantur uee expensis factis circa dietum conquestum de Skone per ipsos de Prussia levatis hactenus Anglici sicut aliis nacionibus refundere curaverunt.
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Hec sunt gravamina corporalia, que Prutheni nuper Anglieis intulerunt abs que suis demeritis minus juste.
Primo Ricardus Harry de Bristollia eireiter annum gracie M'. CCC®. octuage- simo III“. iniuste quasi subito decapitatus fuerat in Prucia ubi habuisset de lege Prucie nnam annum et diem at portandum litieras ab anglicis testimoniales de statu ei conversacione sua.
Item Anno gracie Me. CCCo. LXXXV°, Thomas Flotegato famulus Johannis Lamb in Prussia verberatus vulneratus et male tractatus fuit, ad dampna ipsius XL marc. sterlingorum.
Item Johannes de Wyton famulns Johannis Crewan de Hull interfectus fuit noc- tanter et proiectus ihidem in unnm puteum in villa de Nelbinge Brigstrete. Item Ro- gerus de Vohiton de Eboriaco ibidem vulneratus et verberatus fuit ad dampna sua
XL lib. e)
Hee sunt dampna et gravamina personalia per homines de Prussia Anglieis illata,
Primo thomas gyrdeler mercator de London queritur de eo quod anno gracie Millesimo CCCo. LXX Io. posuit London in una navi vocata Cog de Danczk cuins magister vocabatur Lambertus Stomaker de Prussia duos fardellos pannorum laneorum ad salvo ducendum in Prussiam vel in Skone ad reciam exoneracionem ipsius na vis samendam pro predictis fardellis naulum sicut inter dictos Thomam et Lambertum faerat eoncordatum, Ipse Lambertus ex malicia sua liberrime et sponte vela direxit in Sclufam Flandrie non coactus nec ignarus quod panni a partibus aliis forisfieri de- buerunt penes legem Flandrie usitatam, unde dietus Thomas dampna recepit ad valen- ciam CCC lib. sterlingorum.
Item queritur idem Thomas quod cum Conradus Westfale magister cuiusdam navis de Danczke attschiatus ſuit ad seccam Willm. de Thorun de Herewich circiter annum gracie M. CCC. LXXVIII. ad respendendum sibi apud lee Redecline prope London, eorum tune admirallo domino Michaele de la Pole et in ceria summa pecunie fuerat condempnatus dictus thomas fuit coactns per iudicium ad solvendum dieto Wil- lielmo XLVI lib. sterl. Quas debuit dieto Conrado pro naulo in partem satisfaccionis summe in qua predictus Conradus ipsi Willielmo fuerat condempnatus. Quo non ob- stante posterius in Prucia de bonis et catallis ipsius Thome adiudicati fuerunt ipsi Con-
) Dergleichen Yälle werden noch 11 aufgezählt.
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rado XLVI lib,, unde sepius conquestus ibidem nondum et remedium potuit obtinere ad dampna ipsius thome LVI lib.
Item queritur Gilbertus Manfeld Mercator de London de eo quod ubi anno gra- eie Mo, CCCo. LXXX suus appenticius dietus Ricardus Rouet in Prussia convenit cum Gerhardo Brande de Dancrk ad emendum ah eo cerens mercandizas ad valenciam de CC sterl. sub eondicione quod ipse Gerardus foret cum nave sun peractus versus Lon- don cum ipsis mercandizis infra XIIII dies post pascha tune proxime sequens et non aliter. Ipse tamen Gilbertus ubi dietus Gerardus in defectu suo non erat paratus ad dietum diem immo vix infra XIIII dies post festum sancti Johannis Baptiste tunc pro- xime sequens iniuste compulsus fuit ad habendum dictas mercandisas, unde detimoratus fuerat de L marcis sterl. et amplius hie supplicans sibi de remedio provideri.
Item queruntar dietus Gilbertus hugo Boys et Johannes Norwich mercator de London de eo quod ubi anno gracie M. CCC?.LXXVII° oneraverunt apud Skone unam navem euius Conradus Westfale de Danesk erat Magister cum LX lastis allecis albi (?) direetis versus London ipse Conradus sponte non conctus ex precogitata sua malicia vela retorait in Flandriam cum dietis allecibus ubi dieti eonquerentes coscti fuerunt vendere quam- libet lastam dicti allecis pro XIII nobiles. que bene valuisset London pro quinque mar- eis sterlingorum unde deteriorati fuerunt dicti querentes in XL marcis sterlingorum unde supplicant sibi de remedio provideri.
Item queritur dietus Gilbertus de eo quod ubi anno gracie M°. CCCo. LXXXI tradidit luperto von hulse Magistro unius navis vocata Kogge de danczk XXXV. lib. sterl. ad onerandum ipsam navem in boyana cum sale ad portum London directe rever- surus, ipse Lubertus sponte non coactus ex aua precogitata malicia vela retorsit ad Feyharm cum dicto sale et ipsum vendidit ibi nee unquam recepit ipse Gilbertus de vendicione dicti salis nisi X lib. et dampnum ipsius Gilberti XL lib. unde supplicat sibi de remedio provideri.
Item queritur Johannes Kyrcone de London mercator quod ubi anno gracie Mo. CCCo. LXXXV®, posuit diversas mercandysas in quadam navi cuius Johannes Bronum de Connsburg fuit Magister ad acceptandum cursum ad directum London, ipse Johannes sponte non coactus ex malicia sua propria vela direxit in Scociam ubi per inimicos domini nostri Regis perdidit prefatus querens dictas mercandisas unde deterio- ratus est ad valenciam XVIII lib. sterl. unde sibi supplicat de remedio provideri.
Item queritur Johannes Sewale de London versus dietum Johannem Bronum de eo quod in defectu eins perdidit in eisdem navi loco et tempore bona ad valenciam X lib. VII s. VIII d.
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Item queritar William Ancroft Civis et werestor London. de eodem Jobanui Bronam in eodem casu quo perdidit de bonis et mercimoniis in eadem navi eodem tem- pore ad vnlenciam XII lib. sterlisgorum.“)
Summa istius Ratuli III LXXIII lib. V. 3. VIII d.
Summa omnium summarum supraseriptaram VIIIX VII XXIIII lib. VIII a.
Außerdem ein Ähnliches Schad en⸗Verzeichniß aus derſelben Zeit von 1370—1385. Auf Pergament im Geb. Archid. Schiebl. 83. Nro. I
N XIV.
Der Hochmeiſter Winrich don Kniptode empfiehlt dem Papſt Gregorius XI. den zum Abt des Kloſters Pelplin erhobenen Mönch P. zur Beſtatigung. — 1370 (7)
Sanctissimo in christo patri ae domino. domino Gregorio Sacrosantte Rommme et uni- versalis ecelesie summo pontiſiei hamilis et devotus vester frater Winricus etc. Ben- tissime pater et domine clementissime. in monasterin de Polplin \Wladislariens, dioc. in quo sub saem cistereiensi religiene devotissimum deo paratur obsequium dudum per eleecionem concordem et confirmacienem patris nbbatis promotus fuit vir magne suffi- tencie frater P. monachus ibidem u longo tempore professus qui obtento munere bene - diecionis jam VII annis abbatizavit laudabiliter et honeste Statum dieti monasterii tam in spiritualibus quam in secularibus plurimum augmentando Et licet in hiis partibus quasi in finibus christianitatis constitutis non seiatur. qued monasterin s. v. dignitntes abbaciales fuerint reservate Bint, tamen quorumdam detestabilis ambicio apud roma- nam curiam importune Inhoranciem tuntum excrevit, quod expedit dicto fratri abbati approbacionem apostolicam obtinere, Quapropter S. v. hamillime supplicamus, qantemus promoeionem dieti featris noceptare dignemini, vel inquantum neceswe fuerit prefato monasterio de persona eiusdem fratris providere de novo, tenentes p. s. pro certissime quod provide dietum monnsterium gaudebit 'trangaillitate pace et prowperitate. ei si quod absit liter ageretur, states dieti mennsterii non posset sahsistere sine dampno tribn- Iacione et scandalo plurimorem S. v. comswerver alciaus ecclesie rue per tempora diu- tornn. (8. d.)
Im Fol. Formulare p. 75 im Gch. Archiv.
) Dergleihen Faͤle werden noch Neben aufgeführt.
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M XV.
Der Biſchof Nicolaus von Pomeſanien bekundet, in welcher Weiſe ſein Strelt mit ſeinem Domkapitel über die Fiſcherei im See Trupil ausgeglichen ſei. — 1371.
In nomine domini amen. Noverint universi preseneium notieiam habituri, quod olim inter nos. fratrem Nicolaum divina providencia Episcopum Pomesnniensem ex una parte et Capitulum nostre diete ecclesie Pomezaniensis ex altera suborta quadam contencione seu controversia per nos mota ipsi Capitulo nostro super jure piscandi pro menss nostra in lacu Trupil ad ipsum Capitulum pertinente, Tandem prehabita deliberacione dili- genti non intercedentibus extraneis sed inter nosmet ipsos pro bono pacis et concordie quam amplectimur toto corde inquam eciam deo auctore ipsam ecclesiam positam gau- demus nostris temporihus, invicem concordamus isto modo, Quod Capitulum sive fra- tres nostri Canonici indulgerunt nobis et nostris successoribus inperpetuum habere et tenere duos piscatores in dieto lacu Trupil pro mensa nostra piscantes cum instrumento quod Cleppilwate vulgariter dieitur et aliis minoribus instrumentis, qua piscacione bene eontenti pro utralibet parte, submoto cuiuslibet controversie impedimento tanquam vere concordie et pacis ardentissimi sectatores. predictam piscandi concessionem emologamus ratificamus et tenore presencium approbamus nobis in dicto lacu, vel ipsius occasione preter piscacionem premissam nil (7) amplius vendicantes, volentes autem futuris cavere periculis ne per successores nostros aut Capitülum super huiusmodi piscandi ordinacione, indulgencia sen concessione opponatur inposterum seu interveniat difficultas in vineulum contencionis periculosius reaccendens qui nostris noscitur temporibus exsufflatus, pre- sentem litteram scribi fecimus eamque sigilloram nostri et Capituli appensionibus com- muniri providimus eciam daas litteras eiusdem tenoris quarum una apud nos remaneat et alia apud Capitulum in testimonium premissorum. Actum et datum in Merginwerder in ecclesia nostra Cathedrali, presentibus honorabilibus et Religiosis viris fratribus nostris Nicolao preposito. Johanne Merginburg decano Johanne antiquo de Resinburg Custode Dytmaro Scolastico Petro Cantore ac ceteris de Capitulo cum aliis pluribus fidedignis Anno domini M. CCC. LXXI. in die sancti valentini qui est XIIII dies Februarii.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. eoolesiae p. XIII. im Geh. Archiv.
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N XVI. Vollmacht für zwei Viſitatoren zur allgemeinen Viſitation der Ordenshäuſer im ganzen Orden. — 1374.
3 — alemanie, ceterisque provineialibus .. Commendatoribus . Vice- commendatoribus et eorum vices gerentibus®) .. . . sacre professionis fretribus per Almaniam, Moraviam. Austriam, in Montanis Bazani, Galliam, Italiam, Apuliam et Ro- maniam eonstitatis Salutem et Pacem, que exsuperat omnem sensum, Etsi multis et ardais ordieis nostri... negociis, curis et cogitacionibus pluribus distrabamur, circa en tamen, que animaram aapiunt salutem, fervencioribus votis volumus et debemus in- tendere et operose sallieitudinis studium impertiri. @uod quidem nullo modo melius exequimur, quam si ea, que recta sunt, autrire, et que profectum salutis impediunt, cor- rigere studenmas, habito igitur mature consilio et consensn unanimi fratrum Officiato- rum nostri Ordinis et Cypituli videlicet Wolferami de Beldiraheim Magni Commenda- toris, Rudgheri de Elnir Marschalki Commendatoris in Konigsberg, Ulrici Vricke Summi hospitalnrii Commendatoris Elbingensis, Conradi Zcolner Summi Trappiarii Commendatoris in Cristhurg et Swederi de Pellandt Thesaurarii, Tociusque Conventus domus nostre Principalis in Marienburg Religiosis ei diseretis viris fratribus Godeboldo de Korbitz et domino Pilgersmo Presbitero Conventus nostri in Marienburg Exhibito- rihos presencium visitationia officium auetoritate presencium committimus peragendum, danten et concedentes eisdem plenam ‘et omnimodam potestatem et auctoritatem, se- ceuadum Ordinis nostri predicti Regulam, statuta et consuetudines, in umnihus, que ad visitationis pertinent Oſſieium, in omnes et singulos fratres nostri Ordinis ei personas, nullum excipiendo, in ensibus omnibus et defectibus quibuscunque maniſestis et oceultis sive sint levia vel gravis aut ecinm gravissima ipsa puniendi cum annualis penitencie infliccione seu ferramentorum detencione ac perpetun careeris mancipneione, si hoc enor- mitas ingruerit delinquentis, ut pena culpe correspondeat, et in qua delinquerit racio- nabiliter punintur. Preterea statuimas ut prenominati visitatores nostri a guolibet fratre, an dominicam eracionen seint, Ave maria et simbolum audiat diligenier, et si quem, quod absit, hec vel unum ex ipsis ignornre reperint, ipsum en casligacione ei pena puniant, que ignorantibus talin in Regula et statutis Ordinis est conflicta. Rursum damus et concedimus eisdem meram et plenam potestatem, Officia maiora et minora, si utilitas et necessitas requisierint, cum consilio seniorum fratrum ibi existencium im- mutandi, preter illa, que in nostro generali Capitulo per nos resumi et committi sunt
] Lucke.
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consueta, Et insuper fratres de Balis ad Baliam, ei de domo ad domum mittendi, si ipsis videbitar expedire, et ecianı malas consuetndines, si quas Ordini contrarias et in- convenientes invenerint reprobandi et peniius abolendi Ceterum si fortassis unus eorum urgente infirmitate vel morte preventus quod ahsit in visitacionis Officio procedere non valeret, extunc alteri autoritatern, nostram conferimus per presentes quod alium fratrem nostri Ordinis sibi assumat in socium, Provincialis tamen illius Balie. ubi talis frater infirmitate vel morie preventus fuerit si commode vocari poterit ut advocetur seniorum fratrum consilio mediante Si autem provinrialis propter itineris prolixitatem vel alia impedimenta legiiima haberi non poterit extune unum fratrem in socium sibi eligat de seniorum fratrum consilio ut preſertur. IIli autem, qui sic assumptus fuerit, debitum obediencie exhibere curetis in omnibus et per omnia tanquam primo. Porro predictis nostris visitatoribus, si ad Apulianı, Ceciliam et Romaniam pro exercendo visitncionis officio personaliter commode venire non poterunt, ut ipsi ad istud officium implendum alios ordinis nostri fraires Inco sui quos ydoneos noverint mittere et dirigere valeant, auctoritate presencium plenam concedimus facultatem, Vestram provide fraterniintem et eircumspectam providenciam rogamus, monemus et in domino salubriter hortamur, qua- tenus prenominatis visitatoribus nostris cum ad vos domino dante pervenerint, in hiis que ad visitacionis respiciunt officium tanquam veris obediencie filiis devote et bumi- liter obediatis et cum eflectu intendatis eisdem visitatoribus nostris et eorum comitive in equitaturis expensis, conductu et aliis sibi necessariis apud vos manendo rece- dendo et denuo redenndo quociens vos requisierint divine remuneracionis intuitu et ob nostram reverenciam benigniter providentes, ne officium pro laude dei ipsis commissum provide, ex alicuius negligencia impedimentum senciaı aliquale agentes quod in pre- missis omnibus et singulis ut n deo premiari, a nobisque inde meriio commendari vo- leaıis, In quorum evideneinm pleniorem presentes scribi fecimus et Sigilli nostri et Bulle nostri Capituli munimine roborari. Datum in Marienburg Anno Domini Millesimo CCC. Septuagesimo quarto Mensis Maji die XX“.
Im Fol. Formulare im Geh. Archiv. Volgt B. V. S. 400.
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20 N
WM XVII.
Die Rathsberren der Städte Preußens geben den Hanſeſtäbten ihre Zuſtimmung zur Sendung einer Bor. ſchaft an den König von Norwegen in Betreff der Ausgleichung ihres ducch ihn erlittenen Scha⸗ dens. — 1375.
Serricioram et amoris integritatis constancia cordintime preformatis dominorum caris- simi retulit nobis ambassiator noster et nuncius dominus Godfridus de Allen Consu- laris in Thorun qui una cum domino Harwico Beteken nuper terminum vobiscum in Lubec celebravit ac esse in recessu quem secum deportavit continetur qualiter vos eu- peretis ut quevis civitatum in confederacione existencium nuncios suos et consulares ad inelitum dominam regem Norwegie translegaret super terminis amicabilihus concipien- dis placitorum ad quod dare consensum absque nostra requisicione nuncii nostri recu- sabant super quibus vestris discrecionibus preamandis entitative respondemus nobis summe fore placitam et consulınm quod vestros nuncios vestris expensis previis ad prefatum dominum regem destinetis ac nos de talibus laboribus fatigis et expensis habeatis pe- nitas relevatos Cum propter discrimina ac prolixitatem viarum id nobis omnino uti vestra intelligere poterit honestas sit importunum Rogamus igitur vestram honorificen- ciam cordis intimo ex amore quatenus mutue confederacionis intuitu qua impossibilibus collegamur de Refundatione dampnorum per prefatum dominum Regem nobis et nostris concivibus multipliciter illatorum fideliter ut effectum experiri poterimus laboretis nos in omnibus vestris defendentes consiliis et remediis oportunis quemadmodum de vestra in- dubitanter confidimus honestate nam dampna suscepta ita simpliciter nullatenus condo- nemus. Amici dilecti huiusmodi excusacionem non hac vice nobis invertatis. Datum Marienburg in die beati Dominici confessoris gloriosi Sub secreto Civitatis Danezek quo nümur pro presenti. (1375). Consules Civitatum terre Pruscie.
Abſchrift in den Hanſeat. Receſſen. Fol. I. p 154—155.
N XV. Notariarsinftrument über die Streitſache zwiſchen dem Biſchof Nicolaus von Pomeſanien und den Erben des Opezko von Briſe in Betreff des Schultheiſen⸗Amts in Rie ſenburg. — 1376.
In nomine domini amen. Anno Nativitatis eiusdem M CCC“ LXXVI Indictione XIII. IX die mensis februarii hora IX vel quasi Pontificatus sanctissimi in christo patris et domini domini nostri Gregorii divina providencia pape XI anno sexto in Refectorio
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Castri Resinburg Pomezaniensis dyoresis Reverendus in christo pater ac dominus do- minus Nicolaus Pomezaniensis Episcopus in mei Notarii presencia ac Notarii subseripti testiumque suhscriptorum presencin constitutus incepit dicere et narrare domino Petro Militi de Girisbald protune presenti quomodo . . nati sive heredes Opeczkonis de Brise in terminio quodam in causs que vertitur inter predictum dominum Episcopum et natos seu heredes predictos habito quandam ipsius domini Petri Militis predieti litteram si- gillo suo ut dicebant sigillatam habuissent continentem quod ipse in dieta littera pro- tesiaretur quod olim Scultecia cum undecim mansis maxellis et bancis panum in opido Resinburg ad Opeczkonem patrem dictorum natorum et Tilikonem fratres pertinuisset Qui quidem dominus Petrus Miles predictus ad narracionem et requisicionem predicti domini Episcopi pablice confessus fuit quod nulla testificatus esset nisi prout et in- quontum alias una eum domino Nicolao Milite de Otila pie memorie testificatus fuisset, eı quod sibi constaret, quad ipsa duntaxat Schultecia in ditio Opido Resinburg ad pre- nominatos Opeczkonem et Tilonem fratres quondam spectasset, que quidem Scultecia ad dominum Rudl. (?)*) recolende memorie Pomezaniensem protune Episcopum posten devoluta fuisset sed qualiter aut quomodo per empcionem seu vendicionem devolucio facta fuit se penitus nescire afſirmavit, addens quod de mansis maccellis et Bancis pre- tactis sibi nil constaret nec constitisset, addiciens eciam quod de predictis natis sive heredibus confisus ad eorundem peticionem nesciens quod in litiera contineretur sigil- lum suum eisdem ad appendendum sepedicte littere tradidisset Super quibus omnibus predietus Reverendus in cristo pater ac dominus dominus Nicolaus Pomezaniensis Epis- copus sibi unum vel plura mandavit sibi publica instrumenta. Acta sunt hec Anno In- diecione die mensis hora Pontificatu et loco quibus supra Presentibus honorabilibus et diseretis viris dominis Johanne Officiale Curie Pomezaniensis et plebano in ladekop Johanne de Elbingo Canonico Pomezaniensi Wilhelmo vicario in Ecclesia Pomezaniensi Petro Camerario et Wernhero familiari predicti domini Episcopi pluribusque aliis fide- dignis testibus ad premissa vocatis specialiter et rogatis. Et ego Nicolaus Stamppe clerieus Culmensis diocesis publicus Imperiali auctoritate Notarius predietis narracioni confessioni ac aliis omnibus et singulis dum sicut prefertur fierent et agerentur una- cum subscripto Notario et testibus prenominatis presens interfui eaque sie fieri vidi et audivi ad mandatum et requisicionem Reverendi in christo patris ac domini domini mei Episcopi supradieti in hanc publieam formam redegi manu mea propria conscripsi signo et nomine meis consuetis consignari in fidem et testimonium omnium premissorum Et
*) Rudolphum.
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ego Martinus quondam Conradus de Resinburg clericus Pomesan. diocesis publicus Im- periali auetoritare Notarius predietus narracioni confessioni ac aliis omnibus et singulis ur premittitur fierent et agereniur una cum suprascripin Notario et testibus premissis presens interfui eaque sic fieri vidi et audivi ad mandatum et requisicionem Reverendi domini mei Episcopi supradicti hie me sahscripsi signo ei nomine meis consuetis hoc
presens Insıramentum cennsignavi in fidem et evidenciam firmiorem.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privllegia Pomesan. Frelesine p. KVI—XVll.
IX.
Schteiben des Kacwansherrn in Mewe an Peter Romanus von Wenczlau, die namentliche Anführung der Deutſchen Hetrzoge, Fürſten, Grafen und Ritter entbultend, welche im vergangenen Jahre am Feldzuge in Preußen Theil genommen haben. Ohne Johr. (13777)
r professionis viro frairi Petro Romano de Wenceslaw frater Johannes stouf ma-
gisier Carvanoram in Mews veram in damino karitatem eum oracionihus in eristo se-
dulis et devatis. Sieut michi supplicastis. ut vobis Duces. Principes. Comites. et mili-
tes ei ipsorum subiagales Terre Almanie qui anno preterito in expedicione fuerunt
constituti in scriptis destinarem illos secundum posse meum et per relaciones fratrum nostrorum et per interrogaciones varias de loco ad locum hos sequentes callegi Primo duos fratres duces Saxanie Comiten de Hollanı quidam Comes dicıns valgariter Rin- grave et ſillus cuinsdam domini dietus de Meyola euidam dietus de Serick Conradus monachus de Basil. De Austria Duos fratres de Walse Dux de lachen Comes dietus von den Wyden quidam miles dieıns de Westerbarck Der von Ysenhorck Der houwen- veilder Fridericus der arberger Der zchendel Er kraft der huser Hinrich de Klingen- berek Jan de Bucheim. ulricus de stubenberck Der Lichtensteyner de nickesbureg Hin- ricus de Hackenberck Wolfgang von den Wyden Der von kaua, quidam dietus de Sun nenberck Volens in hiis et in aliis vobis sincera efficacia cunplacere Daum in Mewa in vigilia Epiphanie.
Original (aus dem 14. Jahrhundert) im Geheim. Archiv Schiedl. XII. Nro. 1.
Voigt B. V. S. 282.
MXX.
Geleitsbriek des Herzogs Albrecht von Meklendurg für die zur Tagſahrt nach Lübeck ziehenden Raths
leute und Senddoten aus Preußen und Liefland. — 1378.
W, Albrecht van Gutes gnadin Herezoghe to Mekelborg Greve 10 Swerin to Star- gard und Rostock en Herre bekennen und betugin appenbar in dissem brive dai wy
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gbeleydit und gheveligit hebhin und leyden und velegen wit Craft disses hrives de bor- germeister Radlute und Sendeboden und alle de mit yn riden von den Zeesteden von Prusen und von Lifland de tho dem dage o Lubie to sunte meriens daghe komen und riden wylien, se sin van wat stedin se sin velich to und af Ridende twyschen hir und “ Wynachten de nu kumpt velich vor uns unse Kindere und unse man und vor alle de de umme unsen wyllen duen und laten und hehbin des 10 ıhughe unser hemeliche In- gesegel to rughe drucket an dessen href de screven un gotes Me CCC° LXX VIII ipso die Dyonisii cum sociis suis martirum gloriosorum.
Abſchrift in den Hanſeat. Reerſſen Fol. I. p. 87.
N XXI
Der Hochmeiſter Winrich von Kniprode erfucht einen Biſchof, daß auch in feinem Getieie gleiches Lands maaß gehalten werde. = 1330,
Litera Magistri de mensura terre,
Nech unserm femtlichen gruse, Erwirdiger vatir wir begern uwir erbarkeit wissinli- ehin sin-daz wir wordin sint ezu rate mit unsern Gebitegern daz man haldin sal eyne lantmasse mit der ele. Worumme bitt wir uch daz ir wol tuet und gerucht is in uwir herschaft, ouch gebiten daz sie dy selbe lantmasse mit der ele halden und verhengit oymande eyn andir masse ezu habin went vor is ymande ubirseet und gestatit zo mochte is gescheen daz sin ezu vil wurde daz is nicht gut ende neme, Geben czn Ma- rienburg am Dinstag vor Thome, Aposteli (1380.)
Nora hoc mandare feci per Advocatum meum in iudieio provinciali et septem j ulne cum dimidia faciunt virgam.
Abſchrift auf Pergament im Copiar, Privilegia Pomesan. Ecclesiae p. XII des Geh. Archivs.
WXXII.
Der Kardinal Pileus widerruft und annullitt alle feine gegen die Biſchoͤſe in Preußen erhobenen Strei⸗ tigkeiten in Betreff der Procurationen und verfpricht, fie nicht ferner zu beläftigen. — 1381.
Pn miseracione divina tt. sancte Praxedis presbiter Cardinalis universis et singulis presentes litteras inspecturis salutem in domino Si cum sacrosancte Romane ecclesie ac sanctissimi domini nostri domini Urbani pape XI fidelissimis dilectionis gratiose agamus speramus indubie quod ex hoc ipsorum debita constat (?) affeetio, et in obse- gaiorum retribucionibus fervencius annuentur. Hine est quod nos attentis Ädelitate,
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affectione et obedienein. quas Reverendi patres Henrieus Warmiensis Johannes Pome- zaniensis Theodricus Sambiensis et.. Culmensis ecelesiarum Episcopi cum Capitulis et Clerieis eorundem ad sanctam Romanam ecclesinm et dominum dominum nostrum papam ac personam nostram cum eminenti favore habere dinoscuntur prout veridice didieimus, non immerito cum eisdem favorahiliter agendo, omnes et singulos processus procaracionum per nos factox et emissos contra eosdem propter causas, rationes ei gra- vamina per eorundem nuncios nobis expressata ex certa srieneia tollimus revocamus cassamus et anullamus una cum senteneiis excommunicacionis suspensionis et inter- diet! contentis in eisdem de et super facto officii nostte legacionis in quo de presenti in hiis partibus agitamus Promittentes ex certa sciencin egsdem Episcopos Capitula et elericos ocensione predieta non molestare turbare vel ab ipsis quidquam petere vel exi- gere in futurum In casa autem quo aliqui euiuscungue dignitatis fuerint eciamsi Capi- tula Collegia aut conventus fuerint aut Episcopali prefulgeant dignitate aliquas senten- cias, censuras et penas dietorum processuum incurrerint quoquo modo Nos eisdem super hoc providere volentes venerabili fratri Johanni Preposito ecclesie Culmensis de quo plenam in domino gerimus fiduciam auctoritate apostolica qua fungimur tenore presen- cium committimus et mandamus quatinus ipsos et quoscungue ipsorum qui hoc humiliter petierint a quibuscunque excommunicacionum et suspeneionum sentenciis et penis, re- cepto iuramento solito in forına ecclesie consueta absolvat et interdicta relaxet ac cum quibuscunque si qui huiusmodi sentenciis sie ligati divinis se immiserunt ut in susceptis ordinibus ministrare valeant dispenset misericorditer cum eisdem. Datum Prage VI. kal. Januarii Pontificatus sanctissimi in christo patris et domini domini nostri Urbani divina prorideneia pape VI. anno tereio.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. Keclesine p. XII. des Geh. Archivs.
XXIII.
Viſitationsdrief des HM. Konrad Zölner von Rotenſteln zur Viſitation der Orbenshäufer in Preußen: 0. J. (1382—1390.)
Littera visitacionis per Prusiam.
Frater Conradus Czolner de Rotensteyn fratrum Ordinis Beate Marie Theutonicorum hospitalis Jerosomilitani Magister generalis viris dilectis sibi fratribus in christo Pre- ceptoribus Commendatoribus Canonicis necnon universis et singulis dicti sui Ordinis fratribus per prusiam constitutis Salutem et sinceram in domino caritatem, prehabito conpreceptorum nostrorum consilio et consensu, discretis et Religiosis viris fratri N.
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de. Commendatori in. . necnon domine Johanni . . Presbitero Conventns in Marien- burg Exhibitoribus presencium visitacionis officium. auctoritate preseneium committimus peragendum more soliıo dantes eisdem plenam et omnimodam potestatem secundum or- dinis nostri regulam, Statata et Consuetudines in omnibus que ad dietum visitacionis officiam pertinent, in omnes et singulares personas et fratres per prusiam, in casihus eriminibus et defectibus quibuscuaque gravibus graviorihus et gravissimis manifestis sen occultis exercendi. Quoeirea fraternitatem vestram et circumspeetan providencian ve- strom rogamus monemus et in domino saluhriter hortamur, Qurienus dietis nostris vi- sitatoribns in hiis que visitaeionis oſſicium respieiunt, cum ad vos pervenerint, tan- quam obediencie filii devote obediatis et eum effectu intendatis, agentes in premiseis omnibus et singulis, ut n deo premiari a nobisque merito exinde valentis commendari. In quoram evideneiam Sigillum nostrum presentibas daximus appendendam. Datunı ete. Anno domini Mo. etc.
Entwurf im Regiſtrant des Hm. Conrad d. Jungingen p. 4.
XXIV.
Die Lübecker melden dem Math von Danzig, daß der König von Schweden dem Raufmanne der Hanſe ſeine Freiheiten zu berauben ſuche und bitten um ſein Gutachten wegen der gegen ihn zu ergrei⸗ fenden Maaßtegeln. — 1383.
H omerahilitss et discretis viris amieis suis dominis Consulibus in Danczik Consules Civitatis Lubicensis sincere amicicie servicia semper promta. Sicut pridem vestre discre- cioni insinuavimus ita adhuc vos scire presentibus affeetanıus Quad Rex Suecie nos et communeın mercatorem libertatibus et privilegiis ab antiquo habitis et eum labore grandi et expensis arduis acquistlis privare nisitur Occasionem querens excessus inponendo in quibus minime rei sumus, pluries itaque apud ipsum nuncios nostros habuimus nos et alie nobis vicine maritime Civitates nec proſecimus adhuc quidquid Super quo vestrum petivimus consilium et iuvamen Nos autem et alie Civitates nobis vieine super hiis inm pluries dies placitoram observando invicem consultavimus quid fore consultum et utile facere in premissis et propter commune vesirum, nostrum et communis mercatoris bo- num concorditer decrerimus que secuntur. primo quod nec sunne nee sal de predictarum civitatum portubus eduei debennt, panis autem et cerevisia educi poterit moderate Item quod nec Civitates siliginem hraseum farinamı hinpulum aut aliqua alia bona seu quas- cunque alies mercancias quovis modo eduei permitient versus aquas maria que ad Da- ciam Scaviam Susciam aut Norwegiam deducanıur Si vero aliqua Civiise alibi dedu- 4
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cenda huiusmodi bona elicenciaverit illi sibi hec plena fideiussoria caacione certificari ſaciet quod jlla bona ad prenominatas terras nullatenus perveniant, ita scilicet quod si qeisquam contra hoc fecerit ille dupli valorem illorum bonorum, que eduxerat emendare tenebitur ad usum Civitatum communiter pro excessu pro quo Civitas illa que huius- modi certificacionem receperat respondebit et insuper ille delinquens honore suo pri- tus esse debet, ut pro viro bono respondere non poterit sicut ante. Item quod sub pena decem ınarcarum argenti nullus Civis vel hospes de Civitatum portubus debet ad Sca- niam proficisci seu velificare pro allecium salsatura sie quod nec in Scania nee alibi ad latus Dacie vel Suecie allecia salsabuntur unde Nos una cum aliis Civitatibus vos petimus diligenter quatenus et vos pro communis mercatoris honore et profectu premissa faciatis eciam firmiter observarı Eciam noveritis quod status maris mirabiliter male in- cipit se habere, iam depredate sunt naves alique in portu Noressunde et alibi citra bona rapta et homines interfecti et plura peyora fieri in posterum formidamus nisi tem- pestive consilio et facto provisum fuerit in repulsam Quia vero huiusmodi dampna vo- his et nobis et conımuni ınercatori equaliter imminent vos rogamus diligenter ut et vos vestrum consilium in huiusmodi repulsamı et eciam de facto vestrum auxilium quantocius apponatis Si autem et quam primum fortasse meliora percipere nos contingat illa vestre honestati continuo libenter volumus demandare Et ad premissa responsum vestrum sine ınora rescribi nobis petimus nuncium per presentem Valeie et nobis precipite confiden- ter. Datum sub nostro Secreto Margarethe virginis sacre die etc. Anno LXXXIII.
Abſchrift in Hanfeat. Receſſen Fol. I. p. 327. Voigt B. V. S. 459.
XXV. Herzog Warzislav von Stettin erfuhr die Rathsherren von Danzig, den Hochmeiſter zu bewegen, feinen Unterthanen in dem ihnen zugefügten Unrecht Recht widerfahren zu laſſen. — 1384.
Prudentibus viris proconsulibus et consulibus Civitatis Danczik detur cum favore.
Warezislaus Junior dei gracia dux Stetinensis Pomeranie Ruye Cassubie princeps.
Inerementis gracie nostre credulo ſavore vestram prudenciam cupimus non latere qua- liter dominus et magister vester erga nos et nostros in reddenda iusticia se difſieilem ac remissum exhibuit iniuriam equitati et rigori iuris preferendo sinistra informacione mediante Idcirco vestre sagacitati supplicamus studiose quatenus magistrum vestrum
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rolieitis monicionibus inducatis seu induci faciatis uti se circa nostros in reddendo iusticie eomplemento acceptahilem reddat ut passis injuriam fieret emenda conıpetens iuxta ra- tam rerum abiudieatarum in hiis vos insompnes exhibentis sicut de vestra confidimus honestate Valete Seriptum in Castro nostro Ruyenwald in dominica Esto mihi (1384.)
Abſchrift in Hanfeat. Receſſen Fol. I. p. 290.
XXXVI. Der Biſchof Heinrich und das Domkapitel von Ermland deſtimmen, wle es unter den Domherren mit
Abhaltung des Gottes dienſtes, mit den von ihnen zu leiſtenden Beifteuern zu kirchlichen Zwecken, mit ker Zahl der Vicare u. ſ. w. gehalten werden ſollk. — 1383.
In Nomine Domini amen. Nos dei et apostolice sedis gracia Warmiensis Epincopus Henricus et Henricus de Padeborn prepositus Michael de Vischow decanus Johannes Rone Custos Johannes de essen Cantor, Hermannus de Praga, Otto de Russen, Otto de Rogiten Nicolaus de Rogettel, Johannes Frysen Albertus de Curia Tylo de Glogow Albertus de Kalba Arnoldus de Ergesien Johannes de Rogettil Johannes bes Johannes nnrne et Johannes lichtenow Canonici Totumque Capitulum ecclesie Warmiensis Ca- pitulariter congregatum pro honore Dei ac bono et tranquillo statu Eeclesie et Capituli eiusdem ordinamus concorditer et statuimus infraseripia. Et quia sanctorum patrum ıradit auctoritas quod beneficium propter officium exhibetur, Et quia hoc fuit fundato- rum Ecclesie Warmiensis et eorum qui sibi sun heneficia contulerunt intencio ut in en honor dei sanctorumque eius frequentaretur memoria in divinis, Statuimus et in endem Warmiensi Ecelesin Missarun et alia tam diurna quam nocturna pro vivis et defunctis a katholien Ecclesin institata offiein eo madn et ordine peragantur quo magis placari deus et sanctis eins exhiberi reverencia ınnior possit. laudabili tamen et diu in enden K.cclesin frequentato non mutato ordine eo eciam semper adhibito moderamine quo in eo maior sallieitndo habentur quod in canspectu ommipotentis dei magis sit acceptum. Statuimus igitur et ordinamus quod Canonici Warmienses maiores prehendas aptinentes tenenntur secundum ordinem Cnrinrum ebdomadas hoc modo ut in ſestis Totis duplicibus et eciam duplicibus in ipsa ebdomada et currentibus Canonicus quem Ebdomada conti- gerit per se vel alium ipsius festi officium in Ecclesia peragat a primis vesperis inci- pieudo et sic cantinunndo usque ad completorium festive diei inclusive Ministrosque altaris endem die festivo in Prandio procurare teneatur. Quod si premissoram aliquid adimplere neglexerit Panum distribucione proxima occurrente post negligenciam sit privatus ipse in penam negligencie sic commisse. Item statuimus quod quociens domi- 4*
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num nostrum Episcopum. qui pro tempore fuerit contigerit divina in Ecclesia War- miensi celebrare duo Canonici juniores recepeione teneantur induti sacris vestihus eidem in dietis divinis ministrare. Si vero ipsos vel alterum ipsorum contigerit nondum sa- cram ordinem suscepisse vel fore legitime impeditos extunc Canoniei ipsas in ordine precedentes ministracionem predictam facere teneantur, et qui in hoc negligens fuerit in totali distribucione panum proxima puniatur. Item statuimus quod Prelati et Cano- nici de novo intrantes pro empcione ornataum ad divinum officium spectancium Prelatus decem et Canonicus maiori prebenda prebendarus octo marchas monete usualis infra quinquennlum a die recepeionis sue computandum solvere teneatur. SI autem Infra quinguennium et antequam solvat moriatur de prebende sue fruetibus tantum retineatur Item stataimus quod Canonicus maioren: prebendam obtinens de novo intrans ad fabri- cam Ecclesie decem Marcas infra quinquennium illi Canonico qui fabrice Ecclesie pro tempore prefuerit solvere teneatur. Quod si medio tempore et antequam solvat dece- dat de sua prebenda tantum retineatur. Item statuimus iuxta antiquam et laudabilem consuetadinem hactenus observatam. quatenur in diebus nostria numerus vicariorum deo in ipsa Warmiensi Ecelesia ministrancium nen minuatur, ei ne ipsarum vicariarum maior pars finaliter pereat divioi cultus augmentum in boc principaliter desiderio desi- derantes Quod quilibet ptelatorum racione dignitatis seu prelature unam duntaxat Qui- libet vero Cauonicorum maiorem prebendam in dieta Ecclesia obtinens racione Canoni- catus et prebenda similiter unam duntaxat olim per clericos seu personas ecclesiasticas fundatas conferre habeat vicariam, ad quam ipsa per cessum seu decessum vacante vi- carium libere instituere valeat, quamvis eciam nonnulla benefieia alia ecelesiastien eum cura et sine cura ad eorum disposicionem communiter pertinere noscantar Qui quidem vienrii per ipsos instituti et instituendi oertis altaribus quihns prebende maiores eius- dem Ecclesie ad honorem divini nominis onerate sunt teneantur laudabiliter deservire. Acta sunt hec apud ecclesiam Warmiensem predictam in loco nostro Capitulari Anno domini Millesimo Trecentesimo Octuagesimo IIII® vicesima tercia die Mensis Januarii In quorum omnium evidenciam et robur premissa omnia et singula Ego Henricus Epis- copus predictus et nos omnes et singuli Canonici superius nominati observare ad sancta dei ewangelica iuravimus ac nostrorum Episcopalis videlicet et Capituli sigillorum ap- pensione fecimus roborati.
Alte Abſchrift im Diplomatar. Wermien. p. 45 im Geh. Archiv Schiebl. Li. Nro. 54.
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M XXVII. Der Hochmeiſter träge dem Hauskomthur zu Danzig auf, einige Streitſachen zwiſchen dem Rath von Danzig und einigen Frauen nach Laut eines ihm überſandten Briefs der Rathsmännet zu Kulm auszugleichen. — 1384.
Deme Huskumptur czu Manezik ane sümen. Homeister.
II.. Huskumpthur wir senden each desen ingeslossenen Bryf, den ir wol vornemen werdet wen ir in gelesen unde bitten euch dass ir den Radt vor nch gebot unde ouch die Frauwe unde Junefrauwen dy dy Sache anrurende ist und sy beyder syt entschel- det und entrichtet nach uswisunge und lute des ingeslossenen bry ves gegeven ezum Al- denhuse am Montage nach divisionis postolorum.
Dem irluchten Fursten Homeister unserm gnedigen Herren mit Wirdigkeit.
Stetin getruwin und unvordrossenen diensi nach aller mogelicheit czu vorn Ho- mechtiger und gnediger liber Herre uwirn Brief nülich an uns gesunt habe wir ent- fangen mit aller Wirdicheit alse sich das gehort in welchem da waren czwene andre Brive der ene des Huskumpturs und der Ratmsnne von Danezik welchir bezegilt is gewesin der ander dryer elender Wybes namen umbesegilt des Huskumpturs und der Ratmaone Brief von Danczik sprech alzo under andern worten wy das eine mundige frowe in guter Vernunft by vulmacht eres Libes in iren mundigen Jaren verkaufte eren Czins den sy hatte gewys und ungewys den Ratmannen czu Danczik czu der Statt bebuf und ging des vor eyn gehegit ding in eyn recht Borgerding und liess der Statt uff ir vormundschaft in kegenwerdicheyt des Huskumpthurs den selben Czins der abe- ezulösende was jo die Mark mit X Markin dar kegen liesen die Ratmanne der selben veuwen XXX Mark Csinses czu czween czyten czu gebin im Jare nicht andirs wenn czu ireme lebinde Wenne sie abir irsturbe so solde die Statt der XXX Mark ledig und loos sin denselben Czins der Statt verkouft haben die Ratmanne von der Statt wegin besessen in das vunfte Jar das do bekennet Richter Scheppen und ein geheget diag die do voren die sint der czyt gewesen sin and die ouch nach syn ouch so be- kennet der Huskumptur czu der ezit in deme selben Brive das vor Im offinbar geczu- git ist in einem rechten Burgerding vom richter und von Scheppen alt und ny die iezunt sin und ouch vote das anders keynerley Sachen gescheen sin ezwischen deme Rate czu Danczik und der vorgescrebenen Vruwen Erbnamen der Scheppen Orteil ubir- gangen si addir keynerleye Ausprache Sunder alleine abze hir vorn steit geserehen.
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Vortne in deme Briefe der dryer Wybesnamen undir andirn wortin funde wir ens gescreben wy dass sie hetien eine Vrowe die ir neesste were und in rechter Sippe niemant mher were die selbe Vruwe bi irme leben heite weggegeben varende gut als gropin kesselen und varinde gut was sie krygen kunde und wy sie nach Rate des Bur- germeisters und synes Kompanes gingen vor ein gehegit ding und gebruchtin eines Or- teils von Rechten wegen das nymand mochte erblichen Czins noch tode noch erbe adir legende grunt vorgeben noch vorkoufen sunder erbne leb wend sie nie czu dinge ge- laden weren und sy sich keynes gutes ny vorzegin heiten und in ire Sippe nymant spreche do solden die Scheppen geteilet hebben Sint der ezyt das sie die nehesten er- hen sin und sie alle gahin esu rechter ezyt wedirsprochin hettin und die vrowe in iren unmundigen tagen were das man den rechten elichen Erben alle gut das en an- dirstorben ist erbe adir erberzins nach tode nymant vorkoufen noch vorgebin mag ane Erbinlop darnach quamen se vor gelirget ding und gerten gezoges ezu gehegetim dinge de czugeten Richter Scheppen und geheget ding dass alle dese vorsereben rede alzo were und bate sie des czu gedenken Erwurdiger lieber Herre nach allen Reden nach Inhaldunghe beyder Bryfe vorgescreben so spreche wyr noch hegheringe uwir Herlich- keit vor eyn Recht Sint der czyt dass die Ratmanne von Danczik von der vrawen die in rechter Vornunft was und volmechtig ires liebes eynen redelichen Kouf haben ge- tan ume iren ezins boze und gut welk czins abeezulosende was jo dy Mark mit X Mark das wir nennen varinde habe und dieselbe vrowe den Czins ufgetragen hat dem Rate in einem rechtin gehegetin Borgerdinge in rechter dingstatt und in eyıne rechten ding- inge in voremundirschaft in kegenwerdigkeit des Huskumpturs unde dy selben Rat- manne wedirstattunge taten der vruwen mit XXX Marken czinses jerlich ezu gebin can czwenn tagen alleine ezu irme lebin und die statt desselben Czinses ledig und los syn sulle wenne god ubir die vrowe gehote und dy Stat hesitzunge hat an deme sel- ben ergenanten gekouften ezinse boben Jar und tag bis an das vunfte Jar und nymand den Rat geladen hat und nach usgange des Rechten angesprochen hat in irer kegen. ‚ werdigkeit vor gehegetin dinge dass alles geczugit Richter Scheppen und gehegit ding und der Huskumptur dar ezu erstgenant so sal der Rath von Danezik billich den erst- genannten gekoufien Zins der recht und redelich an sie gekomen ist als to vor ge- screben steit behalden und die Wybesnamen die sich der toden vrowen erben nennen mogen dar czu nicht komen von rechte wegen. (1384—1385.)
Ratmanne czu Colmen uwir diemnthige dienere.
Abſchrift in den Hanſeat. Recrffen Fol. I. p. 371 seg.
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XXVII.
König Richard II. von England erſucht den Hochmeiſter um Aufhebung der Verordnung, nach welcher die Engländer ihre Tuche und andere Handelswaaren ſtatt nach Danzig nach Elbing zum Verkauf bringen follten. — 1385.
ii cardus dei gracia Rex Anglie et Francie et dominus Hibernie dilecto nobis in Christo
nobili et potenti sacre religionis viro, ordinis beate Marie theutonicorum Magistro ge-
nerali Amico nostro predilecto salutem et sincere dileccionis affeetum. Monstrarunt nobis dilecti Mercatores nostri ligei cum eorum pannis et aliis mercandisis domininın et terram vestram Prusie frequentantes ut cum ipsi tempore predecessorum vestrorum pannos et alias mercandisas suns extra Regnum nostrunı Anglie usque ad villanı
Danızik in terra vestra predicta ducere solebant ad eos ibidem vendendos pro aue li-
bitu voluntatis absque ulteriori dacione eorumdem propter pericula super itineribus ihi-
dem iminencia Jam tempore vestro ex parte et auctoritate vestra ordinatum existit, quod dicti Mercatores nostri dictos pannos et ınercandisas suns à dicta villa Dantzik usque ad villam Elbing ad eos ibidem vendendos ducent, inter quas villas Danızik et
Elbing maxima aque pericula sepe transeuntibus eveniunt, per que periunt multocies
navigatores ihidem. Super quo supplicarunt nobis dieti mercatores nostri, ut pro re-
medio in hac parte apponendn vobis seribere curaremus. Et ideirco amice carissime dileccionem vestram affectuose rogamus, quate nus considerantes, quod quilibet Mercator iam dicte terre vestre quam alii qui de benivolencia nostra existunt ad partes Regni nostri cum eorum rebus et mercimoniis venientes dictas res et mercimonia sua, in quo- cunque portu seu villa dieti Regni voluerint ea vendere, tollerantur, absque eo, quod ipsi bona illa ad aliquem locum certum vendenda ducere quomodolibet ordinetur, seu ad hoc aliquntenus sint coacti, tollerare velitis dictos mercatores nostros, quod ipsi ad evitandum pericula supradieta pannos et mercandisas suas, ad dietam villam Dantzik licite prout eis placuerit vendere valeant ahsque ulteriori daccione eorumdem, prout pre- dictorum predecessorum vestrorum temporibus ea vendere solebant, et non ad dictam villam Elbing seu alibi ad ea vendenda contra voluntatem suam arceantur, unde amice perdilecte, magnam nobis conplacenciam facietis, pro quo vestris mercatoribus consimi- liter ad partes dieti Regni nostri cum eorum rebus et bonis in eventu declamantea fa- vorem consimilem facere volumus ut est iustum, Amice noster in Christo perdilecte vo- bis ad votum succedant dies prosperi et longevi. Datum sub privato sigillo nostro apud
Palatium nostrum Westmonasterii decima die mensis Februarii anno Regni nostri octavo.
Dilecto nobis in Christo nobili et potenti sacre religionis viro ordinis heate Marie Theutonicorum Magistro generali amico nostro predilecto.
Abſchrift im Hanſeat. Receſſe, Nro. II. p. 66. Voigt B. v. S. 452.
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N XXIX. Beſchwerden der Sendboten des Königs Richard von England über den Handelsverkehr Engliſcher Kauf:
leute in Preußen. — 1385 (7 Rererenie pater et domine magnifice, vestre magnificencie proponunt, declarant, veri- ficant et petunt Nuncii seu Ambassiatores missi per serenissimum principem et Regem Ricardum, dei gracia Regem Anglie et Francie, negocia infraseripts.
In primis petitur ex parte dicti Serenissimi principis Regis Anglie et Francie, ut ligel sui, subditi ne mercatores quicunque dieti Regni sui Anglie libere audiantur in persecucionibus suarum actionum personalitin et realium ac quod eis fiat debitum iusticie complementum per vas vel vestros ministros, qui jura reddunt sive in burgis sive in Civitatihns in terra vestra Prucie, secundum quod iura humana atque communis exigunt et requirunt.
Item petitur ex parte dicti serenissimi principis et Regis, ut ligeis suis predictis quihuscunque debita et plenaria fiat denrestacin, liberacio et restitucio mercium seu mer- candisarum, debitorun et bonorum aliorum quorumcangne per vestram magnificenciam seu ad instanciam vestrorum subditorum terre vestre Prucie taliter qualiter arrestato- rum seu in aresıo positorum, una cum dampnis, expensis et interesse, que merces, mer- candise et debita summam III VIII. XXIIII. IX. li. VI. solidorum X. denar. ster- lingorum monete Anglicane ad verum computum excedunt. dampna vero et gravamina, que passi sunt, dieti ligei Regni Anglie occasione premisse arestacionis seu aresti summnm IIIIX lib. sterlingornm veraciter excedunt, prout hec omnia coram dicio ex- ceilentissimo prineipe Rege ac consilio suo per dictas suos ligeon, subditos deducta sunt, prohata et verificata, absque hoc, quod ligei predicti verberabantur et male tracıa- bantur in terra vestra Prucie, que premissa omnia, si placeat, lacius et apercius decla- rabuntur in scriptis.
Item quod cum subditi vestri terre vestre Prucie altissimo disponente valeant in futuram ad quemcumque locum, portum, Civitatem vel burgum in Regno Anglie cum anis bonis et mercandisis lihere declinare, ibique merenri et contrahere, petitur confor- miter, quod subditi ligei predieti Regni Anglie consimilem habennt libertatem et ita li- herum arbitriam deciinandi nd quemcumque locum terre vestre Prucie cum bonis suis et mercandisis, ac huiusmadi Ioca mutandi, necnon ad alia loca se transferendi cum bonis suis et mercanciis 'infra fines et limites dicte terre vestre Prucie absque impe- ‚imento sen contradietione quacungune.
Item petitnr ex parte dietı Sereninsimi principis, quod universi et singuli merca- tares sui easdem haheant libertates sen pivilegia ac eisdem gaudeant in emendis et
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vendendis et aliis eontrahendis, quibus ab antiquo in terra vestra predicta Prucie role- bant gaudere, necnon quod diet merentores ligei Regni Anglie de se ipsis et inter se habeant gubernatorem, qui valent et debeat ligeos, mercatores dieti Regni Anglie re- gere et iustificare.
Item quoad factum contingens in portu de Swyn in Flandria ex parte dicti sere- nissimi principis Regis Anglie et Francie, scriptum erat nuperime per vestros honora- bilea ambassintores vestre magnificencie ei adhuc ad idem declarandum instifieandum et verificandam, sic suadetur, quod si que gravamina pretensa in portu de Swyn pre- dicto Magistris navium aut aliis quibuseunque subditis vestris quond naves predicias sen bons alis per anglicos classis Anglicane fuerant, ut pretenditur, illata, illa grava- mina pretensa dieti magistri navium eı alii quicunque suhditi pretensi predicti, si qan fuerant, merito pertulerunt et subierunt ipsorum culpa, et de meritis id poscentibus, cum revera in prima applicacione classis Anglicane ad porıum predietum Prior Saneti Johannis Jerosolimitani in Anglia et Thomas Percy Miles ıempure per dietos Ambas- siatores vestres, specificato, Admiralli cinssis prediete omnes naves et gentes ibidem existentes. que de terra et daminio l'rucie tunc se fore asserebant, una eum nonnullis navibus Campen. pretensis, cum quibuscunque bonis et mercihus earamdem in eiedem existentibus in securnm et firmam amicicinm ceperunt et ad navium predietaram homi- nes proprios gentis anglienne pra ipsorum custodia pusaerunt, et quanquam dicti Ma- gistri Navium et alii quieungue in dietis navibus existentes dietam securitatem gratante animo acceptantes eum prefatis Admirallis et elasse Anglicana fide ipsoranı medin stare et nullo modo ad Inimicos tetrocedere seu divertere firmiter protunc promisissent, tamen dicti Magistri navium cum zuis navihus predietis tribus navibus, qaas Campen. eitra suns extitisse asseruerunt, pre quibus per consilium dicti Serenissimi prineipis extitit cum eisdem posimodum concordatum et que ex proposito ceria in portu predicio de vo- luntate et assensu Magistrorum esrumdem ipsis mercandisia ei armaturis et bonis aliis quibuscungue in dicris navibus existentibns, per cosdem Magistros et suos ad ipsorum disposicionem liberam et commodum dispusitis, primitus alleviatis ne evacuntis combuste faerant, duntaxat exceptis oportunitate temporis in bac parte captata, aliqui eorum clan- destine ancoribus primitus fixis, clantulo exiractis seu evalsis, ei aliarum ancorarum cordis cesis. ad inimicos Regis Anglie cum gentihus nacionis Anglicane in navibus pre- dictis pro ipsorum Magistrorum navium et aliorum hominum suorum in eis existencium ne bonorum eorumdem tuta cusiodia ibidem ut premittitnr, una cam bonis inimicorum Regis et Regni Anglie in eisdem Navibus existentihus per dietos admirallos proat li- enit arestatis, ad summam decem Mille libraram longe ultra summam honorum in qui-
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bus dicti subditi vestri per Anglicoa se pretendunt dampnificatos, extendentibus et ex- cedentihus fiden ipsorum huiusmodi temere violantes et diverterunt et transtuleruut classem Angliennam voluntarie et absque causa legitima quacunque spernentes et penitus relinquentes, ipsos anglicos, sic ad tutelam et custodiam dictarum navium pre- dietos secum abduxerunt fraudulenter et dolose, quorum aliquor in mare proiecerunt et submerserunt, et alios inhumaniter inimieis predietis trucidandos crudeliter tradide- runt, quibus eciam inimicis extunc firmiter adheserunt vineulo federis inter ipsoa et Anglicos hactenus contracto ex parte eorumdem penitus derelicto, in magnas et enor- mes lesiones Regis Anglie et classis Anglicrue predicte, dictorumque admirallorum pre- iadiciam et dampnum manifestum. hinc est, quod et si naves alique Magistrorum hu- iusmodi fugiencium et delinquencium capte seu navis aliqua huiusmodi capta extiterat aut combuste seu combusta fuerant aut faerat cum bonis existentibus in eisdem per Anglicos dicte classis anglicane propter demerita bulusmodi, sie ut prefertur, per ipsos Magistros navium et suos tam in personis hominum ligeorum, quam eciam in bonis predietis perpetrata non sunt, dicte naves aut bons huiusmodi ipsis quomodolibet resti- suenda, Sed sunt dampna enormia predicta per ipsos Magistros navium et suos tam in personis hominum ligeorum dieti domini nostri Regis interfectoram, quam eciam in bonia, ut premittitur, inimicorum arestatis. et domino nostro Regi. ut premittitur de- bitis et abduetis, perpetrata, ipsi domino nostro Regi resarcienda et satisfactio debita merito facienda in premissis. esique insuper dictis admirallis nomine ipsorum et classis predicte, pro dampnis et iniuriis per ipsos Magistros navium et alios ia dietis in na- vibus existentes eis ut premittitur illatis debita satisfactio impendenda. Et protestantur dicti nuncii seu Ambassiatores de nddendo et alias prout juris est etc.
Original auf Pergament im Geheim. Arhiv Schiebl. 83. Nro. 6 u. 7. Voigt B. VII. S. 27.
M XXX.
Präliminarien eines Handelstractets zwiſchen England und Preußen und Angabe der Beſchwerden der Engländer über Handelsbedrückungen von Seiten des Hochmeiſters und der Stadt Danzig. O. J. (13857) Articuli de quibus fit mencio in litteris,
In primis concordatum est et conclusum, quod omnes et singuli mercatores et alii ligei et subditi domini Regis Anglie in terra Pruyssie et aliis locis Hanse omnibus et sin- gulia illis libertatibus et liberis consuetudinibus uti plene debeant et gaudere, quibus
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unquam aliquo tempore racionabiliter usi sunt et gavisi nulleque prise exactiones nove seu prestaciones alique super eorum personas vel bona imponentur aliter vel alio modo quam ante X. XX. XXX. XL. L. ymo et centum annos et ultra imposite sunt vel fuerunt. Item concordatum est et conclusum, quod omnes et singuli mercatores et alii subditi cuiuscumgue status domini.Regis Anglie poterunt et possint tociens quociens eis libuerit et placuerit salve et secure terram Pruyssie et alia loca Hanse intrare ihidem morari et conversari exire et redire emere et vendere cum quibuseumque personis ita et eo modo. ac adeo libere. sient unquam ante hee tempora emere et vendere. intrare et eXire potuerunt et consueverunt solutis custumis et aliis deneriis de mercandisis suis debitis et consuetis. Item de regia benignitate et gracia specinli concessum est et eoneordatum cum prefatis oratoribus. quod in causis et querelis movendis infra Regnum Anglie adrversus incolas sive subditos Prucie vel hanse teutonice supradicte vel ab eis ubi agetur de contractu vel quasi delicto vel quasi. qui vel quod pretendetur initus seu factus initum sive factum extra corpus cuinscumque eomitatus Regni Anglie committentur et deputabuntur auctoritate Regia duo vel plures judices juxta quod rei qualitas videbitur exigere coram quibus et per quos huiusmodi cause sive querele levato velo et sine strepitu et figura iudicii cicius et compendiosius quo fieri poterit audiri debeant et terminari. si videlicet hoc ipsum petatur et requiratur ab illo vel ab illis de Prucia vel Hansa teutonica. per quem vel quos seu contra quem vel quos contigerit accionem huiusmodi moveri vel attemptari, et quod eo casu nullus mercator vel nauta de Hansa iudielum admirallitatis subire teneatur nee ad hoc artetur quomodo- libet in ſuturum. et quod fient prohibiciones regie admirallo et eius officiariis ac alii vel aliis quibuscumque iudiei vel iudicibus prout opus erit. ne se de vel in huiusmodi eausis seu querelis intromittant vel interponant portes suas quoquo modo. hoc semper acto quod similis provisio concedatur et fiat subditis et incolis Regni Anglie et domi- niorum eidem pertinencium a magistro generali Prucie et aliis potestatibus et superio- ribus Civitatum diete Hanse teutonice sufficientem et legitimam habentibus ad hoc potestatem.
Gravamina super quibus conqueruntur merentores subditi Regis Anglie contra magistrum Prucie et contra guber- natorem et offieinles ville de Dantisk in Prucia.
Primo cum nee mercatores Anglici nec alii solebant ab antiquo quieguam tributi vel custume solvere pro suis navibus vel mereibus in terra Prucie. nichilominus Ma-
gister Prucie sepius compulit subditos regios appreciari naves suas intus venientes et 5»
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eciam exeuntes recipiendo ab eis pro qualihet marea prutenensi quatuor novos denarios Ei ad hoc campelluntur angliei contra morem antiquitus usitatum sub forisfactura na- viam suarum. Item mercandise subditorum regie sublimitati in suo ingressu apprecian- tur et ipsi mercatores compelluntur sub forisfactura earumdem solvere pro singulis vi- ginti salidis monete Anglie duns novos solides prutenos et inde exeundo compelluntur solvere iuxta appreciscionem huiusmodi pre qualibet marca prutenensi quatuor denarios novos. Item gubernatores ville de Dantisk artanı mercatores anglicos pro suis navibus et mercandisis solvere vectigalia et tributa incerta et summas quas voluerint eis impo- nunt pro suo Jibito voluntatis. Item dietis oneribus quanıquam indebite solutis naves tamen ipsorum mereatorum onuste et parate ad velificandum pluries non permittuntur exire. set maliciose retardantur. sie quod ipsis Anglicis ea acensione nonnunquam per- diciones navium et alia danıpna importabilia in suis bonis eveniunt. sicuti nuper de navi Jobannis Church Civitatis London. contingebat. Item gubernatores diete ville de Dantisk et alii burgimagistri diete terre iam arlaverunt anglicos in dicta villa et terra Prucie inbabitantes, exire de habitacionibus eorım consuelis contra morem antiquitus usitatum et contra appunctata habita in hac parte. Item Thomas Chapman Civitatis Eboriacum, Jobannes Forster de Hull, Johannes Hertford de novo Castro et alii do- mini nostri Regis ligei citra ultimum ıractatum in hac parte ſactum per suggestiones minus veras fictasque actiones propter transgressiones. que minus vere pretendebantur facte extra terram Prucie. cum de eis minime fuerint culpabiles. set prorsus innocentes. capti fuere in dicta villa de Dantisk et per executorem nd mortem dampnatorum in endem manibus ligatis ignominiose tanquam latrones ei homicide ducebantur coram in- dice ibidem, ubi timore martis iminentis coacti sunt graves et importabiles pecuniarum summas exolvere contra appunctamenta abolim facta et sepius concordata.
Ohne Angabe des Datums. Auf Pergament im Geh. Archiv Schiebl. 83. Nro. 43.
MXXXI.
Peäliminar⸗Artikel zum Abſchluß eines Handelsvertrags zwiſchen dem König von England und dem Hoch⸗ meiſter in Preußen. O. J. (13857)
In primis quod quicumque Mercatores ligei et sabditi regni dominiorum et potestatis domini Regis Anglie cum bonis et mercandisis suis quibuscumque possint omnia et sin- gula terras partes patrins et dominia domini et Magistri generalis et ordinis Prucie salvo et secure tam per terram quam per mare libere intrare in eisdem morari et more
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mercatorio tam eum gentibus parcium predietarum quam aliarum parcium cuinscumque extiterint naciouis ad eorum libitum libere mercandisari ibidem morando et de eis- dem terris partibus patriis et dominiis tam per terram quam per mare eunde ex eundo et redeundo secure et quiete eisdem modo et forma praut Mercatores et subditi Ma- gistri et ordinis predictorum infra regnunt dominis et potestatem dieti Regni Anglie conversantes et residentes recipiuntur et pertractantur.
Item quod nulli Mercatores ligei vel subdiri regni dominiorum et potestatis eius- dem Regis Anglie ad supradietax terras partes patrias et dominia dictorum Magistri ge- neralir et ordinis advenientes et in eisdem conversantes ad solvendum alia jura custu- mas vel deueria pro wercandisis suis de cetern teneantur vel artentur nisi solomodo talis qualia suhditi eorumdem Magistri generalis et ordinis ac alisrum nacionnm Mer- eatores,
Item quod nulla nova exnccio prisa vel prestacio aut aliquod aliud onur insoli- tum super personas Mercatorum regni terrarum dominiorum et potestatis eiusdem Regis Anglie aut super mercnndisas seu bons eorundem infra iurisdiceionem districtum et do- minium dietorum Magistri generalis et ordinis delata et apportata per Magistrum et ordinem predietos, alios ut eivitatum villarum Opidorum vel locorum sliorum Rectores vel Gubernatores quibuscunque nuncupantur nominibur decetero imponatur levetur seu quomodolibet exigatur.
Item quod nullus subditus domini Regis Anglie pro aliquo crimine vel delicto extra districtum et potestatem dietorum Magistri et ordinis commissis aut eciam con- traetu inito coram dicto Msgistro generali aut aliquibus iudieibus vel Gubernato- ribus Civitatum municipiorum aut villarum terre Prucie aut aliorum dominiorum et locorum eorumdem Magistri generalis et ordinis ad cuiusvis instancism citetur seu ad indicium evocetur nisi crimen delietum vel contractus huiusmodi dietoram Magistri et ordinis sabditum vel subditos et immedinte concernant vel conceruat cessante fraude.
Item quod liceat communitati sive societati Mercatorum regni. dominiorum et potestatis eiusdem Regis Anglie in Civitatibus munieipiis et Opidis terre Prucie in qui- bus morari decreverint unam domum conducere emere vel edificare in qua suas facere poterint quociens eis videbitur pro communi curan et usu mercandienrum suarum, iocnndacionis vel solacii seu recreacionis cansa communes vel particulares facere congre- gaciones in quibus eciam unum ex se ipsis aut duas personns idonens in eorumdem Gubernatores communiter libere eligere valeant qui plenariam potestatem habeat vel haheant omnia et singula placita debiti vel contraetus inter ipsos Mercatnres mutuo dumtaxat emergencis juxta statuts et ordinaciones in huins congregacionibus facta
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corrigendi emendandi et reformandi quorumeunque Officialium dieti Magistri genernlis vel aliorum quorumcumque reelnmarione vel contradiceione non obstantihus.
lien quod licent Mercaturibus ligeis et suhditis regni dominiorum et potestatis eiusdem Regis Anglie communiter vel divisim pro ipsorum habitacienihus et mora in quibus pro voluntate sua horpitari valeant ac cum bonis et mercandisis suis morari in Civitatibus municipiis vel Opidis terre Prucie in quibus sic morari decreverint domos et hospicia conducere ad grata ipsorum quorum fuerint huiusmodi hospieia et domus.
liem quod nullus ex ligeis aut Merentoribus vel subditis regni dominiorum eius- dem Regis Anglie aut ipsorum alicuius mercimonie vel bona pro alicuius alterius cuius- cumque tractu vel delicto per dietum Magistrum generalem aut quemvis alinm infra districtum potestatem vel dominium dieti Magistri arrestentur vel detineantur nisi fide- iussor vel manueapior in ea parte extiterit.
Item cancordatum existit quod Merentores ligei et subditi regni terrarum et do- minioram Regis Anglie aden juste benivole et favarabiliter ac par per omnia modo tractentur in terris partibus patriis et dominiis Magistri et ordinis predictorum Sieuti Mercatores terrarum parciam et dominiorum eorumdem Magistri et ordinis tractantur in regna terris et dominiis domini Regis antedieti.
Entwurf auf Pergament im Geheim. Archiv Schiebl. 83. Nro. 45.
(Außen ſtehen die Worte von gleichzeitiger Hand: Hie, continentur aligqui certi articuli de quibus per nuncoios Regis Anglie et Magistri debuit fleri concordis. Sed non video alleubi quod de eis est concordatum).
M XXXII.
Die Senbboten Gerhard von Thorn und Heinrich Hitfeld ſtatten den Rathsderren der Städte in Preußen Bericht ab von ihrer Sendung nach Lübeck. — 1386.
Copia littere misse Consulibus civitatum Prucie per ipsorum nunceios seu legatos.
Unsirn vruntlyken und Dinst ezu vorn. Wysse uwer erborkeyt das wir czu lubecke zyn ghekomen amme donrestaghe noch ostern und hyr en is nymant van den andern Steten und wyr zyn by den van Lubeke ghewest und hebben myt en gheredet czum ersten von deme tagbe myt der koninkinnen von Denemarken ezu holden of michaelis das habe wir voriowort von uwert weghen mit boten edder bryfen. Vortmer haben ans de von lubeke ghezagit das man keyn Puntgelt ennymet trum Sonde tzu Rostock ıza der Wysmar des zyn se tzu rade worden das sy is ouch nicht nemen enwyllen.
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Was ir do by tze tune habit dns vindet ir wol. und de von Lubeke batıins von etzli- chen iren borghern entphanghen den wyllen zy is wydergebin. Ouch wysset das man hir gantze tydinge bat das de Engelischen den Vlamyghen grosen scaden hahyn gethan an vyl schyſſen dy zu in genomen habin do ouch vaste ander scepe us Spanien von Cau- pen und ouch alze wyr uns vormuten das ouch vaste schyff us Prussen myite zyn ghe- west das sult ir kortlich wol bas dirfaren wen wyr is noch dirfaren hahyn. das serebe wie uch dorumme ah dy engelischen tzu tage in Prussen quemen das ir uch wustet deste bas wornoch richten. Ouch als ir wol wetet dat etlyke borgere von Thoron de gut hebben vorloren an Peter Gerdessen eynen boten hatten gezant das gut tzu vordern des war der bote tzu degedinghen gekomen mit Henneke Lymbeken der das gut wol half hat der wolde habin XXIII mark lubesch ızu wegelone von dem schippunt wachsis und der gelycke von deme andern gute und do zyn by gewest etzlike us deme rade tza lübek unde ouch ander erbar Lute dar her zyk an keyner bescheidenheyt enwolde lassen genugen und was alzo von hynnen scheiden e wyr her quamen und der hote were gerne gewest tzu dem bisscof von ripen der das andere gut under hat do wolde ene henneke Lembeke nicht geleyten und ane geleyte entoug em nicht dar czu tinne nu sin wy gewest vor dem rade tzu Lubeke und habin se gebeten und hoge bekoret das se sich der sak wolden annenıen und dun dartzu ere macht das uns unser gut so mit groszer unbescheide nicht vore entbalden enwurde wente weren uns de lant und late geleghen als yn wyr wolden also vil dartzu tun das se seghen salden das wyr genug dartezu dede und vyl andere rete de wyr en vore legeden se antwordeden se enhetten nicht macht obir de lute wente in anderer berren lande besessen weren zust wolden se gerne darızu thun allis das se mochten ab ze lichte enen tag werden hal- den mit der koninkinnen kortlich zo wyllen ze den boten mite nemen und wenen de zache zo ze hogeste mogen. Wyr habin vele rede mit en gehat de tzu lonk weren tzu screbende Sunder dunket is uch gut so habit vordern rat daraf solde dit also durch werdenen icht vorlore der endrofte niebt me dartzu hopen enkonde man nicht vorder dartzu tun duchte is uch denne ratsam das man doch eyns worde mit den steten das man doch die sotan achipbkes gut nicht wedder gebin enwolden umme reddelken ar- beitesloon. vredelos legete und vervestete in allen steden de in koufmannes rechte we- ren und das se kein leide habin solden an keiner stat e denne zy zych hetten berich- tet umme dy zache und ouch wo sotan gut vinden wurde das man dat in allen steten ufhalde wir habin dis ouch mit den von lubeke tzu reden gehst. Was uwer rat und gutdunket hyr inne zy do moget ir noch dun. Ouch habe wir vornomen das ein schyf Lübbrecht van der beke mit gewande und saltze uf dem schitgen zy gebleven. wyr en-
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wyssen nicht weme das gut tzuhert do enist nach nymanı her gekomen us deme schiffe babin de von luheke ouch gebeten das beste daby tzu dunde do mite plege uwer gad uns gebeiende, gegeben tzu lubeke am mantage noch Quasimodogeniti. (1386.) Gherard von Thorn und Heinrik Hitvelt uwer Zendeboten.
Abſchrift in Hanſeat. Receſſen. Fol. III. p 3—5.
N XXXIII.
König Richard 11. von England antwortet dem Hochmtiſter Konrad Zölner in Folge der an ibn abgefer⸗ tigten Geſandtſchaft in Betreff der gegenfeitigen Handelsbeſchwerden ihrer Unterthanen. — 1380.
Retigioso ne Egregio rirn fratri Conrado Zolner Magistro generali ordinis sancte Ma- rie Theutunicorum amiea nostro carıssimo Salutem et sincere dileccionis affectum. Ami- enbiles literas vestrax nobis per religiosos et diseretos viros Radolfum Comitem de Kyburch et Gherardum de Vyschenyk Confratres vestros Ordinis predieti neenon Hin- rieum Hitvelt Civem Thorunensem Ambhassintores vestros presentatas lets mand rece- pimus ipsaramque tenorem unacum credenein nobis per ipsos ambassatores dilucide mi- nistrata pleno concepimus intelleetu Et quidem post materiam ipsius credencie per ipsos Amhassatores nobis expositam certis prelatis Comitibus et baronibus de consilio nostro existentihus coram nobis expositam materiam examinandam commisimus nt auditn eorum relacione eisdem ambassatoribus vestris debitum justicie fareremus impendi Qui quidem consiliarii nostri prout nobis postmodum retulerunt eum dietis gentibus vestris super examinacione diversorum gravaminum Subditin vestris per nostros ut pretende- hatur ligeos et presertim in pattu de Swen illatorum diversas dietas interpellatis viei- bus tenuerunt, in quibus quantum ad gravamina, que per nostros in ipso portu preten- debantur illata justiſicatum extitit sis clare quod i que ibidem gravamina suhditi vestri pertulerunt illa precise incurrerant culpa sun Cum in prima applicaciune elassis nostre in portu predieto Admirallus noster cives naves et gentes vesiras cum quibas- cunque bonis et mercibus eorumdem et aliorum amicorum nostroram in eisdem existen- tihus in firmam et securam custodiam receperunt bonis inimicorum in dietis navibus existentihus eisdem Admiralli nostri at de jure maritimo convenit reservantes et in earum nostrarum navium tutelam firmiorem idem admiralli nostri ne dum vexilla sun sed genies propriar pro ipsarum castodia posuerunt uam quidem securitatem subditi nostri gratanti anime aecepinntes cum eis stant et nullo mado ad inimicor reredere fir- miter promiserunt Sed subsequenter oportunitate captata aliqui alii evulsis autore aliqui
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subditi cesis“) ad inimieos nostros cum gentibus nostris pro eorum tutela ibidem posi- tis prefato . . . . . (Lüde) redierunt ipausgne ligeos nostros cum ein adduetos aliquos submerserunt alios vero inimicis nostris inhnmaniter trucidantes crudeliter tradiderunt que quidem justificaeio ne ad excludendam satisfaccionem allegare videri possit seu opposita quam plures nobiles Milites et Seutiferi qual in eadem armata personaliter ex- titerant in presencia eornndem Ambassatorum vestrorum producti fuernnt qui omnes sacramentis debitis constructi justificacionem predietam plenissime probaverunt Ex qui- bus unus satis nobilis Hugo videlicet de Spensariis qui nuper in quadam navi vestra seu subditorum vestrorum ad partes vestras applicavit testatus est, quod plares gentes pareium vestrarum cum quibus antes narigarerat in predieto portu invenit qui se pro- tinus mutuo cognoverunt et propteren hnmanitatis gracia aliquos de gentibns suis in dictis navibus vestris posuerat ad ipsorum eustodiam et tutelam propter que nostro con- cilio videbatur quod postquam dampnum si quod vestri senserant ex eorum culpa latis- sima, ut de dolo taceamus successit satisfacioni non invenit sive emendam presertim cum longe maior ininria in morte valenciaın virorum predictorum per vestros ut pre- mittitur ex cunctorum et abduccione bonorum inimicorum nostris seeundum eorum iu- dieium fuisset illata verum cum premissis non obstantibus a prefatis Ambassatorihus vestris ingnirere fecimus Si potestatem haberent certis legiis nostris per vos ef vestros dampnificatis restitucionem inpendere sieuti pro vestris a nobis fieri postalabant, qui se talem potestatem non babere ut premittitur expeditis omnibus capitulis per eos positis veraciter asserebant nec tune potestatem aliquam se dixerunt habere nisi solum ad arrestum bonornm mercatorum nostrorum penes vos habitum relaxandum quod nostro coneilio satis novnm et insolitnm videbatur cum in rei veritate excessns et gravamina contra nostros per vos et vestros commissa ad veras summas redacta summas per ipsos ambassatores petitas longe eı renliter excedebant Sed ne in nobis et parte nostra de- fectus aliquis reperiri poterit seu nobis in exhibicione iusticie culpa aliqua valeat in- putari prefatis ambassatoribus vestris proceri subditorum quiete et mercimoniis liberius exercendis oblacionem fieri feeimns subsequentem videlicet quod arresta bonorum tam pro parte nostra quam vestra hincinde facta relaxentur maxime cam arrestum de bonis mercalornm nostrorum per vos factum irrequisita primitus a nobis iusticia nimis iniu- riosum videbatur Et deinde certus terminns competens prefigeretur infra quem de om- nibus dampnis violenciis et injuriis hincinde datis plene et perfecte seenndum deum et iustieiam informacio fieri poterit et inquiri ut per hoc debita restitneio partibus lesis
) Die Stelle ſcheint derdorben.
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fieri et in omnihas artieulis iam pro una parte quam pro alis parte deductis et eorum cireumstanciis fieri valeat iusticie complementum que quidem oblacio eisdem ambassa- toribus vestris ut dicebant apparuit cnngrua et honesta ipsam amen precise admittere teu approbare non poterant et hoc propter deſectum solummedo potestatis. Quam ob rem volenies »ubditis vesiris ıaliter iusticiam inpendere ni nostroram iniuriam nan fe- ramus decrevimus certos nmıhasaniores nostros de voluntate ac de iniuriis Jigeis nostris per vos et vesieis illalis plenarie informatos Preclare amicicie vestre cum celeritate aceomoda destinare qul vobis nedum premissn sed quam plurs alis gravamins que bie de facili non possunt inseri prefate vestre amicicie extensius declarabunt quos benigne recipere ei favdrahiliter audire et expedire velit vestra bonitas in qua fiduciam geri- mus specialem et quam semper prospere facint deitas increata. Datum etc. (1386).
Abſchrift (zum Theil fehlerhaft] in Hanſeat. Receffen Fol. I. p. 301—306. Beige B. V. S. 525.
W XXXIV.
Der Raih von Danzig erfuhr den Rath des Könige Richard 11. von England dadin zu wirken, daß den Danziger Kaufleuten der von Engländern zugefügte Schaden erſetzt und ein freundliches Handels⸗ verhätenig wieder hergeſtellt werde. — 1388 (oder 1330).
Inastribus ac magnificis principibus dominis ac dominis Serenissimi principis ac do- mini domini Richardi Regis Anglie Consiliariis omnibus aliis et singulis presencium litteraram noticiam quomodolibet in futurum habituris nostris fautoribus et amicis Con- aules civitatis Danczik ad quevis heneplacita sinceram et benivolam voluntatem. Mag- nifiei principes ei domini nostri graciosi ex fidedignorum virorum relacionibus intel- leximus, Qualiter vestra illustris nobilitas ad hoc inelinata et regalis domini nostri do- mini Regis Anglie insignitas communi mercatori de Hansa Theutonicali in Anglia existenti Privilegia gracias et libertates quas ab antiquo habuit restituit et donavit No- biliiati vestre multiformi varias referimus graciarum acciones verum eciam quidam de Regno Anglie homines se exhibuerunt si aliqui forent de Hansa theutonicali mercatores seu de nosıris quibus per homines Regni Anglie sive per aquas seu per terras esset farefactum illi emendare sufficiens debeat exhiberi. Speramus etenim esse juris cui iniuste per violenciam quid abstrahitur seu affertur, quod. illi iuste retribuetur Graciosi principes et domini Sicut sepius vestris nobilitatibus conquesti fuimus de multiplici dampno nobis nostris eoncivihus et communi mercatori de Theutonicali Henza facto per homines Regni Anglie et illato qui nostros Concives et communem mercatorem bo-
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nis ipsarum apolianıes et ipsos in non modicum dampnum et gravamen de nave, auperni principis uleionem non verentes, eiecerunt, quare nostras nunceios et literas nd vestram nobilitatem transmittentes et specinliter dominum Hermannam Halenberg nostri consu- latus secium eui ingencin et gravia dampnn sunt illatn prout ipse in nostra presencia eum instrumentis publieis hoe dacuit et probavii et adhuc probare bene valet Simili modo plures conqueruntur qui dampna susceperunt et idem Hermannus Halenberg coram vestra insignitare sepius ſuernt constitutus et sui dampni don poruit habere relevacionem sen emendam quod sibi graviter ei iniuste zit illatam deinde domini dilecti litteras nostras plures vestris dignitatihus transseripsimus quod vestra dominncio noscere dignaretur et subsidiose procuraret ut nostris hominibus ipsarum dampna relevarentur attamen in hoc adhuc non proſecimus non sumas exauditi et nostris non profuit concivihus Post hoc iterum nostri homines et mercatorer sunt dampnificati pro quo literns et nunccios vestre illustri dominacioni transmittere curavimus quibus nulla gracia de vestra nohilitate ſue- rat exhibita ut ipsoram dampna resarcientur. Ceterum nostros nunccios cum nunceiis communis mercatoris de Henza Theutonienli vestre Magnificencie transmisimus graciam vestram pacem et concordiam sectando que merito inter vestros et nostros stare debe- ret et revera hodierna die nichil alind scimur vobiscum nisi omne bonum et aliud non desideramus Petentes vestram honestatem quatenus adhuc dampna nostrorum coneivium perpendere curetis ut hec ipsis pauperibus releventur cum effectu quod omnibus viribus nostris procuramus remereri et qui nostri homines magnas pecunias racione dampnorum consumpserunt et hoc nichil proficui ipsis inferre dinoscatur Domini graeiosissimi ve- stris magnificenciis nuneeios nostros et literes iteriores destinamus studiosis precibus supplienntes Quatenus amore dei et intuitu justicie nostris mercatoribus qui dampna susceperunt et endem probare poterunt et docere ut hiis eorum bonn valeant enancisci et ipais dampna resarcire subsidetis et revera vestrarum parcium et regionum mercato- res ita honesie et nmicahiliter protactaremur prout nostri proprii concives et inhabita- tores nostre patrie solent protractari et si extra fines nostrarum percium quis de vestris male tractaretur hoc vobis multum molestie inferretur et non speramus vestra gracia multiformi quot culpa inter alios acta nosiris obesse deheat et nocere et si de nobis tune congnerentur iniuria maxima tune nobis inpingeretur Supplienntes ut vestra Magni- ficencin dignetur nostros mereatores promovere ut eorum dampns et bona consequi va- leant cum effectu. Et de gracin vestra esse non paterit nobis tune vestrum condignum Responsum petimus reformare de premissis ec. (1388?)
Abſchrift in Hanſeat. Receffen Fol. I. p. 399— 402.
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M XXXV.
Die Herzoge Wartislad und Begislav von Stettin deſchweren fi) Über den piögliden Einfall eines Or⸗ dens heerets in iht Land, die verübten Verheerungen und fordern den Rath von Danzig zum Ein. teiten nach Stargard auf. — 1359.
Wartislaf, Bugislaf fratres duces Stetinenses et Ruynnorum principes. Prudentibus proconsulihus ne conaulibus civitatis Danzik.
Uns Gunst und Vrentschop tu vorn Erbarn leven vrende wetet dat also de Meister und de Orde von Prucen und wy uns to samende vorbrevet und vorsegelt hebben mit einer ganezen vruniscop Bruderscop und Voreninge dar gi vore gelovet hebben und Ju- wer stad ingesegel myt wyscop vor den Bref henget hebben binnen desser vruntscop Bruderscop und voreninge is de oberste Marscalk grotkumptur und Kumptur von Ker- seberg von des Ordens weghen mit eynem leere und gi dar mede mit gewalt und nicht mit rechte in unse land ghekomen unde hebben unse laud gerovet schinnet und gebrant unse Jude jemerliken geslagen gevangen und gemordet vrauwen an eren eeren gekrenket unse man und stede up eyn unrecht up grot arbeyt und senden gebracht und wolden uns an unser eere oft se kont hedden beruchtet hebben bynnen desser vrunt- scop dar wy mit en ane seten hir ume bidden wy unde manen dat gi anzeen dat recht und Juwe eere und komen sunder allerleye sumen tho uns des Syndaghes vor alle godes hilgen dage negest komende tbu Stargard up der yne und holdet uns alse vele alze Juwe Bref utwyset den Jw vorsegelt hebben mit Juwer Stadt ingesegel were id dat gi des nicht endeden alze wy nichten hapen dat gi dat laten so wylle wy Juw manen mit den alderezwerlikesten worden de wy derdenken konnen und willen over Juw breve scriven thu Herrn Konygen und vorsten ıhu riddern und Knechten Steten Borgern und Buren und thu alle den ghenen den recht lib und unrecht leer is se sint geistlik edder wertliken und willen en openbare kundigen und witlik duen dat gi uns sint gheworden truwelos erlos und meineidere und dat vortan nen bedderre man Jw doch Juwen Breven Ingesegel noch Juwen truwen eere noch eden mer loven achal wenn se sint thumale valsch. Gegeven tu Treptow des negesten daghes sinte Matheus dage des hilgen Apostels under Ilertogen Wartislaf ingesegel. (1389).
Abſchrift in Hanfeat. Neceſſen Fol. I. p. 294— 203. Voigt B. v. S. 510.
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M XXXVI.
Der Rath von Danzig antwortet dem Herzog von Stettin in Betreff feiner an ihn erlaſſenen Aufforde⸗ rung zum Einreiten in Stargard. — 1389.
Uusern steten willigen dinst mit underdanicheit vorschrewen.
Irlachter Vurste grosmechtiger liber Herre Uweren Breef uns nuwelich gesand han wir wol vornomen in wilchem wir gescreven vinden wy das ir uns manet das wir euch zullen inkomen kegen Stargard uf der yue am nehesten Sundaghe vor aller heyligen tage und ouch darselbist so vil tun als der Breef bewiset den nuser Herre der Ho- meister iawer grosmechticheit vorsigilt hat, daran unser Stadt ingeczegil mit henget were das wir das nicht teteu So weldet ir uns manen mit den alderswersten Worten dy ir irdeuken kunnet und weldet over uns brive schriben ken konigen Farsten Herrn Rittern Knechten stetin Gebuwer nnd allen den ienen den Recht lieb ist und unrecht leit und weldit in offenbar kundigen und wissentlichen thun das wir euch weren wor- deu truwenlos nnd erenlos und meyueider und das keyn biderer mauu vorbas uns und unsern briven noch unsern eydeu uoch nnsern truwen und ereu noch unserm ingezegel gelouben solde wenne sie czumale valsch weren. do antworte wir ench also uff und thun euch czu wissen das wir desselben vorgeuauten Brives eyne usschrift vor uns haben gehabt und haben sie lasen lesen und kunden nichts dar inne vinden uoch der- kennen darumme wir euch pflichtig in czu riten ken Stargarde want worumb so steet nicht in demselben brive geschreven dar umb ir uns manende moget von der geschichte wegen die da gescheen is an dem irlnchten hochgebornen Forsten Herczogen Wilhelm von Gelren nach inneholt und wir vornemen nicht anders in demselben brive dar an unser Stadt ingesegil mit hengit das ir keynerleye Manunghe cza nns moget haben mit reehte nach desselben Breves laute is were denne das das Polensche Orloye ezwi- schen nnserm Herrn dem Homeister dem Orden und der Crouen ezu Polen nf stunde were das ken uch denne wurde obirfaren so mochtet ir uns manen uach desselben Brives uswisunghe waute nns dunket das derselbe Bref dar an unsir Statt ingesegil henget audirs uicht inne helt wenne uf das Polensche Orloye doch obir alle rede so thun wir iawer grotmechticheit ezu wissen als balde als uns uwir Brief wart do ryte wyr von staden czu unserm Genedigen Herrn den Homeister und liczen im den ege- seriben euwern Bref lesen do der gelesen wart und her in vornam do antworte her uns von siuen gnaden also und sprach ir habt mit uns vorsegilt do von wille wir euch nemen als uns und nnsern eren wol steet also bescheydenlich ob sich der Herezoge
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von Pommern genyge wil lassen am rechte und wisete uns eynen Brif des Copie wir euch in dissem Brive beslossen senden dy da laut von Worte eau Worte als der Brif in dem selbin Brive wir vornemen und vorsteen das unser Herre der Homeister euch bittet das recht und her es euch vor dike geboden hat und etwy dike unser Herre Ho- meister und de syne mit euch ezu tagen sint gewest nlso das wir dirkennen dass et an unserm Herrn dem Homeister nicht geschelt hat her hette sich gerne am rechte Insen genügen hette it im kunt gescheen und noch gerne tete birumb so dunket uns das uns uwir grotmechicheit mit unrechte manet want unser Herre Homeister von der Gnaden gotis noch lieb und lebt und bekennet sins ingezegel und sines Breven und byttet dar recht und byitet sich czu tagen durch des wylle so bitte wyr euch das ir uns nicht scheldet noch manet mit bosen worten Want wir mit unserm genedigen Herrn dem Homeyster euch czu tage wellen komen und alles das halden was wir euch von rechte wegen pflichtig sint czu halden noch desnelhen Brives Inhaldunge daran unsir Stadı Ingesegel mit henget Und bitten euch als unsern hesundern Herrn das ir uns dar obir nicht manet mit hosen Worten noch scheldet und euch laset am rechte genügen von unserm Herrn dem Homeister und ouch von uns were das des nicht geschege so müchte wir nicht lasen wir müsıens schrihen und clagen Fürsten Herren Rittern knechten Steten Manen und allen jenen denen Recht lieb ist und unrecht leit dass ir euch ken unserm Herrn und „uch ken uns nicht wellet lasen genugen am Rechte und begern von euch disses Brives eine gutliche beschribene antworte mit dem Brenger disses Brives. Geschrehen des Sundags vor Symones und Jada under unserm Secret. (1389).
Abſchrift in Hanſeat. Receſſen Fol. I. p. 200. Voigt B. v. S. 510.
M XXXVII.
Der Hochmeiſter meldet dem Herzog don Burgund, er werde ſich in den ihm mitgetheilten, den gemeinen Kaufmann der Hanſe betreffenden Punkten . den von den eee, zu erwartenden Be⸗ ſtimmungen verhalten. — 1389.
Copia littere quam dominus Magister misit domino duci Borgundie. N — Otseduioss ad que vis etc. Illestris princeps magnifice domine literam vestram cum inelusa cedula nuper nobis missam sane concepimus In qua quosdam punctos et arıl- culos communem merentorem de Theutonica Hansa concernentes invenimus insertos et ut Civitates nostras immo nlios namicos nostros at in predietis et in emendis a nobis
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oblatis ac in cedula insertis contentari vellent induceremus postulastis. Magnifice prin- eeps liiteris vestris intelleetis mox Civitates nostras ac ambassiatores et nuncios no- straram Civitatum qui una cum ceterarum Civitatum nuneiis et ambassintoribur in com- muni convencione in festo saucti Michnelis nune preterito in l,uhee habita fuerant fe- cimns ad presencinm nostram convoenre, quibus presentibus literam vestram cum cedala legi fecimuz in aperto Sieque inter cetern verba bine inde mota que propter brevitaten: Magnificencie vestre scribere emisimus copias littere vestre et cedule subscriptis Civitntibus puta Luhee Stralessund Rostock Wissmar vestris litteris inelusas decrevimus amore vestri destinare studiose horinntes enzdem Quntenus attendentes quod magnificencia vestra non aliud quam pacem, concordiam et reipublice commune bonum eum emende possibili exhibicione anhelaret, matura prehabita deliberacione et ipsi huiuscemodi in- tenderent et ad en que inter magnificenciam vestram Civitates vestras Flandrie ex unn et communes Civitates Hanze Theutonice parte ex nliern pacem et concordiam peterent aspirarent cum progdolor satis diu inm steterat in errore Responsum nobis suaram vo- luntatum quid in premissis acturi essent rescripturi Unde quidquid nobis de premissis pro response rescriptam fuerit Magnificencie vestre cum primis curabimus intimare Certi existentes Si inter Magnificenciam vestram et prefatas partes pax Auctore do- mino et concordia inventa fuerit quod nullam sinistram attemptacionem a nostris sufle- retis Sin autem quod absit oppositum evenerit petimus mngnificenciam vestram nobis non invertere quia nostris non expediret nee ullo modo licet communitus Civitatibus absistere se seque a communitatihus separare Magnificencie vestre eui per omnia com- placere eupimus in votivis prospere proficiat cam salute. Datum Stumis prima Maji. (1389). Abſchrift in Hanſeat⸗Receſſen Fol. I. p. 386387. Voigt B. v. S. 531.
N XXXVIIL
Der Hochmelſter erſucht die Hanſeſtädte Eübeck, Roſtock, Wismar u. a., mit dem Herzog Philipp von Burgund zum Beſten des Handelsderkehrs elne friedliche Ausgleichung zu bewirken. — 1389.
Litera missen civitatibus Lubeke, Rostok, Wismar ete.
Unsern vruntlichen grues czuvor Ersamen liben vrunde wir senden neh disse inge- slossene Copie dy uns der Irluchte Forste Herczog Philippus von Borgundien in synem hrive vorslossen hat gesant di Ir wol werdet vornemen wen ir sy gelezet unde bitten uch alze unse besunders vrunde das ir wol wellet thun und wellet es czu Herczen nemen unde daruf gedenken unde trachten wi das ir darunder ein mittel vyoden alzo
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das es eintracht werde czwisehen dem egesereben Irluchten Fursten dem lande czu Flandern unde den gemeynen Steten der dutschen Henze wand uns dunket das ex der egenante Irlachte Forste bescheidlichen unde gutlichin auche unde sere noch Frede stee alze sine brive Inten unde uswysen want wir wol merken das es langhe in Ir- runge gestanden hat unde daz ez wol eine notdorft were das man ein mittel darunder ſunde uf das, das der gemeyne Koufman widder mochte varen unde ayner Koufensehatez warten alzo her von alders hat getan Dar umme duchte uns gheraten sin, das ir ein kleynis nicht anseet uf das das is eine ghute eintracht unde ein Frede wurde unde bitten von uch dys Briſfe eine gutliche bescreven antwort. Datum Stum ipso die Phi- lippi et Jacobi (1389).
Abſchrift in Hanſeat. Receſſen Fol. I. p. 300 — 391.
Boige B. v. S. 531.
M XXXIX.
Beſchlüſſe der Natbsmänner der Städte Preußens in Beteeff der Verhandtungen mit den Flamländern, mit den Ruſſen und wegen des Pfundgelbes. — 1380.
Anno LXXXIX die Scolastice virginis Consules civitatum Prussie Marienburg infrascriptos Articulos pertractabant.
En erstin hat man den von lubek gescrebin Das man den Flamingen eynen tag lege off Jacobi ea lubek adir hamburgh und das dy selbin botin wen sye us holland wider keren den selbin tag mit den Flamingen halden off Jacobi. >
Ouch sal ydermann in zime rathe reden wer den boten usmache off Philippi et Jacobi, unde ouch ab man sych an dem selbin eynen boten wil lossen genügin uff Jacobi mit den Flamingen czu tegedingen.
Ouch hat vogit von Gerwe ur Lyfflanı uns geoffenbart vor unserm herren Ho- meister, wi der meyster von lyfflant eynen tag myt den Russen hat ofgenomen of ia- cobi czu der Narbe ezu halden und hat das den von Lubeke czugescrebin das sy yre buten darczu senden. und begert von des Meysters wegin von Lyfiland. das wir dy eyntracht dy Russen czu vormiden mite halden wellin his off den tag und ouch das wir eynen boten darczu sendin woldin Das duchte unsern herren homeyster ouch gut Dis habe wir ezurucke geezogen ydermann an zynen rath.
Ouch ist obireyn getragin das man nicht puntgelt neme Sundir das man das mit eyntracht der gemeynen stete alze schicke das der koufman eyn schos neme und das
man dovon dy kost neme dy dy boten vorczeret habin unde noch vorczeren sullin. Abſchrift in Hanſeat. Receſſen Fol. III. p. 46.
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MM XL.
Der Hochmeiſter verfichert der Königin don Norwegen feine freundſchaftliche und friedliche Gefinnung und dittet ſie, zu bewirken, daß das ſeinen Schaffern und Unterthanen genommene Gut wieder erſtattet werde. — 1389.
Regine Norwegie.
Almrdurchluchate furstynne gnedige frowe uwir grosmechtige durchluchtikeit begere wir zcu wissen, das unser herre der Romische kuning uns in sinen brifen hat geschri- hen, und ouch als der Groskumptur unsirs ordins, den wir in unsir und unsirs ordens botschafft zcu dem egeschriben unserm herren, dem Rom. kuning hatten gesandt vol- komelich hat vornomen von dem edelen strengen Ritter hern Otten Pflug, der nuwlich by uwir grosmechtikeit ist gewest und von uch vorstanden und vornomen hat, wy das wir uwern widersacbin by sten und beholfen weldin syn in allen stucken wider uch und uwir ricbe. So tbun wir uwir kuniglicher herlichkeit zcu wissen, das ein sulches in unsern willen noch in unsern mut ny qwam, und wir noch rat noch tat in keynir- lei wis noch heimlich noch offinbar do von mit ymande ny habin gehabt, Hirumb allir- durchluchste furstynne grosmechtige frowe bitte wir uwir durchlucht. mit ernster be- gerunge, das ir sulcher rede, dy uwer grosm. uff uns und uff unsern orden in dem ge- saget und vorbracht, geruchet nicht gelowben, und alle dy Jene dy sulche rede uwir berlichkeit vorbrengen, der warheit sere irre geen, wand wir mit uch und uwirn Riche nicht andirs wissen, und vor ouch nicht andirs habin gewust, dan lybe, gut und alle frantschafft, und ouch, der allirdurchluchtste furste, uwir vater seligs gedeebtnis, do her us synem riche vortrebin wart in guter zcuvorsicht by uns in unsern lauden zcu Prussin was, und syn gelt do selhest in unserm lande gutlich und fruntlich vorczerte, und by uns synis lybes sichirer was dan by andern, Worumb soldt wir denne ein sulchs als vorstet geschriben wider ewir grosm. thun, und weres, das ymand uwir her- lichkeit andirs welde sagen und vorbrengen, wan das sich czöge zcu mynne und zcu fruntschaft, So geruchet des nicht gelowben, und laseı uns das in uwirn briven vor- sten, das wir uns eines ken uwir grosm. mogen vorantwurten. Ouch thun wir uwir herlichkeit zcu wissen das wir undirrichtet syn von unserm Schaffer bruder unsers or- dens, wy das uwir undirsossen eyner geheisen henneg lembek unsers ordens schaffern und etlicbin unsirn armen luten von Prussen ir gut mit gewalt wider alle recht geno- men hat und is uwir grosm. sye geantwurt, als wir das selbe uch etwy dikke ouch vor eigentlicher han geschriben Worumb bitte wir uwir grosm. mit flise, das ir geruchet uns und den unsern dorczu beholfen syn, das uns und den unsern mit uwir holffe moge 7
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ir gut wider werdin, das wir alle wege in eym sulchin wellin wider ken den uwern vorschuiden, wo sich das gebort. Geben zcum Brathian am dornstag noch Mathei (1389 oder 1390.)
Abſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtr. Nr. I. p. 54. Voigt B. v. S. 531.
M XL1.
Der Hochmeiſter erbietet ſich dem Herzog von Stolpe, ihm in ihrer Streltſache durch ſchieds richterlichen Spruch Recht widerfahren zu laſſen, weshalb er nicht nöthig hade, vor Fürſten über ihn zu klagen. — 1389.
Duci Stolpensi.
Irtuchter fursıe. grosmechtiger herre und gevatier, uwir grosm. thun wir zcu wissen, also alz ir und wir gewest sin nu uff dem tage zcu Hammerstein, den der irluchte furste, herczog Swantobor von alden Stetyn uwer vetter ezwisschen uch und uns hatte ufgenomen, wir hetten gehofft das wir czu demaelbin tage mit uwir grosm. ein gut ende sulden habin gehaht noch anwisunge des irluchtin furstin uwirs vettern egeschri- ben und andir erbaren lüte, Nu schidet ir von dem tage und ron uns czumole ane ende, also das wir nicht wusten. wornoch wir uns wisten zcu richtin, und wurdin zcu rate wit unsern Gebitlgern und santen dy erbaren geistliche manne hern Bernhard von Schulenburch, Meister sinthe Johannis ordens und den kompthur von Slochow zcu uwir herlichkeit, uch zu frogin, umb ein antwart, in welchir wise ir von dem tage und von uns gescheiden weret, und wes wir uns zcu uch aulden vorseen, der selhe egeschriben komptur von Slochow ist zu uns widerkomen als hüte, und hat uns geragit, das uwir grosm. gesprochen hat, wy das wir uch vorgeen glichs und rechtis, und durch des wylle, so must ir und wellet uns manen, und obir uns clagin fursten. herren. Rittern und knechtin, und all den jenen. den recht lih ist und unrecht leid, das wir uch vorgeen glichs und rechts und das ir keinis rechtin von uns mogı bekomen. do antwurte wir uwir grosm. also uff, uns stet wol zeu gedenken, das wir mit uch einen tag hilden zcur lewinburg, uff dem selben tag wir manunge zeu uch hatten und noch habin, als von der vorsegelten brive wegen, dy ir uns und wir uch wider, undir enander gegeben han und vorsegelt, und alz von des irluchtin fursıiin herezogen W. von Gelren und si- nes gefengnis wegen, Noch unser zcusproche und noch uwer antwurt, so bot wir uch do das recht und biten is uch ouch noch, mit sulchin worten das uwir herlichkeit dor- ezu hette genomen IIII erbar manne der uwern, des selbin glich wolde wir III doke-
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gin han genomen, das dy VIII hettin nedirgesessin, und das men dar hette geleid un- ir brive und unsir czusproche und uwir brive und uwir antwurt, was dy VIII doryane funden und dirkorn hettin vor eyne mynne, fruntschafft und vor ein recht, das ir uch, und wir uns doran hettin lasen genägen von beidirsyt, were das dy VIII nicht weren obir ein komen, so sulden sy macht habin gehat, ein obirman zcu kysen, wen sie hettin gewolt, das was eyns, do woldet ir uch nicht an lasen genugin, do dirbot wi. uns mit ueh cza komen vor das heilige Rom. rich, was uns do vor ein recht gefunden und gegeben wurde, do sulde uns wol an genugin, des ir oueh nicht gevolgig wolder sin, Hirumb so bitte wir uwir grosm. das ir wol thut und uns nicht einmanet noch obir uns clingit ken furstin herren. Ritter und knechtin, want wir uch das recht alle wege gebotin haben, und byten is uch oueh noch, und wellin alle wege dem rechtin undir- legin, welde got, das una recht mochte geschen, Were abir, das got nicht enwelle, das ir una dorobir manet, und uch am rechte nicht weldt lasen genugen, So mocht wirs nicht gelasen. noch enweldin, wir mustin uns vorantwurtin und mustin alle wege spre- chin, das ir uns czu unrechte manet und uns gewalt und unrecht tet, wand wir uch alle wege das recht habin gebotin und noch byten, und bittin dis brives ein brifliche antwurt mit dem brenger dis brives, ab ir uch am rechte wellet lasen genugen, adir ab ir uwern mutwillen mit uns wellit triben; daa wir uns wissen dornoch zeu riehtia. Gegeb. zcu Slochow am Montage nest noch Jacobi. (1389). Abſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtr. Nr. I. p. 38. Voigt B. v. S. 513.
XLII.
Der Hochmelſter meidet dem Herzog von Geldern, wie es mit der Abfütrung der Gefangenen gen Fal ⸗ kendurg gehalten werden möchte, im Fall er von feiner Gefangenſchaft nicht befreit werde. — 1380.
Littera missa duci Gelrie.
Usern willigen dinst ete. irluchter ſürste grosmechtiger lieber herre, Also alz der groskomptbur, der Obirste marschalk und der kompthur czum elbinge, mit euch han geredt von der gefangen wegen, so wisset das sy itczunt czu Slochow sint uff dem wege, das man sy noch euwer heger gestellen sal cza Falkenburg uff den tag alz eu- wer grosmechtikeit wol wissentlichen ist, und wir haben mit In pferde usgerichtet, di unser dyner und ire gerethe her abe von falkenburg sullen brengen, Weres nu des eawer grosmechtikeit dirkente, das ir des gefengnis nicht ledig und los muchtet wer- den So bitte wir each mit allem fliese, das ir uns das geruchet weder under oygen 7
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schriben, uff das wir mit den gefangen die grose köste und mue nicht umb sust dürffen iragen, die wir mit den lüten thun müsen die die gefangen ken Falkenburg geleiten und die grose var teen sy wedir her abe in den Jsen czu füren, Want itezunt boten synt gesant als wir gewarnet syn czu iren frunden von den die czu Marienburg legen, das man die gefangen ken ſalkenburg füre, also das wir uns gröslich besorgen, weres das sie ken Falkenburg wurden gebracht und euwer grosmechtikeit des gefengnis nicht ledig und los würde, wenn man sy denne wedir her abe aulde füren, in den ysen ge- smyt, das lichte eyn ungeschicht von iren frunden czu In geschege, also das die un- zern würden nyder geworffen, gesmeet und gelestert, und die gefangen genomen, des bitten wir euwer grosmechtikeit mit flieziger begerunge, das ir das geruchet mit uns besorgen, uff das wir keynen schaden an den unsern, und ouch an den gefangen von des wegen entpfan, und die grose koste und mue nicht dürffen umb sust thun. Gege- ben czur Sweecze am tage sancti Sixti pape et confessoris. (1389).
Alte Abfchrift im Hochmelſter⸗Regiſtr. I. . p. 49. Bolgt B. v. S. 514.
N XLII.
Bericht an die Stadt Kampen, daß ihren Kaufleuten der Handel nach Preußen unter Beobachtung der don den Sesftäbten getroffenen Anordnung geſtattet fein folle. — 1389.
Ad civitatem Campen.
Post enintneionem. Wysset lyben frunde das wir uwer brive uns gesant wol han vor- nomen und fruntlichen emphangen, in welchen ir uns hat gebetin das wir mit unserm Herren Homeyster geruchien umme uwiren Wyllen czu reden. das uwer Koplude und borger mochten in dem lande czu Prussen laden koufin und vorkoufin als ir hettet ge- tan bis her des so habe wir allgemeyne myt unsers herren gnade geret myt vlise unıme uwir sache vorscreven und her meynet das ir wol in syn lanı komen und do laden konfen und vorkoufen Doch so dy ordinancia dy by den gemeynen zeestetin ist gesaczt und gelybet nycht werde obirtreten. were is nu das ir noch ezu dyser ezyt nicht hettet eygentlich von der ordinancien dirfaren so moget ir sie mit uwirn boten by dem kouf- manne czu dordrecht clarlich wol dirfaren. Vruntlyken etc. (1389).
Abſchrift in Hanſeat. Receſſ. Fol. III p. 41.
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M XLIV.
Bürgermeifter und Rath der Stadt Kampen beſchweren ſich beim Hochmelſter, daß man in einigen feiner Städte von ihren Mitbürgern widerrechtlich Pfundgeld gefordert habe und bitten um Wiederer⸗ ſtattung deſſelben und um Abſtellung ſolches Mißbrauchs. — 1389.
Copia littere quam Campen miserunt magistro generali.
Magnifico potenti ac generoso principi Religioso viro domino Magistro generali do- mus Theutonicorom Ordinis b. Marie etc.
Dienst reverencie ghunst und ere mit aller becamelcheit voergesereven. lieve gnedigbe here nnd mogende voerste uwer clarheit zi genochlik to weten dat onse mede- borgers ons getoent over angebracht hebben dat de Ratmanne in uwen steden alze in Elbingen. in Konigesberge over in Danczik hem Pontgheld aſgenomen hebben von sche- pen over ghoeden alze von dem ponde zoenen peninge dies uns zere vorwondert want wy dar nicht af enweten wor se dat Agheld thu nemen und wor se dat laten want nu nen gemeine orloge is dar ınen is thu behuve und wy ensin nicht schuldich thu beta- lende dat se in eren reisen vordoet. wante si uns in nenen saken vordegedinget. und want wy und unse medeborgers al thoes in jnwen lande wol untfangen hebben gewe- sen und dar niet vor entrechtet enwerden. So bidde wy juwe hoge moghencheit otmu- deliken von herten mit al der bede dat wy moghen dat gi umme unse willen und umme anseen des rechtes gewerdigen uwe Radnıanne von uwen steden vorscreven so ernst- liken thu berichten und ıhu beronden dat se onsen medeborgern ere gheld dat se em thu Agheld af genomen hebben wedder dun wente se dar nen recht thn enhebben na worden vorscreven unde se is em nicht mer af ennemen nnd uns und unse medebor- gers laten saten bi alsulker vryheit und recht alze here thu von uwen gnaden gehat hebben. und wy hopen dat se uppe uns buten nw alsulke unplegelike Ding nicht leg- gen mogen und wes gi leve genadige here hir inne gewerdigen thu dunde und uns ge- schen moge. dat bidde wy uns wedder dnn anscriven mit dessen boden. god almechtich beware u. und juwen stad durende in salicheit. in sundicheit uno in ere altoes gebe- dende over uns, gegeben up den lesten Dagh Julio. (1389).
Borgermeister. Scheppen und rad der stad von Campen.
Abſchrift in Hanfeat. Receff. Fol. 111. p. 67.
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WXL.
Antwort des Ordens Statthalters an den Herzog Johann von Görlitz auf deſſen Gefuch wegen Hülfs⸗ leiſtung in einem Krieg mit Polen. — 1390.
Duci Johanni de Gorliez ex parte magni commendatoris.
Irluchter fürste grosmechtiger gnediger herre, also als euwir grosm. gnade den edeln Gunthern von Hugwiez euwern getruwen euwern botschaft und meynunge wol under- richtet mit eyme credence brive czu unserm homeister zeliges gedechtnis hat gesant, welchen brieff der voit von Roghusen und wir wirdiglich han entpfangen und euwer botschafft gütlich uflgenomen, der selbe egeschriben Gunther hat an uns von enwer wegen gebracht und vorgelegt wie das euwer grosmechtige herlichkeit durch etlicher redlicher schelunge willen hat mit dem konige und konigrich ezu Polan eynen krig anczuslan, und begerende syt was hülffe trostes und Rats euwer gnade von unserm homeister und von dem Orden darczu müchte haben, und wes sich euwer gnade czu Im darezu sulle vorsehen, Grosm. gnediger herre, uff sulche botschaffi die der egenant Gunther an uns von euwer wegen hat geworben künne wir euwern gnaden keyne us- richtige antwurt ezu dieser cziet geben want unser homeister seliges gedechtnis leider von desir werld ist vorscheiden, sunder wen es so verre kumpt mit hülfe unsers herren, das der Orden eyn houpt haben wirt, so mag euwer gnade sulche botschafft an In thun, so hoffe wir, das derselbe czukünfftige unser homeister denne euwern gnaden wol wirt eyne antwurt weder daruff schriben, darnach sich euwer gnade denne wol mag richten, Künne wir ouch denne icht guts darczu thun euwern gnaden czu dinste, das welle wir williglich und unvordrossen alle wege gerne ihun, und gebitet an uns als an euwern besundern sunderlichen undertanigen. Dat. Stumis proxima feria sexta post Egidii abbatis. (1390). Abſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtr. Nr I. p. 65. Voigt B. v. S. 500.
M XI. VI.
Der Ritter Wypſel Zambor und fein Bruder Heinrich Zambor bekennen, dom Hochmeiſter Konrad von Wallenrod 100 Schock Böhm. Gtoſchen gelichen zu haben und verſprechen deren Rückzahlung binnen zwei Jahren. — 1391.
Wir Wysel Zeambor Rytter und Heinrich Zeambor knecht gebrudir Bekennen offint- lich in dissem keygenwertigen bryve das wir von deme Grosmechtigen Geistlichen
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fürsten und heren heren Conrad von Wallenrode homeister deutsches ordens, von synen metegebytegeren und von dem ganczen orden entlenet haben hundert schok bemischer groschen, dy wir von yn gantz und gar, gut von sylber nach unsir genuge haben ent- phaagen, dy sy uns fruntlichen und in guten trwen han gelegen, welche hundert schok grosschen wir, unsir Erben und Nochkomelinge sullen und wellen dem egeschrebenen heren Homeister und deme Orden bynnen czwen Jaren wedir beczalen, also das yn genugen sal von sente Johannis baptisten tag nehest gewest vort obir eyn Jar vumfczig schok grosschen czu geben und am andirn Jare nehest dornoch uf sente Johsnnis bap- tisten tag auch vumfezig schok groschen czu gebyn, niso das dy egeschreben hundert schok grosschen gancz werden beczalt. Und wir Wysel and heinrich vorgeschreben gebrudir ala selbschuldigere unde heinrich von Donyn knecht und Baruch Zeambor von Balaw Rytter also burgen globen und vorbynden uns an eydes Stat by unsern truwen und Eren mit gesampter bant eyner vor alle und eyn iclicher besundir vor uns unsir erben und nochkomelinge allis das stete und veste czu halden also vorgeschreben steet ane geverde und argelist, Des czu merer sicherheit und bekeninis so han wir Wysel heinrich gebrudir heinrich von donyn Baruch von halaw vorgeschreben unser Ingesegele an dissen bryff von unserm rechten wissen do wir selben kenwertig waren lazen beugen, Gegeben uff dem huse Marienburg in den Jaren unsers heren Twaent dryhundert in dem eyn und Nuenezigsten Jare an dem nehesten montage noch synte Jo- hannis baptisten Tage.
Original⸗Urkunde mit 3 Siegeln im Geheim. Archiv Schiebl. XII. Neo. 5.
W XLII.
Einige Nachrichten über verſchiedene Veranderungen und Begebenheiten betreffend das Domcapitel zu Marienwerder in den Jahren 1391 bis 1398.
Anno domini M. CCC. XCI. bons Vulaw in prepositura ecelesie Pomezaniensis fue- runt empta a preposito et capitulo Pomezaniensi pro Mille mareis et fuerunt persoluta infra duos annos sequentes, de hsc persolucione et vendieione habentur littere, littere ceivitatis Rosenberg et illorum qui vendiderunt.
Anno dumini M. CCC. XCIII. fuit Episcopus Massaciensis legstus a domino apo- stolico in partibus Pruscie, qui postulavit expensas ab ecclesia et date fuerunt. prout secum poterant concordare.
Item in oetavis pasche dominica quasimodogeniti fuit dominus Johannes Lubeio electus in prepositum eeclesie nostre, per resignscionem domini Johannis Ryman quem
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Magister generalis voluit secum habere propter consilia. qui preposituram ecelesie dicte nostre bene rexit quatuor annis cum dimidio, tune temporis frater Johannes dietus Ma- rienwerder fuit decanus. frater Nicolaus Rogausen Custos, frater Nicolaus Sigirsdorf cantor, frater Heynricus Passer seolastieus. frater Nicolaus Hollant plebanus, frater Conradus de Danczk vicecommendator in Marienwerder. frater Nicolaus de Osterrode «ocius prepositi. frater Franciscus magister celarii, duo fuerunt in infirmaria. fratres Heynricas Sternleyn et Johannes Mewa. Item in vigilia Penthecostes frater bertramus nıngister in artibus fuit in canonicum ecclesie nostre investitus secundum modum et consuetudinem hactenus observataın.
Item eodem anna fuit domina Dorothea vidua reclusa in die translacionis sancte Elizabeth, Et hee felieiter in domino ohdormivit anno domini M. CCC. XCHII in nocte sanetorum martyrum Johannis et Pauli.
Anno 1394 in die sancte Elizabeth obiit dominus Nicolaus de Kirsburg alio no- mine de Segirsdorf.
Anno M. CCC. XCVI fuerunt empte due ville. videlicet Brokaw et lampresch- dorf de piis elemosinis, ut de redditibus enrum tenerentur due misse per tres sacerdo- ies, primn est cantanda cum nota de omnibus sanctis per duos sacerdotes et quatuor scolares, quilibet sacerdotum habere debet duodecim marcas annuaum, et quilibet sco- laris tres fertones, hec missä cantari debet de omnibus sanctis usque mater nostra su- pradicta felix Dorothea fuit canonizata. postquam autem fuerit canonizata, tune prima missa de omnibus sanctis debebit obmitti et missa de ipsa beatn Dorothea sub nota ad eius tumulum cottidie decantari, alia missa est tenenda in altari sancti Bartholomei per unum sacerdotem et idem eciam habebit duodecim marcas, post obitum magistri Bartbolomei dieti tres aacerdotes debebunt visitare singulas horas chori nocturnas et diurnas et poterunt amoveri et nutriri sicud capellani nostri, attamen non nisi ex causa notabili et grandi.
Item eodem anno mortui sunt tres canonici. scilicet Johannes mewa VI. kal. Februarii, heynricus sternleyn IX. kal. Junii, et Nicolaus roghusen custos III. Nonas Junii, Et recepti sunt in loca vieinorum, Johannes antiquus regens. Arnoldus notarius domini Episcopi et plebanus de Jancke nomine Johannes,
Item anno domini 13997 in die animarum fuit unum candelabrum argenteum in aliquibus partibus deauratum, miro modo fabrefactum ad sepulchrum venerabilis do- mine Dorothee oblatum, cum tot aureis videlicet 440. pro quibus possunt undecim marce
) Oder 1397.
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comparari census perpetui, maream unam pro 20 mareis, quot snfficere estimavit ad comparacionem census perpetui, quo lumen perpetuis temporibus duraturum possit te- neri circa sepulchrum in candelabro supradicto, sic quod infra horas canonicas et mis- sam arderet candela. duplicatur vel triplicatur. alias vero per diem et noctem arderet lamen seu candela posset esse simplex, hine redditus perpetui quatuor marenrum aunt comparati in bonis domini Episcopi in villa que dicitur Bobenicz. Post hoc in bonis sunt empte . .. marce in bonis nostris ad emendum, quia census perpetui adhuc non poterant haberi.
Item anno 1396 fuit arbitratum ex parte nostra et iuratorum insnle domini no- stri Episcopi super excessu facto in fossato per bonn nostra awe sub nostro consensu, pro quo debent nobis tenere pontem per dictum fossatum ut valenmus uti porcione alia que ultra fossatum est.
Item anno 1397 magnam partem bonorum in Frienstat a feuodalibus suis emit dominus noster Episcopus, videlicet a relicta militis ticze et fratribus eins a lodowico filio stephani militis etc.
Item anno domini 1398 in nocte sanctorum martyrum Fabiani et Sebastiani obiit subitande frater Nicolaus Holland, canonicus ecclesie nostre et protunc plebanus in elbing civitate, in quam de vespere ivit dormitum hylaris et sanus, proponens sequente die predicare et missam celebrare, mane antem inventus est mortuus, habens pro studio circa se libros.
Auf Pergament im Geheim. Archiv Schiebl. I. Nro. 27.
WXL VIII.
Schieds ſpruch über den Streit zwiſchen dem Domkapitel zu Pomefanien und dem Rath und der Gemeinde zu Marlenwerder wegen einiger Punkte der Handfeſte der Stadt. — 1393.
In gotis namen Amen. Wir bruder Johannes von gots und pabistlichen stnlis vor- sichtekeyt Bisschof eau Pomezan offenbarn allen den dysen brif seen, horen adir lesen dar groze czweytrachı, schelunge, elage und kryg entstanden was czwyschen den erbarn herren Johan Ryman probist. Johan Marienwerdir techante Nycolaus Roghusen custos und unserm ganczen capitele czu pomezan von eyner weyn, und petir kunczels burger- meystere. Rotmannen Burgern und der ganczen gemeyne unser stat Marienwerdir von der ander weyn. von der hantfesten weyn der egenanten stad. di got genode unsern vorfarn bischof Bertold hot gegebyn den burgern und der gemeyne der egenanten Stad um etczliche articlen dy hirnoch geschreben sten und entrichtet syn. und daz vor uns
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dy vorgenanten teyle von beyder seyt entrechteklicheu eu rate worden, das sy yre sachen und schelungen gaben us der hnnt mechteclichen vor richter und vor scheppen in eyme gebeygitten dinge. und dor czu vor dryen offenbaren schriberen der namen hir nach geschreben syn. viren erbarn und wysen mannen hern heynrichen heilsborge tumherrea esur frawenhurg und offieinl czu ermeland. heru hermanne vam ezadel rit- ter. Johne von Borgwics. Stephan von thesmisdorf dy sin dorezu irkorn sam frunt- liche berichlislute rechtsprechere und entscheydere der egenanten hantfesten und ar- tiele. und gelobten daz sy eren usspruch und berichtunge eweclichen stete und veste welden haldea by eyner husse wy ader wigros dy herichtislute dy dor of worden setezen eweclich ane wedirrede eyn itezlich teyl vor sich und vor syner weyn czu halden alz das compromis daz do obir gemacht und geschreben ist volkomelich hehelt. und das dy vorgenanten beyde teyl entrechteklichen von beyder weyn eynen usproch der be- richtunge of dy vorgeschreben czweytracht flyslichen boten und das do selbest dy vor- genanten herichtislute volkomelich von beyden ıeylen in aller czweytracht und artielen underwyset usprochen und entschyden, enschiebten und berichten dy obingesprochene ezweyunge und schelunge czumole von worten czu worten alz hir noch ateet geschre- bin. Wir henrich heilsberg. Herman vom czadel. Johannes von Bosgwicz. Stephan von tesmisdorf. Eadegen, entrichten, entscheyden fruntlichen berichten und ussprechen entrechteclichen uf deze nochgeschreben article, also als hy noch geschrebin ist eweeli- chen an allerleye wedirrede by deser noch gesehrebenen busse genczlichen eu halden. Czu dem ersten das allerleye elage czweyunge, ezorn, haz und nyt, muen, koste und schade. dy do synı gewesen. und scheen his an dese kegenwertige ezit uf dese noch geschrebin article adir von yren weyn czwischen den erbarn herren probiste und den: genezen capitel der kirchen ezu Pomezan von eyoer weyn und den wisen luten Bur- germeistere. rotmanne und der ganczen gemeyne der stad marienwerder von andir weyn zullen von keynem teyle noch desir czit in arge nymmir me vornuwet noch gewegen werden, Item daz dy hoven reyte do dy tumherren ufle wonen mit allem gebüde daz sy in alder besyczange haben, sullen haben und behalden eweclichen mit allir hirschaft. Item dus der pincz der de lyt vor dem tumhofe by dem gemeynen lantwege von dem orte des caldinsteynes de dy vienrien ynne wonen, der do neest ist der stad thore ge- richte czu geende noch eyme dryhom of den ort des czunes des bowmgarten der des enpitils ist an dem egenumten wege und das der weg der obir den selben Plaes ne- dirwert geet cza dem Nognte sulle syn czu gemeynem nueze beyden teylen dem capi- tel und ouch den hurgern. sunder daz dy hirschaft dez egenanten placzia blybe des ea - pitels unschedelich unserm herren dem bischofe von Pomeran ab der icht hirschaft do
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hat, und daz das capitel moge bawen adir buen lasen czwene spichere czu syme nucze by dy czwene spichere dy von der burgere weyn uf den placz gebuet syn den burgern exu nucze, und daz noch capitel noch burgere vorbas obir dy vier egenanten spichere af dem Placze mere gebude moge buen. is geschege mit yrer beyder wille. Iiem daz man an dem egenanten bomgarthen ezune zal vorbas geen bis an das ende dez ege- nanten bomgarthen und dene by dem Narienhurgischen wege an des capitels czune. und vorbas an dem wege kegen der burger ezigelschune bis ezu dem flisschen daz do flust in dem grunde by der czigelschune der burger in den nogat. und den von dem flisschen do is in den nogat vellet an dem nogat ufwert czu geende bis undir der herren danczke. hen bis das man kumpt kegen dem orte des tormis dez huses dez enpitels neest by der burger Podelicz. und van danen geende gerichte uf bis uff den ort des